Hiking trifft Camping – Entdecke das Wandern mit Zelt

Raus aus dem Zelt und ab in die Natur! Hiking + Camping ist die ideale Kombinationsmöglichkeit für naturverbundene Wanderer & Outdoorfans.

Hiking trifft Camping – Entdecke das Wandern mit Zelt

Raus aus dem Zelt und ab in die Natur – Hiking und Camping, das ist die perfekte Kombination für echte Outdoorfans, die nicht nur den ganzen Tag, sondern am liebsten auch die Nacht an der frischen Luft verbringen. In diesem Ratgeberartikel erfährst du, worauf es beim Wandern mit Zelt ankommt und wie du dich optimal auf deinen Wanderurlaub vorbereitest. 

Trekking-Abenteuer oder Campingurlaub: Du hast die Wahl

Während man bei mehrtägigen Wander- (bzw. Hiking) – Touren in der Regel in festen Unterkünften wie Herbergen oder Berghütten übernachtet, wird beim so genannten Trekking für gewöhnlich in der freien, oft auch unberührten Natur gezeltet. Anders als beim herkömmlichen Wandern bist du hier also in eher abgelegenen Gebieten, abseits der Zivilisation, unterwegs und versorgst dich überwiegend selbst. Aus diesem Grund ist beim Trekken auch ein umfangreicheres Equipment erforderlich. Gib deinem Körper daher ausreichend Zeit, um sich an diese neuartige Form des Reisens zu gewöhnen und mach dich bereits im Vorfeld mit dem Handling der Trekking-Ausrüstung vertraut. Für alle, die sich etwas mehr Luxus, Komfort und Kontakt zur Außenwelt wünschen, dabei aber dennoch nicht auf das Übernachten im Freien verzichten wollen, stellt das klassische Camping, also das Zelten auf einem festen Zelt- oder Campingplatz, eine mögliche Alternative dar. So gibt es mittlerweile eine Reihe an Campingplätzen, die sich inmitten von Wandergebieten befinden, sodass morgens nur noch das Zelt abgebaut werden muss… und schon kann weitergewandert werden.

Denn das Gute liegt so nah: Wandern und Camping in Deutschland

Trekking in Nepal oder Peru – das klingt nach Action, Abenteuer, interkulturellen Begegnungen und beeindruckenden Naturerlebnissen. Doch für einen unvergesslichen Wander- und Zelturlaub musst du nicht unbedingt ans andere Ende der Welt reisen. Insbesondere, wenn du bisher noch keinerlei Erfahrungen mit mehrtägigen Wanderungen sammeln konntest, lohnt sich ein Trip in die nähere Umgebung. Doch während in den skandinavischen Ländern das so genannte Jedermanns-Recht gilt, du dein Zelt also nahezu überall aufschlagen kannst, musst du dich hierzulande an die gesetzlichen Regelungen des jeweiligen Bundeslandes halten. Denn einfach mitten im Wald campieren ist keine gute Idee.

Wildcampen: Wo darf man in Deutschland zelten? 

Obwohl zumindest das „Biwakieren“, also das Übernachten unter freiem Himmel oder einem offenen Tarp, in Deutschland generell erlaubt ist, gibt es nur wenige Gebiete, in denen du auch tatsächlich dein Nachtlager aufschlagen darfst: Innerhalb von Naturschutzgebieten oder Privatwäldern ist selbst das Campen ohne Zelt in den meisten Bundesländern untersagt. Bist du außerdem mit einem Zelt, Wohnwagen oder Wohnmobil unterwegs – oder möchtest lieber auf Nummer sicher gehen – solltest du ausschließlich auf offiziellen Camping-, Zelt- oder Stellplätzen übernachten. Weitere, legale Alternativen zum Wildcampen sind spezielle Trekkingcamps. Diese minimalistischen naturnahen Zeltplätze bieten meist Platz für maximal vier Zelte und sind häufig nur zu Fuß oder mit dem Fahrrad erreichbar. Auch die genauen Koordinaten der Plätze werden erst nach der Anmeldung bekanntgegeben. Viele Camps verfügen zudem über ein Klohäuschen und eine Feuerstelle mit einfachen Sitzgelegenheiten. Proviant und Trinkwasser müssen hingegen meist selbst mitgebracht werden. 

