Wann und wie nutzt man seine Gangschaltung?

Das ist alles eine Frage des Gefühls. Nirgendwo gibt es Schilder am Straßenrand, die dir sagen, welcher Gang gerade angebracht wäre.

Du solltest in einen kleineren Gang schalten, sobald du merkst, dass die Belastung zu stark wird.

Wenn du dagegen merkst, dass du "ins Leere strampelst", ist es an der Zeit, in einen größeren Gang zu schalten.

Das Pedalieren sollte im Gleichgewicht zwischen leistbarer Anstrengung und nötiger Kraftaufwendung sein.Wenn dir danach ist, spricht nichts dagegen, oft zu schalten.

Wenn dein Fahrrad über einen einzigen Schalthebel verfügt, ist das Schalten ganz einfach, dann verstellt man den einfach so, wie man es braucht.

Wenn dein Fahrrad über zwei Schalthebel und damit über zwei Schaltwerke verfügt, wird das Ganze etwas komplizierter. In diesem Fall ist Folgendes zu beachten:

- Vor dem Ritzelwechsel (rechter Schalthebel) solltest du dir sicher sein, dass das gewählte Kettenblatt das richtige ist (linker Schlathebel).

- Auch wenn es mechanisch möglich ist, die Kette sollte nicht "gekreuzt" werden. Man spricht von gekreuzter Kette, wenn sie über dem größten Kettenblatt und gleichzeitig über dem größten Ritzel liegt, oder umgekehrt, wenn sie auf dem kleinsten Kettenblat und einem der kleinsten Ritzel liegt. Eine gekreuzte Kette nutzt sich schneller ab und verschleißt auch Kettenblätter und Ritzel.

Meine Geschichten von der gekreuzten Kette gehen dir gegen den Strich? Du fährst gern gekreuzt und findest es so angenehm, zu fahren? Dir gefallen dabei Belastung und Geschwindigkeit? Kein Ding, verstehe ich, aber versuch es mal. Nutze mal ein anderes Kettenblatt, probiere die verschiedenen Ritzel durch, dann wirst du merken, dass es dieselbe Entfaltung und dasselbe Fahrgefühl auch ohne gekreuzte Kette gibt.

Die Pflege

Um deine Schaltung vernünftig nutzen zu können, muss dein Fahrrad regelmäßig richtig gepflegt werden. Dabei ist es nicht nötig, das Fahrrad jeden Abend auseinanderzubauen, zu reinigen und minutiös mit dem Pinsel zu ölen.

Stell einfach regelmäßig sicher, dass alle Gänge richtig schalten und dass die Kette, egal, auf welchem Ritzel oder welchem Kettenblatt sie sitzt, nicht springt. Wenn sich bei diesen kleineren Checks Probleme zeigen, solltest du keine Zeit verlieren und dein Fahrrad von einem Spezialisten warten lassen, oder du lernst, wie du es selbst rundum sachgemäß warten kannst. Das ist gar nicht so kompliziert.

Achte darauf, dass die Verkabelung zwischen Schalthebeln und Schaltung immer in gutem Zustand ist.

Ganz wichtig: Ritzel, Kette und Kettenblätter müssen immer leicht gefettet sein.Benutze hierfür kein Fett oder Öl, das sich in eine zähe, klebrige Masse verwandelt (Schmieröl). Du weißt schon, dieses Zeug, dass sich so großartig auf deinen Klamotten macht.

Nimm lieber flüssiges Öl oder, noch besser, spezielles Kettenspray. Reinige deine Kette regelmäßig mit einem Tuch und fette sie gleich im Anschluss. Achte dabei darauf, dass das Öl nicht an das Bremssystem wie Felgen, Bremsklötze oder Scheibenbremsen kommt.

Außerdem solltest du sicherstellen, dass deine Kette nach dem Waschen oder nach einer Fahrt durch den Regen nicht anfängt zu rosten. Fette sie gleich nach dem Kontakt mit Wasser.

Jetzt weißt du alles über die Schaltung!

1 – Im Stehen schalten.

2 – Beide Schalthebel gleichzeitig betätigen: Dabei kann die Kette springen, blockieren, reißen etc.

3 – Auf einen Schlag gleich mehrere Gänge weiterschalten (es sei denn, du weißt, was du tust, und Geschwindigkeit ist alles, was zählt).

6 – Die Kette kreuzen.

7 – Unaufmerksam sein ... Fahre vorausschauend und versuche, die Gänge schon danach auszuwählen, was dich im nächsten Moment erwartet. Warte nicht zu lange, bis du bei starker Steigung in einen kleineren Gang schalten musst. Dann kann es nämlich schwierig werden, den Gang reinzubekommen.

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