DIE VORTEILE EINES BEWEGLICHEN KÖRPERS

Man muss sich nur mal die Trainingspläne, die von Läufern aller Klassen verwendet werden, genau ansehen, um festzustellen, dass diese niemals oder fast nie Dehnübungen umfassen. Man könnte also meinen, dass Laufen und Beweglichkeit nur entfernt zusammenhängen. Es scheint aber so zu sein – auch wenn die wissenschaftlichen Studien teilweise widersprüchliche Ergebnisse liefern – das regelmäßige Dehnübungen im Rahmen des Lauftrainings positive Resultate erbringen.

Die Vorteile eines beweglichen (oder beweglicheren) Körpers:

– Das Verletzungsrisiko ist geringer. Das Ziel der Übungen ist es, die Muskeln zu verlängern, damit die Körperhaltung insgesamt sowie die Sauerstoffversorgung verbessert werden.

– Er verkraftet die Anforderungen des Lauftrainings leichter und erholt sich deutlich schneller.– Er bringt bessere Leistung. Schrittfrequenz und -länge: das sind die beiden Faktoren, die deine Geschwindigkeit beim Training oder auch im Rennen beeinflussen.

 

Wenn du deine allgemeine Beweglichkeit verbessern willst, ist es wichtig, dass du dich – wie auch bei der Distanz – langsam steigerst. Übertreib nicht beim Schwierigkeitsgrad der Positionen und Übungen sowie der Zeit, die du für das Training aufwendest. Es kann interessant sein, einen Physiotherapeuten oder einen Sportmediziner zu Rate zu ziehen, um zu erfahren, welche Zonen du besonders dehnen und lockern solltest. Es bleibt aber natürlich weiterhin unabdingbar, auf seinen Körper zu hören.

VORSICHT VOR STATISCHEN DEHNÜBUNGEN VOR ANSTRENGUNGEN

Sollte man sich vor der Anstrengung dehnen?

Badr El Hariri, Physiotherapeut in Paris, sagt uns: „Der Zweck von Aufwärmübungen ist es, die Muskeltemperatur zu steigern, um sie auf Aktivität vorzubereiten. Passive Dehnübungen senken die Temperatur allerdings und machen so die Vorteile eines zuvor durchgeführten Aufwärmprogramms zunichte. “Zu den weiteren Nachteilen von nicht-dynamischen Dehnübungen vor der Anstrengung gehören eine Anhebung der Schmerzschwelle der Muskelfasern sowie die Verdeckung von Gewebeschäden während der körperlichen Betätigung."

Zu einer anderen Zeit als kurz vor einem anstrengenden Lauf können Dehnübungen aber angebracht sein. An Ruhetagen und/oder für Cross-Training (Muskeln, Plank, Fahrrad oder Schwimmen) sind sie sogar sehr empfehlenswert.

 

VERSUCH AUCH MAL YOGA

Yoga verhilft dir zu einem anderen Verhältnis zu deinem Körper, indem es deine Beweglichkeit verbessert und dir eine neue Weise beibringt, tief einzuatmen. Viele Läufer praktizieren Yoga an Ruhetagen oder in Erholungsphasen. Insbesondere für über 40-Jährige wird es empfohlen.

Am besten ist Ashtanga-Yoga geeignet, dass eine dynamische Abfolge von Positionen umfasst. Ein Kurs dauert üblicherweise 90 Minuten und lässt dich Kalorien verbrennen, während du an Gleichgewicht, Atmung und Beweglichkeit atmest. Das Becken, dem beim Laufen hart zugesetzt wird, wird besonders beansprucht. Laut Yoga-Anhängern ist es genau im Dreieck aus Hüften und Beckenboden, wo das Energiezentrum des Körpers sitzt.

 

Man ist nie zu alt, um an seiner natürlichen Beweglichkeit arbeiten zu wollen! Läufern, die über 40 sind, wird aufgrund der natürlichen Muskelrückbildung besonders empfohlen, sich regelmäßig zu dehnen.

Beweglicher werden, um besser zu laufen

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