Vom Sauerland bis in den Schwarzwald: Wandern und Zelten in den 4 Qualitätsregionen

Für alle, die beim Wandern zwar gerne an ihre körperlichen Grenzen gehen, aber dennoch auf eine gewisse Infrastruktur angewiesen sind, zeichnet der Deutsche Wanderverband regelmäßig Regionen innerhalb Deutschlands aus, die sämtlichen Ansprüchen an ein attraktives Wandergebiet gerecht werden:

1. Wege:
Ein umfangreiches Netz an abwechslungsreichen, gut ausgeschilderten Wanderwegen mit exzellenter Verkehrsanbindung sowie einer Vielzahl an Übernachtungsmöglichkeiten.

2. Naturschutz:
Das digital verwaltete Wandernetz, ist so aufgebaut, dass ein bequemes Wandern möglich ist, ohne dass dabei Flora und Fauna zerstört oder in irgendeiner Form beeinträchtigt werden.

3. Campingplätze:
Unterkünfte mit dem Zertifikat „Wanderbares Deutschland“ überzeugen mit besonders hohen Qualitätsstandards, für einen erholsamen und entspannten Aufenthalt.

4. Service:
Insbesondere unerfahrene Wanderer und Einsteiger profitieren von der dichten Infrastruktur der Qualitätsregionen. Egal ob Familien, Sportfreaks oder Geocacher: jede Wanderregion stellt ihren Besuchern eine große Bandbreite an Informationsmaterial, Wanderkarten und verschiedenen (geführten) Wanderungen zur Verfügung. Meist umfasst das Angebot auch eine ausführliche Beratung zur benötigten Ausrüstung sowie der bestmöglichen An- und Abreise.

Wenn du also auf der Suche nach einer Wandergegend bist, die nicht nur landschaftlich überzeugt, sondern auch übernachtungstechnisch und infrastrukturell einiges zu bieten hat, bist du mit einer Hikingtour durch eine der vier Qualitätsregionen definitiv gut beraten. Hierzu gehören aktuell

1. Der Frankenwald im nordöstlichen Franken
2. Die über 280 Wanderdörfer und Ortsteile im Sauerland
3. Räuberland im bayerischen Spessart.
4. Das ZweiTälerLand in Baden-Württemberg.

Eldorado für Naturverbundene: Trekkingcamps in der Eifel
Eine Übernachtung auf dem Camping- oder Zeltplatz ist dir zu langweilig und du möchtest stattdessen lieber in der freien Natur campen? Mit sage und schreibe 14 verschiedenen Trekkingcamps sowie zahlreichen Campingplätzen bietet die Eifelregion optimale Voraussetzungen, sowohl für komfortbewusste Camper als auch für Wanderer, die die Abgeschiedenheit suchen. Gleichzeitig erwarten dich idyllische Berglandschaften, malerische Bäche und Flüsse sowie Wanderwege für sämtliche Schwierigkeitsgrade.

Wandern mit Zelt: Halte dich an den Wander-Knigge

Unabhängig davon, ob es dich in die „Wildnis“ zieht oder du auf eine warme Dusche, Strom und frische Frühstücksbrötchen auf keinen Fall verzichten kannst: Als „Gast“ in der freien Natur solltest du dich stets an die gängigen Wanderregeln halten, um weder Pflanzen und Tiere noch andere Wanderer zu stören. Daher gilt:

