Die richtigen Futterzutaten sind beim Angeln entscheidend

Die besten Futterzutaten zum Angeln: So gelingt der Fang

Die richtigen Futterzutaten entscheiden darüber, ob die Fische beißen oder nicht. Hier erfährst du, was wirklich funktioniert.

Was sind Futterzutaten zum Angeln?

Futterzutaten sind die Grundbausteine für selbst gemischtes Anfütterungsfutter, mit dem du Fische an deinen Angelplatz lockst und dort hältst. Sie werden mit Wasser und weiteren Zutaten zu einer homogenen Masse gemischt, die sich je nach Gewässer und Zielfisch unterschiedlich verhalten soll.

Gutes Futter löst sich im Wasser kontrolliert auf, erzeugt eine Futterfahne und regt den Fressinstinkt der Fische an, ohne sie satt zu machen. Das richtige Mischungsverhältnis und die passenden Zutaten sind dabei genauso entscheidend wie die Wahl des richtigen Angelplatzes.

Brösel sind eine gute Futterzutat beim Angeln

Welche Futterzutaten gibt es beim Angeln?

Futterzutaten lassen sich in zwei Hauptgruppen unterteilen: Brösel auf der einen und Mehle sowie Kuchen auf der anderen Seite. Beide erfüllen unterschiedliche Aufgaben in der Futtermischung und werden je nach Zielfisch und Gewässer kombiniert.

Brösel bilden die Grundstruktur des Futters und bestimmen maßgeblich, wie schnell es sich im Wasser auflöst und wie viel Volumen es hat.

  • Semmelbrösel: Der Klassiker unter den Bröseln. Leicht, günstig und universell einsetzbar. Semmelbrösel machen das Futter locker und sorgen für eine gute Auflockerung, die Fische anzieht.
  • Dunkles Brotmehl: Schwerer als Semmelbrösel und mit intensiverem Geruch. Es bindet das Futter besser und eignet sich gut für tieferes Wasser, wo das Futter länger zusammenhalten soll.
  • Gefärbte Brösel: Meist rot oder gelb eingefärbt, dienen sie als optischer Reiz im Wasser. Besonders bei Karpfen und Brassen haben auffällige Partikel im Futter eine nachweislich anziehende Wirkung.

Mehle und Kuchen sind gute Futterzutaten

Mehle und Kuchen liefern Aroma, Nährstoffe und Bindekraft und sind das geschmackliche Herzstück jeder Futtermischung.

  • Geröstetes Erdnussmehl: Intensiv nussiges Aroma, das besonders Karpfen und Schleien anlockt. Durch das Rösten wird der Duft verstärkt und hält im Wasser länger an.
  • Kopramehl: Aus gepresstem Kokosfleisch gewonnen, mit mildem, süßlichem Geruch. Bindet gut, gibt dem Futter Gewicht und ist besonders im Karpfenangeln sehr beliebt.
  • PV1: Ein hochwertiges Proteinpulver auf Basis von Pflanzeneiweiß mit starker Lockwirkung. Wird vor allem im Karpfenangeln eingesetzt und gibt dem Futter eine cremige Konsistenz.
  • Kokosmehl: Fein gemahlen, leicht und aromatisch. Eignet sich als ergänzende Geschmackskomponente und macht das Futter etwas lockerer.
  • Maismehl: Fein und schwer, bindet gut und sinkt schnell auf den Grund. Ideal für Grundfutter bei Karpfen und Schleien.
  • Maiskuchen: Der gepresste Rückstand nach der Maisölgewinnung. Reich an Protein und Aroma, gibt dem Futter Substanz und eine lang anhaltende Lockwirkung.
  • Maisgriess: Grobkörniger als Maismehl, erzeugt interessante Partikel im Futter und regt die Neugier der Fische an. Besonders gut bei Karpfen und Weißfischen.

Welche Fische beißen auf welche Futterzutaten?

Die Wahl der Futterzutaten sollte immer auf den Zielfisch abgestimmt sein, da verschiedene Arten unterschiedliche Vorlieben haben.

Karpfen reagieren besonders gut auf süßliche und nussige Aromen wie Kopramehl, PV1, Maiskuchen und geröstetes Erdnussmehl.

Brassen und Rotaugen bevorzugen leichteres, schnell lösendes Futter aus Semmelbröseln und Maismehl, das eine feine Futterfahne im Wasser erzeugt.

Schleien mögen erdige, schwere Mischungen mit Brotmehl und Kopramehl, die auf dem Grund bleiben.

Für Weißfische allgemein sind gefärbte Brösel und Maisgriess als visuelle Reize sehr effektiv.

Jeder Fisch mag eigene Futterzutaten

Worauf sollte man bei der Auswahl von Futterzutaten achten?

Die richtige Auswahl der Futterzutaten hängt von mehreren Faktoren ab, die du vor dem Angeln sorgfältig abwägen solltest.

  • Zielfisch: Passe Aroma, Textur und Gewicht des Futters an die Vorlieben deines Zielfisches an. Was Karpfen anzieht, schreckt Weißfische möglicherweise ab.
  • Gewässertiefe und Strömung: In tiefem oder strömendem Wasser brauchst du schwereres, besser bindendes Futter. In flachem, stillem Wasser reicht lockeres, schnell lösendes Material.
  • Wassertemperatur: Bei kaltem Wasser fressen Fische weniger aktiv. Verwende dann weniger und leichter verdauliche Zutaten, um die Fische nicht zu sättigen.
  • Frische: Futterzutaten sollten trocken und kühl gelagert werden. Ranzige oder feuchte Zutaten können Fische abschrecken statt anlocken.
  • Mischungsverhältnis: Zu viel bindendes Material macht das Futter zu hart, zu wenig lässt es zu schnell zerfallen. Übe das Mischen vor der Tour, um die richtige Konsistenz zu finden.

Was kosten Futterzutaten in der Regel?

Futterzutaten sind im Vergleich zu fertigem Angelfutter sehr günstig. Einfache Brösel wie Semmelbrösel oder Maismehl kosten zwischen 1 und 3 Euro pro Kilogramm und sind oft auch im Supermarkt erhältlich.

Speziellere Zutaten wie PV1, Kopramehl oder geröstetes Erdnussmehl aus dem Angelhandel liegen zwischen 3 und 8 Euro pro Kilogramm. Maiskuchen und Maisgriess bewegen sich im mittleren Bereich zwischen 2 und 5 Euro pro Kilogramm.

Wer sein Futter selbst mischt, spart gegenüber Fertigfutter deutlich und kann Rezeptur und Aroma genau auf seinen Zielfisch abstimmen. Eine gut ausgestattete Grundauswahl für den Einstieg ist bereits für 20 bis 40 Euro zusammenzustellen.

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