Zwei Personen sitzen vor einem Trekkingzelt im Gras

Welches Tekkingzelt passt zu mir?

Biwakzelte für Wanderer und Alpinisten gibt es in den verschiedensten Ausführungen: für ein bis vier Personen, mit oder ohne Apsis und Aufenthaltsraum. Außerdem kommt es bei der Auswahl natürlich auch auf das Gewicht, das Packmaß und die Dauer des Auf- und Abbaus an. – Welches ist da das Richtige?

Willst du alleine oder mit Freunden auf Trekkingtour gehen? Beim Auswählen eines Trekkingzelts gibt es einige Kriterien, die man berücksichtigen sollte. Hier findest du die nötigen Infos, um die richtige Wahl zu treffen.

Zusammenfassung - Die richtige Wahl des Trekkingzelts

  1. 1 Zeltart
  2. 2 Zeltgewicht
  3. 3 Anzahl Personen
  4. 4 Wohnraum
  5. 5 Selbststehend
  6. 6 Aufstellzeit

Das wichtigste in Kürze

• Trekkingzelte sind leicht, kompakt und widerstandsfähig. Sie schützen auf langen Touren zuverlässig gegen Wind, Regen oder starke Sonneneinstrahlung.
• Das Packmaß ist ein wichtiges Kriterium bei der Wahl des Zeltes, denn es darf im Trekkingrucksack weder zu viel Platz einnehmen noch zu schwer sein. Achte darauf, dass das Gewicht unter 4 kg liegt.
• Je nach Tour und eigenen Vorlieben kommen unterschiedliche Zeltmodelle infrage, etwa ein Biwak- oder ein Kuppelzelt. Unser Artikel gibt dir einen Überblick über alle Varianten.

DIE VERSCHIEDENEN ARTEN VON ZELTEN - Welches Trekkingzelt ist das Richtige?

Es gibt 4 Arten von Zelten, die sich für Trekkingtouren eignen und maximalen Komfort bieten: Kuppelzelt, Tunnelzelt, Tarp und Tarpzelt. Ein Zelt muss sehr sorgfältig ausgewählt werden, um sicher zu sein, dass es dem jeweiligen Gebrauch entspricht.

  • Trekking-Kuppelzelt

    KUPPELZELT

    Vorteile: Genügend Wohnraum, selbststehend
    Nachteile: schwerer

  • Die richtige Wahl eines Trekkingzelts

    TUNNELZELT

    Vorteile: Sehr gute Windstabilität, leichtes Gewicht
    Nachteile: Kann nicht ohne Heringe aufgestellt werden, begrenzter Wohnraum

  • Trekking-Tarp

    Tarp

    Vorteile: Ultraleicht, modular
    Nachteile: Weniger Schutz vor Witterungseinflüssen

  • Forclaz Tarpzelt

    Tarpzelt

    Vorteile: Leichtes Gewicht, Hybridmodell aus Zelt und Plane
    Nachteile: Erfordert 2 Trekkingstangen zum Aufstellen

Alle unsere Kuppel- und Tunnelzelte haben Windstärke 8, d. h. die Zelte wurden bei Windböen mit bis zu 70 km/h getestet. Tarp-Zelte halten Windstärke 7 stand, d. h. Winde bis zu 60 km/h. Tarps hingegen sind nicht für eine besondere Windbeständigkeit ausgelegt.

Alle DECATHLON Zelte und Trekkingtarps haben eine Wasserdichtigkeit von 2.000 mm Wassersäule. Der Zeltboden von Trekkingzelten und Zelttarps hat eine Wasserdichtigkeit von 5.000 mm Wassersäule.