- Hab immer eine Tüte dabei und denke daran, sämtlichen Müll wieder mit nach Hause zu nehmen bzw. in einem Mülleimer zu entsorgen.
- Bleibe immer auf den ausgewiesenen Wanderwegen. Das gilt insbesondere innerhalb von Naturschutzgebieten.
- Respektiere Grenzen (Zäune, Absperrungen etc.)
- Halte dich als Hundehalter unbedingt an die geltende Leinenpflicht, beispielsweise im Naturschutzgebiet sowie während der Brut- und Setzzeit.
- Nimm Rücksicht auf Wildtiere und berühre keine scheinbar verlassenen Jungtiere.
- Reiß keine Pflanzen aus und achte beim Pilze- oder Beerensammeln darauf, die Mutterpflanzen und Mycelien nicht zu beschädigen.
- Mache während extremer Trockenperioden kein Feuer und nutze zum Grillen oder Lagerfeuermachen sonst ausschließlich dafür vorgesehene Stellen.

Wandern mit Zelt: Die optimale Vorbereitung auf deinen Trekking-Urlaub 

Gerade mehrtägige Wanderungen und Trekkingurlaube sollten vorab gut geplant und organisiert werden. Wanderroute und Dauer des Trips müssen optimal auf die körperliche Fitness und den Erfahrungsstand aller Beteiligten abgestimmt werden. Ausschlaggebend ist dabei stets das Niveau des schwächsten Gruppenmitglied. Das gilt vor allem dann, wenn du nicht nur mit Erwachsenen wandern gehst, sondern auch Kinder oder ältere Menschen beziehungsweise Personen mit Vorerkrankungen mitkommen sollen oder du deinen Hund mit in den Urlaub nehmen willst. Entscheide dich zu Beginn für einfache Routen mit einer guten Infrastruktur und lass es zunächst besser langsam angehen. Das betrifft nicht nur die Dauer der Tagesetappen, sondern auch die Länge der einzelnen Strecken. Mach ausreichend Pausen, in denen du Energie tanken kannst und sich dein Körper von den vorherigen Strapazen erholen kann. 

Hiking trifft Camping – Entdecke das Wandern mit Zelt

Wanderrucksack & Co.: Die passende Ausrüstung zum Wandern mit Zelt 

Um das Gewicht der Wanderausrüstung von Anfang an so gering wie möglich zu halten, solltest du bereits beim Kauf von Equipment, Campingzubehör und Wanderkleidung auf leichte Materialien setzen und immer nur das einpacken, was du auch wirklich für deine Tour benötigst. 

Besonders praktisch sind auch multifunktionale Gegenstände wie beispielsweise ein Taschenmesser, das gleichzeitig auch als Nagelschere oder Flaschenöffner genutzt werden kann, eine Multifunktionsjacke oder ein Loopschal (Schal und Mütze in einem). Welche Dinge du unterwegs tatsächlich brauchst, hängt wiederum davon ab, wie lange du letztendlich unterwegs bist, aber auch von der Unterkunft. Wer mehrere Tage mitten im Wald oder Gebirge verbringt, wie es beim Trekking üblich ist, ist in der Regel auf mehr Ausrüstung angewiesen als jemand, der sein Zelt auf einem gut ausgestatteten Campingplatz aufschlägt. In jedem Fall ist es ratsam, vorab eine detaillierte, auf Wandergebiet, Jahreszeit und Wetterbedingungen abgestimmte Packliste zu erstellen. Die folgenden Dinge sollten beim Wandern mit Zelt jedoch auf keinen Fall fehlen:

- Atmungsaktive, wetterfeste Wanderkleidung, bestehend aus Wandershorts/langen Wanderhosen, T-Shirts aus Funktionsmaterialien wie z.B. Merino sowie einem geeigneten Sonnen- und Regenschutz (Hut/Kappe sowie Regenjacke und ggf. Regenhose)
- Sonnenbrille und Sonnencreme mit hohem LSF (vor allem im Gebirge!)
- Spezielle Wander- oder Trekkingschuhe für einen bestmöglichen Halt, auch im Gelände. Ein guter Tragekomfort und eine hochwertige Verarbeitung sind dabei das A und O. Achte also darauf, dass der Schuh angenehm anliegt und nicht drücken oder hin und her rutschen kann. Je unwegsamer und anspruchsvoller die Wanderwege, desto höher sollte der Schaft und desto fester und stabiler sollte die Sohle des Schuhs ausfallen.
- Funktionale Wandersocken sorgen zudem für ein optimales Fußklima, ein besseres Tragegefühl und helfen dabei, Blasen und wunden Stellen vorzubeugen.
- Ersatzschnürsenkel
- Wanderrucksack (mit Regenschutzhülle): Für Wanderungen mit anschließendem Campingplatzaufenthalt ist ein kleinerer Tagesrucksack mit einem Volumen von 20-30 Litern häufig ausreichend. Für längere Trekkingtouren in entlegene Wald- oder Bergregionen solltest du dich trotz des höheren Gewichts eventuell für ein größeres Modell entscheiden. In diesem Fall haben sich Rucksäcke mit integriertem Rückennetz, das einer übermäßigen Schweißproduktion entgegenwirkt, und einem stützenden Beckengurt bewährt.
- Spannschnüre/-Gurte
- Eine Trinkflasche aus Aluminium oder BPA-freiem Kunststoff (ideal sind auch faltbare Wasserflaschen)
- Ausreichend Proviant
- Ein Erste-Hilfe-Set, inklusive Materialien zur Wundversorgung, Schmerzmittel, Pinzette, Schere und Rettungsdecke
- Insektenschutz und Zeckenzange
- Smartphone (sowohl für den Notfall als auch zur Orientierung im Gelände)
- Wertsachen
- Reisedokumente in einer wasserdichten Hülle
- Kompass und Kartenmaterial (gerade beim Trekking solltest du dich nie ausschließlich auf dein Smartphone verlassen!)
- ggf. ein GPS-Gerät 
- Wanderstöcke 
- Taschenmesser oder Multifunktionstool
- Kamera
- Fernglas 
- Taschenlampe/Stirnlampe

Zum Zelten bzw. Campen benötigst du außerdem:

- Zelt (hier kommen in erster Linie die besonders leichten Trekkingzelte infrage). Bist du zu zweit oder in einer kleinen Gruppe unterwegs, ist es ratsam, das Zeltzubehör gleichmäßig auf alle Mitwanderer zu verteilen.
- Zelt-Reparaturset
- Eine leichte Zeltunterlage (v.a. beim „wildcampen“)
- Eine Luftmatratze oder Isomatte
- Einen perfekt auf die Wetterbedingungen/Temperaturen abgestimmten Schlafsack
- Reisekissen
- Diverse Küchenutensilien wie z.B. Gaskocher, Töpfe, Campinggeschirr und -Besteck, Schüsseln, Spülmittel, Tauchsieder etc.
- Hygieneartikel
- Solardusche (optional)
- Schnelltrocknende Handtücher (z.B. aus Microfaser)
- Ladegeräte (z.B. für Kamera, Smartphone)

Wandern mit Zelt: So wirst du fit für mehrtägige Hiking-Touren 

Gerade, wenn du zum ersten Mal mehrere Tage am Stück wandern gehst oder dich für eine besonders anstrengende, schwierige Route entschieden hast, solltest du bereits einige Zeit vor dem geplanten Trip damit beginnen, für die anstehende Tour zu trainieren und deine Kondition nach und nach aufzubauen. Für eine bessere Ausdauer kannst du beispielsweise regelmäßig joggen oder schwimmen gehen. Aber auch stramme Spaziergänge oder Radtouren kommen als Vorbereitung für einen Wanderurlaub durchaus infrage. Wenn du möchtest kannst du Schultern, Rücken und Beine auch mit zusätzlichem Krafttraining unterstützen.

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