Glamping vs. Camping: Was ist was und wo ist der Unterschied?

Glamping vereint naturnahen Urlaub mit Komfort & Exklusivität, ob in Deutschland, Holland oder Kroatien, an der Adria oder der Ostsee. 

Glamping vs. Camping: Was ist was und wo ist der Unterschied?

Du bist gerne in der Natur und suchst im Urlaub vor allem Entspannung und Entschleunigung, aber ein Aufenthalt auf dem Campingplatz oder eine Reise im eigenen Wohnmobil kommt für dich trotzdem nicht infrage? Dann ist das Glamping, die Luxus-Variante des Campings, womöglich genau das Richtige für dich. In diesem Artikel erfährst du, was Glamping überhaupt ist und inwiefern sich diese Urlaubsform vom klassischen Campen im Zelt, Wohnwagen oder Wohnmobil unterscheidet.

Definition: Was bedeutet „Glamping“? 

Glamping ist ein Kofferwort, das sich aus den beiden englischen Wörtern „glamourous“ und „Camping“ zusammensetzt. Anders als beim „normalen“ Camping wird beim „glamourösen Campen“ jedoch nicht im eigenen Zelt, Wohnwagen oder Wohnmobil übernachtet, sondern in luxuriösen Mietunterkünften. Wie keine andere Urlaubsform schafft es das Glamping, vermeintliche Gegensätze wie Unabhängigkeit und Selbstversorgung sowie das Schlafen in der freien Natur auf der einen und Komfort, Luxus und Exklusivität auf der anderen Seite miteinander zu verbinden. So müssen sich der Besuch schicker Restaurants, ein bequemes Bett und beeindruckende Naturerlebnisse hier keinesfalls ausschließen. Im Grunde genommen handelt es sich also um ein Mittelding zwischen exklusivem Hotel- und minimalistischem Campingurlaub. Nicht ohne Grund wird das Luxuscamping selbst bei ehemaligen Campingmuffeln immer beliebter – und ist inzwischen vom deutschen Tourismusmarkt kaum noch wegzudenken. Schließlich werden hier ganz unterschiedliche Zielgruppen bedient:

- Campingneulinge, die einen Einstieg ins Camping suchen, ohne direkt auf ein Zelt umsteigen oder in teure Ausrüstung investieren zu müssen
- Erfahrene Camper, die sich etwas Abwechslung zum alljährlichen Urlaub auf dem Stammcampingplatz wünschen.
- Vertreter der „Camping? – Niemals“- Fraktion, die sich nach Naturerlebnissen sehnen und dem Flair des Campings durchaus etwas abgewinnen können, aber nicht auf den Komfort eines Hotelurlaubs verzichten wollen.

Camping vs. Glamping: Das Gleiche in Grün? 

Während du beim Camping üblicherweise mit deinem eigenen (oder einem zuvor gemieteten) Wohnwagen, Wohnmobil oder Campingbus anreist oder dein eigenes Zelt mit auf den Campingplatz bringst, buchst du beim Glamping nicht nur einen einfachen Stell- oder Zeltplatz, sondern vielmehr eine komplette, meist voll ausgestattete Unterkunft. So kommst du auch beim Glamping durchaus in den Genuss von Entspannung, Natur und der typischen „Campingplatzatmosphäre“, musst gleichzeitig aber nicht auf ein bequemes Bett oder ein eigenes Badezimmer verzichten. Darüber hinaus bieten viele Glamping-Anbieter ihren Gästen diverse Zusatzleistungen an, wie beispielsweise einen Frühstücks- und Zimmerservice, einen Internetanschluss oder einen Fernseher.

Gemeinsamkeiten 

- Naturnahe Form des Urlaubs
- Übernachtung in der Regel auf offiziellen Campingplätzen
- Selbstversorgung
- „Campingatmosphäre“
- Unabhängigkeit und Privatsphäre
- Sowohl für Familien, als auch für Paare oder Einzelpersonen geeignet

Klassisches Camping 

- Übernachtung im selbstmitgebrachten Zelt oder Campingfahrzeug
- eher einfache Ausstattung
- Komfort abhängig vom gewählten Equipment

Glamping 

- Übernachtung in exklusiven, geräumigen oder auch ausgefallenen Mietunterkünften
- Zusätzliche Ausstattungsmerkmale und Serviceangebote
- Hoher Komfort 