Die richtige Wahl des Trekkingzelts

Fokus auf Wasserdichtigkeit

Die Wasserdichtigkeit wird anhand der Wasserdruckbeständigkeit des Gewebes gemessen, und durch die Höhe einer Wassersäule in mm (Test auf Grundlage der Norm ISO 811) angegeben. Je höher der Wasserdruck, desto wasserdichter ist das Gewebe. Ein Material mit einer Wasserdichtigkeit von 2.000 mm hält dem Druck einer Wassersäule von 2.000 mm stand. Dies entspricht 2.000 Schmerber. 1 Schmerber = 1 mm Wassersäule = 0.1 mbar

Hinweis: Campingzelte sind nicht für Trekkingtouren geeignet

Wir raten davon ab, ein Campingzelt für Trekkingtouren zu verwenden. Sie sind in der Regel schwerer und nicht dafür ausgelegt, einige Stunden oder sogar Tage lang getragen zu werden. Wenn du auf der Suche nach Campingzelten bist, klicke hier.

Die Wahl eines Trekkingzelts

DAS GEWICHT EINES TREKKINGZELTS

Wenn du eine Trekkingtour machst und dabei in einem Zeltlager schläfst, wirst du dein Zelt mehrere Stunden am Tag tragen müssen. Achte deshalb darauf, ein Zelt mit dem geringsten Gewicht zu kaufen, damit dein Rucksack so leicht wie möglich bleibt. Ein leichtes oder ultraleichtes Zelt wiegt ca. 1 kg, sonst rechnet man 1,5 kg pro Person.

Da das Zelt in der Regel das schwerste Stück ist, das du mitnimmst, solltest du es mit Hilfe von Gurten nahe am Rücken oder unter dem Rucksack verstauen.

Wenn du mit mehreren Personen unterwegs bist, könnt ihr die verschiedenen Zeltteile (Zeltplane und Stangen) untereinander verteilen!

Einige ultraleichte Trekkingzelte und Tarps

Die Wahl der Zeltgröße

Welche Größe?

Wähle das Zelt passend zur Anzahl Trekker, die dich begleiten. Die maximale Kapazität für Trekkingzelte liegt im Allgemeinen bei 4 Personen. Bei mehr als 4 Personen wird es schwierig, das Zelt passend aufzustellen.

Manche Leute brauchen etwas mehr Platz in ihrem Zelt, sodass 2 Personen oft ein 3-Personen-Zelt nehmen! 

Wohnraum des Zelts

Wohnraum des Zelts

Wohnraum bedeutet im Grunde, wie bequem es ist, in einem Zelt zu leben. Es sind sowohl die Raumaufteilung als auch das Kleinzubehör, die dir helfen, dich in deinem Trekkingzelt zurechtzufinden. Manche Zeltmodelle verfügen über einen Vorraum, in dem man Schuhe und Rucksack außerhalb des Schlafraums unterbringen kann, und die trotzdem durch die Plane geschützt sind. Immer mehr Modelle haben Haken, an denen man eine Lampe an der "Zeltdecke" anbringen kann, sowie reflektierende Abspannleinen, damit man nachts nicht darüber stolpert!

All diese Optionen sorgen für ein fantastisches Trekking-Erlebnis!

Tragfähigkeit eines Trekkingzeltes

Selbststehend

Die selbststehende Eigenschaft ist die Fähigkeit des Zeltes, stehen zu bleiben, ohne dass die Plane durch Heringe gehalten werden muss. Das ist ein wichtiger Punkt, vor allem, wenn du in einem Gelände unterwegs bist, in dem keine Heringe benutzt werden können: auf einem felsigen Untergrund oder auf sandigem Boden zum Beispiel.

MT900 1-Personen-Zelt aufstellen

Aufstellzeit

Alle unsere Wanderzelte sind bereits vormontiert: Das Innenzelt ist mit dem Außenzeltgewebe verbunden, sodass du das Zelt schnell aufstellen kannst.

Die halb-freistehenden Zelte sind sehr praktisch, denn sie stehen von selbst, sogar ohne Heringe! Sobald das Zelt vollständig entfaltet ist, ist das Aufstellen erledigt.

