Wie finde ich die richtige Fahrradbeleuchtung? 

Fahrradfahren gehört zu den beliebtesten Freizeitbeschäftigungen überhaupt, es sorgt für Entspannung und hält dich fit. Voraussetzung dafür, dass du dich sicher im Straßenverkehr bewegst, ist eine zugelassene Beleuchtung. Finde in diesem Artikel heraus, aus welchen Komponenten eine komplette Fahrradbeleuchtung besteht und worauf du beim Kauf achten solltest.

Wie wähle ich die richtige Fahrradbeleuchtung aus?

das wichtigste in kürze

• Als Spannungsquelle für die Fahrradbeleuchtung kommen Seiten- und Nabendynamos ebenso infrage wie Akkus.
• In modernen Front- und Rückscheinwerfern werden LEDs als Leuchtmittel eingesetzt. Diese Light Emitting Diods sind günstig in der Herstellung und sehr langlebig.
• Eine komplette Fahrradbeleuchtung besteht nach Vorgaben der Straßenverkehrs-Zulassungs-Ordnung (StVZO) aus einem Frontscheinwerfer, einem Frontreflektor, Speichenreflektoren, Pedal-Reflektoren, einem Rücklicht und einem Rückstrahler.

inhaltsverzeichnis

Aus welchen Bestandteilen besteht eine komplette Fahrradbeleuchtung?

Was ist der Unterschied zwischen Lumen und Lux?

Welches Equipment sorgt für zusätzliche Sicherheit?

Aus welchen Bestandteilen besteht eine komplette Fahrradbeleuchtung?

Die aktiven Komponenten der Fahrradbeleuchtung sind der Frontscheinwerfer und der Rückscheinwerfer. Für besonders gute Beleuchtung und Sichtbarkeit sorgen leuchtstarke LEDs. Die aktiven Komponenten werden durch passive ergänzt. Damit sind der Frontreflektor, der Rückstrahler, die Speichenreflektoren und die Pedalreflektoren gemeint. Die nötige elektrische Energie für die aktiven Komponenten wird von einem Dynamo oder einem Akku bereitgestellt.

Fahrradfahrer

Diese Bestandteile sind bei einer Fahrradbeleuchtung Pflicht:

Frontscheinwerfer

Frontscheinwerfer

• Der Frontscheinwerfer verschafft dir den nötigen Überblick im Straßenverkehr. Ein optimaler Frontscheinwerfer beleuchtet den Nahbereich und den Fernbereich aus, ohne andere Verkehrsteilnehmer zu blenden.

• Als Leuchtmittel durchgesetzt haben sich mittlerweile LEDs, die sich durch besonders hohe Helligkeit und Lichtabstrahlung auszeichnen.

• Die Standlicht-Funktion ist insbesondere für den Einsatz in der Stadt hilfreich. Dabei sorgt ein Kondensator für die kurzzeitige Speicherung elektrischer Energie und unterstützt deine Beleuchtung, wenn du beispielsweise an einer Ampel warten musst.

• Wenn du auf deine eigene gute Sichtbarkeit Wert legst, kannst du auf ein Modell mit Tagfahrlicht-Funktion zurückgreifen. Beim Tagfahrlicht ist die Lichtabstrahlung nicht auf den Boden, sondern nach vorn gerichtet.

Rückleuchte

Rückleuchte

• Die Rückleuchte am Fahrrad dient ausschließlich der besseren Sichtbarkeit. Dementsprechend geringer fällt die Lichtleistung einer Rückleuchte aus.

• Auch in Rückleuchten werden LEDs als Leuchtmittel verwendet. Gemäß der StVZO muss ein Rücklicht permanent in rot leuchten. Blinkende Rücklichter berechtigen dich nicht zur Teilnahme am Straßenverkehr.

Reflektoren

Reflektoren

• Die StVZO sieht vor, dass jedes Fahrrad rundum mit Reflektoren ausgestattet sein muss. Neben den Pedal-Rückstrahlern muss jedes Rad mit zwei Speichenreflektoren, die zu beiden Seiten hin das Licht reflektieren, ausgestattet sein.

• Ein weißer Frontreflektor und ein roter Rückstrahler komplettieren die passiven Komponenten deiner Fahrradbeleuchtung.

Spannungsquelle

Spannungsquelle

• Als Spannungsquelle für die aktiven Bestandteile deiner Fahrradbeleuchtung kann entweder ein Dynamo oder ein Akku dienen.

• Bei den Dynamos werden die vergleichsweise günstigen, zuschaltbaren Seiten-Dynamos von den Nabendynamos unterschieden.

• Fällt deine Wahl auf einen Naben-Dynamo, solltest du die Montage einer Fachwerkstatt überlassen.

• E-Bikes sind ohnehin mit einem leistungsstarken Akku ausgestattet, der bei Bedarf auch gleich die Beleuchtung mit Energie versorgen kann.

• Alternativ sind Front-und Rückleuchten mit integrierten Akkus erhältlich, die du über ein Ladegerät oder über einen USB-Port wiederaufladen kannst.

Was ist der Unterschied zwischen Lumen und Lux? 

Lux und Lumen sind Bezeichnungen aus der Beleuchtungstechnik, die unterschiedliche Eigenschaften eines Leuchtmittels bezeichnen. Mit Lux wird die Beleuchtungsstärke deiner Fahrradbeleuchtung angegeben. Der Lux-Wert wird per Definition senkrecht zur Fahrbahn gemessen und gibt die Beleuchtungsstärke im Zentrum eines Lichtkegels in zehn Meter Entfernung an. Der minimale Wert deiner Fahrradbeleuchtung muss mindestens zehn Lux betragen. Moderne Leuchtmittel liefern allerdings deutlich höhere Werte, die bis weit über 100 Lux reichen.

Mit Lumen wird die Strahlungsleistung des Lichtstroms angegeben. Je höher der Lumen-Wert, desto heller das Licht. Während eine Kerze mit etwa 10 bis 12 Lumen Leistung strahlt, bringt es eine moderne Fahrradbeleuchtung auf 300 bis 1.000 Lumen.

Welches Equipment sorgt für zusätzliche Sicherheit?

Wenn du häufig bei schlechten Sichtverhältnissen mit deinem Bike unterwegs bist, kannst du deine Sichtbarkeit für andere Verkehrsteilnehmer durch einfache Maßnahmen erhöhen. Eine ebenso einfache wie wirkungsvolle Möglichkeit ist das Tragen von Kleidung mit reflektierenden Elementen. Sowohl Hosen als auch Jacken und Westen sind mit weithin sichtbaren Reflektorstreifen zu haben. Zusätzliche, selbstklebende Reflektorelemente auf deinem Fahrradhelm können ebenfalls für erhöhte Sicherheit sorgen.

Mit der richtigen Fahrradbeleuchtung verschaffst du dir ein gehöriges Plus an Sicherheit im Straßenverkehr. Schon jetzt viel Vergnügen bei deinen nächsten Touren!

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