Eine Frau läuft in ihrem Wohnzimmer auf dem Laufband

Was ist beim Kauf eines Laufbands wichtig?

Ein Laufband bringt das Lauftraining nach Hause, unabhängig von Wetter und Tageszeit. In diesem Ratgeber erfährst du, worauf es beim Kauf wirklich ankommt.

Was bringt täglich 30 Minuten Laufband?

Wer täglich 30 Minuten auf dem Laufband trainiert, profitiert schon nach wenigen Wochen von spürbaren Verbesserungen. Das Herz-Kreislauf-System wird gestärkt, die Ausdauer steigt und der Kalorienverbrauch ist mit 250 bis 400 Kalorien pro Einheit bei moderatem Tempo hoch genug, um langfristig zur Gewichtsreduktion beizutragen.

Gleichzeitig verbessern sich Schlafqualität, Stimmung und Stressresistenz durch die regelmäßige Bewegung. Für Menschen, die wenig Zeit haben oder bei schlechtem Wetter nicht draußen laufen möchten, ist das tägliche Laufbandtraining eine sehr effektive und praktische Alternative.

Eine Frau trainiert in roten Klamotten auf dem Laufband

Ist Laufband gut gegen Bauchfett?

Ja, regelmäßiges Laufbandtraining ist ein wirksames Mittel zum Abbau von Bauchfett, auch wenn lokaler Fettabbau nur an bestimmten Körperstellen durch Sport allein nicht möglich ist. Das Laufband erhöht den Gesamtkalorienverbrauch und regt den Fettstoffwechsel an, was langfristig zur Reduktion des viszeralen Bauchfetts führt.

Besonders wirksam ist Intervalltraining auf dem Laufband, bei dem sich Sprints und Erholungsphasen abwechseln, da es den Nachbrenneffekt aktiviert und den Kalorienverbrauch noch Stunden nach der Einheit erhöht. Kombiniert mit einer ausgewogenen Ernährung zeigen sich die ersten Ergebnisse am Bauch meist nach vier bis acht Wochen.

Ein Mann nutzt ein Laufband im Wohnzimmer

Ist Laufband genauso effektiv wie Joggen?

Ja, bei vergleichbarem Tempo und gleicher Dauer sind die Trainingseffekte nahezu identisch. Der Kalorienverbrauch, die Verbesserung der Ausdauer und die Belastung des Herz-Kreislauf-Systems sind beim Laufband und beim Joggen im Freien sehr ähnlich.

Ein kleiner Unterschied besteht in der Laufmechanik: Das Band bewegt sich unter dem Fuß, was den Laufstil leicht verändert. Wer das Laufband als Training für Outdoor-Rennen nutzt, sollte die Neigung auf etwa ein Prozent einstellen, um den fehlenden Luftwiderstand zu kompensieren. Für allgemeines Ausdauertraining und Gewichtsreduktion sind beide Varianten gleichwertig.

Ein Mann trainiert in der Küche auf dem Laufband

Was ist gesünder, Laufband oder Fahrrad?

Beide Geräte sind gesund und fördern die Ausdauer, unterscheiden sich aber in der Gelenkbelastung erheblich. Das Laufband belastet Knie, Hüfte und Sprunggelenke durch den wiederkehrenden Aufprall, was bei falscher Technik oder Überbelastung zu Beschwerden führen kann.

Das Fahrrad ist dagegen gelenkschonend, da kein Körpergewicht auf die Gelenke trifft, und eignet sich besonders für Menschen mit Knieproblemen oder Übergewicht.

Für die Knochengesundheit ist das Laufband besser, da es als Belastungstraining die Knochendichte stärkt. Wer keine Gelenkprobleme hat, profitiert von beiden Geräten und kann sie abwechselnd nutzen.

Ein Laufband kann ganz einfach auf- und abgebaut werden

Worauf sollte man beim Kauf eines Laufbands achten?

Beim Kauf eines Laufbands entscheiden diese Faktoren über langfristige Freude und Sicherheit:

  • Lauffläche: Mindestens 120 mal 40 Zentimeter für Gehen und leichtes Joggen, ab 130 mal 45 Zentimeter für flüssiges Laufen. Zu kleine Flächen schränken die natürliche Schrittlänge ein.
  • Motorleistung: Mindestens 1,5 PS für gelegentliches Gehen, ab 2,5 PS für regelmäßiges Joggen und Laufen. Schwächere Motoren verschleißen schneller und können bei hohem Tempo ruckeln.
  • Maximalgeschwindigkeit: Für Walking reichen 10 km/h, für Jogger sollte die Maximalgeschwindigkeit bei mindestens 16 km/h liegen.
  • Dämpfung: Eine gute Dämpfung schont Knie und Gelenke erheblich. Besonders wichtig für Läufer mit Gelenkproblemen oder höherem Körpergewicht.
  • Neigungsverstellung: Eine verstellbare Steigung erhöht die Trainingsvielfalt und den Kalorienverbrauch ohne Geschwindigkeitserhöhung.
  • Klappbarkeit: Für kleinere Wohnungen sind klappbare Modelle praktisch, die sich platzsparend verstauen lassen.
  • Maximales Benutzergewicht: Immer die Gewichtsangabe prüfen und einen kleinen Sicherheitspuffer einplanen.

Wie teuer sind gute Laufbänder?

Die Preisspanne bei Laufbändern ist groß und reicht von einfachen Walking-Modellen bis zu Profigeräten mit umfangreichen Trainingsoptionen. Einsteigermodelle für gelegentliches Gehen und leichtes Joggen beginnen bei rund 300 bis 500 Euro.

Für regelmäßiges Lauftraining empfehlen sich Modelle zwischen 500 und 1.000 Euro, die leistungsstärkere Motoren, größere Laufflächen und bessere Dämpfung bieten. Hochwertige Geräte für intensiven Dauereinsatz kosten 1.000 Euro und mehr.

Bei Decathlon liegen Laufbänder je nach Modell zwischen etwa 300 und 700 Euro, die klappbaren Domyos-Modelle eignen sich dabei besonders gut für beengte Wohnverhältnisse.

Ein Mann nutzt ein Laufband mit Display in der Garage

Welche Nachteile hat das Laufband?

Das Laufband ist ein praktisches Trainingsgerät, aber nicht ohne Einschränkungen:

  • Platzbedarf: Auch klappbare Modelle brauchen im ausgeklappten Zustand viel Stellfläche, was in kleinen Wohnungen ein echtes Problem sein kann.
  • Anschaffungskosten: Qualitativ gute Laufbänder sind teuer. Günstige Modelle enttäuschen oft bei Dämpfung, Motorleistung und Langlebigkeit.
  • Monotonie: Das Laufen an einem festen Ort ohne Landschaftswechsel ist für viele Menschen auf Dauer weniger motivierend als das Laufen im Freien.
  • Lärm: Laufbänder erzeugen Trittgeräusche und Motorgeräusche, was in Mietwohnungen mit Nachbarn zu Problemen führen kann.
  • Laufstil: Das Band bewegt sich unter dem Fuß, was die natürliche Laufmechanik leicht verändert und für reine Outdoorläufer gewöhnungsbedürftig ist.

Ein trainierter Mann läuft auf dem Laufband vor hellen Gardinen

Sind Laufbänder Stromfresser?

Ja, Laufbänder gehören zu den energieintensiveren Heimfitnessgeräten. Ein typisches Laufband mit 2,5 PS verbraucht bei mittlerem Tempo etwa 1 bis 1,5 Kilowattstunden pro Stunde. Bei einem Strompreis von rund 30 Cent pro Kilowattstunde kostet eine 30-minütige Einheit etwa 15 bis 23 Cent.

Wer täglich trainiert, kommt damit auf monatliche Stromkosten von rund 5 bis 7 Euro. Das ist vertretbar, aber deutlich mehr als ein Crosstrainer oder Heimrad, die als selbstbetriebene Geräte ohne Motorantrieb keinen Strom verbrauchen.

Welche Alternative gibt es zum Laufband für zu Hause?

Wer kein Laufband kaufen möchte oder kann, hat mehrere gute Alternativen:

  • Crosstrainer: Gelenkschonendes Ganzkörpertraining mit ähnlichem Ausdauereffekt wie das Laufband. Selbstbetrieben, also ohne Strom, und platzsparender als viele Laufbänder.
  • Heimtrainer oder Ergometer: Sehr gelenkschonend, kompakt und leise. Ideal für Menschen mit Knieproblemen oder für Wohnungen mit Nachbarn darunter.
  • Rudergerät: Intensives Ganzkörpertraining mit sehr hohem Kalorienverbrauch. Kompakter als ein Laufband und ohne Strom nutzbar.
  • Springseil: Die günstigste und kompakteste Option für zu Hause. Hoher Kalorienverbrauch in kurzer Zeit, aber hohe Gelenkbelastung ähnlich wie beim Laufen.
  • Stepper: Kompakt, leise und gelenkschonend. Trainiert vor allem Beine und Gesäß und eignet sich gut als Ergänzung zu anderen Trainingsformen.

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