Sieh im folgenden Video, wie das MT900 1-Personen-Zelt aufgestellt wird.

Forclaz Trekkingzelte

Forclaz Zelte: ein langlebiges Konzept

Wir sind uns bewusst, dass jedes Produkt irgendwann beschädigt wird oder bestimmte Teile bei längerem Gebrauch kaputt gehen können. Wir bei Forclaz sind der Meinung, dass der Lebenszyklus eines Produkts nicht endet, wenn es beschädigt wird. Deshalb sind alle unsere Zelte reparierbar (Gestänge, Innenzelt, Außenzelt usw.) und wir bieten verschiedene Lösungen an, um dein Produkt zu reparieren, zu warten und richtig zu nutzen, damit es länger hält. Die Reparatur kann mit Hilfe der mitgelieferten Anleitungen selbst oder in den DECATHLON Servicepoints durchgeführt werden.

Drei Personen bauen ein Trekkingzelt vor einer Bergkulisse auf

Inhaltsverzeichnis

Was macht ein gutes Trekkingzelt aus?

Was ist beim Zeltkauf zu beachten?

Welche Zelt-Modelle gibt es?

Was darf ein Trekkingzelt wiegen?

Was macht ein gutes trekkingzelt aus?

Ein gutes Zelt sollte nicht nur über ein stabiles Gestänge, sondern auch über ein hochwertiges Außenzelt verfügen. Zeltgestänge bestehen in der Regel aus Aluminium oder Fiberglas, wobei letzteres die günstigere Alternative ist, jedoch eher zum Brechen neigt als Aluminium.

Das Außenzelt sollte nicht nur robust, sondern auch widerstandsfähig gegen Nässe und Sonneneinstrahlung sein. Außerdem sollten die verwendeten Materialien hochwertig sein, ohne das Zelt zu beschweren oder das Packmaß zu vergrößern.

Tipp: Die Atmungsaktivität erhöht sich, wenn Baumwolle in das Material des Außenzeltes eingearbeitet ist.

Was ist beim zeltkauf zu beachten?

Bei der Auswahl eines Trekkingzelts sind drei Kriterien entscheidend: Die Anzahl der Liegeplätze, das Gewicht/Packmaß und die Dauer des Auf- und Abbaus.

Frau befestigt Zelt im Boden

Personenzahl

Es gibt Trekkingzelte für ein bis vier Personen. Manche Modelle verfügen außerdem über einen zusätzlichen Stauraum für Gepäck, der als Apsis bezeichnet wird, und/oder einen Aufenthaltsraum. Wie bequem es am Ende wird, hängt vom Verhältnis der Zeltgröße zur Personenzahl ab: Damit es etwas geräumiger und bequemer wird, kannst du zum Beispiel ein Drei-Personen-Zelt wählen, auch wenn ihr nur zu zweit unterwegs seid.

Gewicht und packmaß

Wie schwer dein Zelt sein darf, hängt von der Dauer der Wanderung und vom Gesamtgewicht deines Gepäcks ab. Je länger du unterwegs bist, desto leichter sollte das Zelt sein. Auch die Packmaße sind wichtig, denn schließlich muss das Zelt in oder an deinen Rucksack passen. Für eine gleichmäßige Verteilung der Last solltest du es entweder ganz unten im Gepäck verstauen oder mithilfe der Riemen unter dem Rucksack befestigen.

Dauer des auf- und abbaus

Alle unsere Trekkingzelte sind bereits vormontiert: Die Kabine ist mit dem Außenzelt verbunden, sodass euer Lager im Handumdrehen steht und genauso schnell wieder abgebaut ist. Es gibt auch sogenannte selbsttragende Zelte, die ohne Heringe stehen.

Welche zelt-modelle gibt es?