Vom Baumhaus bis zum Luxuszelt: Typische Glamping-Unterkünfte 

Zelt, Wohnwagen oder Wohnmobil? Naturnaher Stellplatz oder 5-Sterne-Campingplatz mit Pool, Restaurant und platzeigenem Supermarkt? – Die Campingarten sind so vielfältig wie die Camper selbst. Ähnlich verhält es sich auch beim Glamping. Zwar sind die Unterkünfte hier tendenziell etwas geräumiger und häufig auch etwas ruhiger gelegen als die gewöhnlichen Stell- und Zeltplätze, jedoch gibt es auch beim Glamping große Unterschiede hinsichtlich der Art, Größe und Ausstattung der einzelnen Feriendomizile. Die meisten Glamping-Unterkünfte befinden sich dabei auf Campingplätzen. Es gibt aber mittlerweile auch eine große Bandbreite an Glamping-Anbietern, die sich eigens auf diese Form des Reisens spezialisiert haben und ihren Gästen so exklusive Unterkünfte zur Verfügung stellen. Je nach Budget, Urlaubsort und Vorlieben hast du somit die Wahl zwischen:

- Einfachen Lodge-Zelten, Mobilheimen oder auch gut ausgestatteten Mietwohnwägen
- Schicken, hochpreisigen Bungalows (inklusive Badezimmer, Klimaanlage und anderen Extras)
- Besonders extravaganten, exklusiven Unterkünften wie umgebauten Bauwagen, Baumhäusern oder auch Flößen. 

Glamping-Regionen: Luxuscamping weltweit 

Dass das Glamping schon längst kein Nischenphänomen mehr darstellt, zeigt die große Auswahl an entsprechenden Reiseanbietern und Unterkünften, nicht nur in Deutschland, sondern weltweit: Denn neben den typischen Urlaubsländern wie Italien, Frankreich, Spanien oder Kroatien schießen Glamping-Unterkünfte auch in Österreich, der Schweiz oder an der deutschen Nord- und Ostseeküste wie Pilze aus dem Boden. Aber auch in Thailand, Indien, Südafrika oder den USA ist das Luxus-Camping mittlerweile problemlos möglich. 

Glamping: (K) eine Frage des Geldbeutels

Obwohl du beim Glamping deutlich „komfortabler“ wohnst als beim Campingurlaub mit dem eigenen 4-Personenzelt, kann sich diese Form des Urlaubs auch in finanzieller Hinsicht durchaus lohnen. Denn entgegen der landläufigen Meinung, muss das Campen mit Glamour-Faktor nicht zwangsläufig viel kosten. Wie viel du letztendlich für einen Glamping-Urlaub hinlegen musst, hängt dabei von mehreren Faktoren ab:

1. Dem Reiseziel

2. Der Reisezeit (Haupt- vs. Nebensaison)

3. Der Anzahl der Reisenden

4. Der Art der Verpflegung (Restaurantbesuche vs. Selbstversorgung)

5. Der Reisedauer

So ist ein mehrwöchiger Aufenthalt in einem italienischen Luxus-Ressort während der Sommermonate in der Regel teurer als ein Urlaub in einem kleinen Mobilheim in den österreichischen Bergen zur Nebensaison. Eine einfache Glamping-Unterkunft bekommt man bereits ab etwa 100-200 € pro Woche. In Kombination mit einer reinen Selbstversorgung, wie man sie auch vom klassischen Camping kennt, ist Glamping somit gerade für Familien eine gute, bezahlbare Alternative zum kostspieligen Hotelurlaub. Doch es muss nicht immer der traditionelle Familienurlaub in den Sommerferien sein: Wie Wäre es z.B. mit einem romantischen Glamping-Wochenende im winterlichen Dänemark?

Glamping: Glamourös Campen… nicht nur für Sonnenanbeter 

Die meisten denken bei einem Camping (oder „Glamping“) - Urlaub automatisch an einen mehrwöchigen Campingplatzbesuch im Rahmen des alljährlichen Sommerurlaubs. Doch Glampen kann man nicht nur auf der ganzen Welt, sondern auch völlig unabhängig vom Wetter oder den vorherrschenden Außentemperaturen. Scheitert das „Winter-CAMPING“ nicht selten an einer nicht-vorhandenen Standheizung oder fehlenden Ausrüstung, sind moderne Glamping-Unterkünfte meist so ausgestattet, dass einem Aufenthalt auch während der kälteren Herbst- und Wintermonate nichts im Wege steht. Ob Schneewandern im Nordwesten Englands oder Polarlichter beobachten in Norwegen: Urige Winterhütten mit Lagerfeuerstelle, Kaminofen und extra-kuscheligen Wolldecken machen das Glamping auch in der kalten Jahreszeit zu einem unvergesslichen Urlaubserlebnis. 

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