Für das Trekking kommen verschiedene Zeltmodelle infrage, die alle eigene Vor- und Nachteile mit sich bringen:

Zelt im freien

Einbogenzelt

Eigenschaften: Wie der Name schon sagt, baut dieses Zelt auf nur einen einzigen Bogen.

Vorteile: einfache Konstruktion, schneller Aufbau, wenig Gewicht

Nachteile: wenig Grundfläche, kleine Apsis

Tunnelzelt

Eigenschaften: Das Tunnelzelt setzt auf zwei parallel zueinanderstehende Bögen.

Vorteile: wenig Gewicht, bestes Platzangebot, große Apsis, sehr windstabil

Nachteile: großer Platzbedarf, schlechte Belüftung, anfällig für Querwind

Trekkingzelt in den Bergen

Kuppelzelt

Eigenschaften: Das Kuppelzelt besteht ebenfalls aus zwei Bögen, die sich jedoch kreuzen.

Vorteile: wenig Platzbedarf, sehr gute Belüftung

Nachteile: schlechteres Platzangebot, vereinzelt schlechte Zelthöhe, mitunter etwas windanfällig

Tarp

Eigenschaften: Im Grunde ist ein Tarp lediglich eine Zeltplane, aus der du dir mithilfe einer Abspannschnur, deiner Stöcke und/oder der Umgebung einen Unterschlupf baust.

Vorteile: extrem geringes Gewicht, sehr kleines Packmaß, authentisches Outdoorfeeling

Nachteile: fehlender Rundumschutz, kein Mückenschutz

Biwakzelt

Eigenschaften: Ein Biwakzelt ist praktisch ein Miniaturzelt, das so niedrig ist, dass du darin lediglich liegen und nicht sitzen kannst.

Vorteile: wenig Gewicht, kleines Packmaß, wenig Platzbedarf

Nachteile: sehr kleines Platzangebot, keine Apsis

Mann steigt aus Trekkingzelt

Hängemattenzelt

Eigenschaften: Ein Hängemattenzelt ist eine überdachte Hängematte, die du beispielsweise zwischen zwei Bäumen aufspannst.

Vorteile: keine Bodenfeuchte, besonders geschützt, da in der Luft, kein Schmutz oder Matsch

Nachteile: Gefahr des Reißens, wenig Platz

Ultraleichtzelt

Eigenschaften: Das Ultraleichtzelt (UL-Zelt) besticht mit einem extrem geringen Gewicht, was es besonders bei Backpackern oder Weitwanderern beliebt macht.

Vorteile: extrem leicht, sehr kleines Packmaß

Nachteile: hoher Preis, Kondenswasser, schlechte Wassersäule

Wichtig: Die Wassersäule gibt an, wie gut dein Zelt Regen standhält und wie lange es dauert, bis Wasser das Material durchdringt. Generell gilt – je höher die Wassersäulenzahl, desto regenfester ist dein Zelt.

Was darf ein trekkingzelt wiegen?

Durch eine sorgfältige Auswahl kannst du beim Zeltkauf gut Gewicht einsparen. Ein Zweipersonenzelt sollte für eine Trekkingtour beispielsweise nicht mehr als drei bis vier Kilogramm wiegen.
Auch das Packmaß spielt für Trekker eine wichtige Rolle. Bestenfalls nimmt dein Zelt in der Fahrradtasche oder im Rucksack so wenig Stauraum wie möglich ein.

Tipp: Probiere unbedingt schon einige Zeit vor der Tour aus, ob das zusammengefaltete Zelt wirklich in deinen Rucksack passt.

expert

Nicolas

Quechua-produktmanager

Bei mehrtägigen Wanderungen sollte man genau planen, was man mitnimmt. Die Packliste muss alle notwendigen Dinge enthalten, und der Rucksack sollte richtig gepackt werden.

Unsere Zelte sind alle sehr windstabil und wasserdicht: Sie halten Windgeschwindigkeiten bis 70 km/h und einem Niederschlag von 200 mm pro Quadratmeter stand.

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