Die Auswahl einer Reitschutzweste orientiert sich an zwei Kriterien: Die Art des Schutzes und das Schutzniveau.

DIE SCHUTZART: REITSCHUTZWESTE ODER RÜCKENPROTEKTOR

Es gibt zwei Arten von Schutzkleidung: Reitschutzwesten und Rückenprotektoren: 

REITSCHUTZWESTE:

Reitschutzwesten wurden entwickelt, um den Oberkörper des Reiters bei einem Sturz zu schützen. Sie schützt den Rumpf und den Rücken. Bestehend aus mehreren Schichten speziellen Schaumstoffs, der Stöße im Fall eines Sturzes dämpfen und absorbieren soll, bietet die Reitschutzweste einen guten Schutz der Wirbelsäule, der Nieren, des Brustkorbs und der Bauchorgane. 

 

RÜCKENPROTEKTOREN:

Im Unterschied zur Reitschutzweste schützen Rückenprotektoren ausschließlich den Rücken. Ein Rückenprotektor besteht entweder aus einer starren aber beweglichen Schale, oder aus einer weicheren Schaumstoffplatte, die in eine weiche Weste eingeschoben wird. Die Einstellung erfolgt auf der Vorderseite mithilfe von Brustgurten - je nach Modell. Die Protektoren wurden speziell entwickelt, um mehr Komfort zu bieten als Reitschutzwesten, da sie die Bewegungsfreiheit weniger einschränken. Sie sind diskreter und weniger störend, man sollte jedoch nicht vergessen, dass ihre Schutzklasse im Vergleich zu Reitschutzwesten niedriger ist. 

Reitschutzweste Safety

SCHUTZKLASSE

Bei den Westen wird die Schutzklasse anhand von drei Kategorien klassifiziert:

 

- Schutzklasse 1: Mindestschutz für professionelle Jockeys (in unserem Sortiment gibt es keine Klasse 1).

 

- Schutzklasse 2: Ein angemessener Schutz für Reitsportarten mit mittlerem Risiko. Sie entspricht dem Mindestschutz, der Freizeitreitern, Einsteigern oder fortgeschrittenen Reitern, die im Verein reiten, empfohlen wird - unabhängig von der Reitsportart.

 

- Schutzklasse 3: Höherer Schutz für Freizeit- und Turnierreiter. Sie bietet sich auch für Menschen an, die in direktem Kontakt mit Pferden arbeiten und sich vor Huftritten schützen möchten. Diese Schutzklasse wird für Kutschenfahrer und Vielseitigkeitsreiter empfohlen.  

 

Die Rückenprotektoren sind für das Reiten auf Expertenniveau zertifiziert, nämlich auf Basis der Norm EN1621-2: für Rückenprotektoren für Motorradfahrer, die gegen mechanische Stöße schützen. Aufgepasst, es handelt sich um eine andere Zertifikation, als diejenige der Sicherheitsschutzwesten und daher entspricht die Schutzklasse 2, von der hier die Rede ist, nicht der Schutzklasse 2 der Reitschutzwesten. Sie sind bei Turnieren nicht erlaubt, bei diesen ist das Tragen einer Reitschutzweste mit Schutzklasse 3 erforderlich: für Vielseitigkeitsreiter bei einem Turnier und bei der Marathonprüfung bei Fahrprüfungen.

Die richtige Wahl der Reitschutzweste und Rückenprotektoren für das Reiten

DIE RICHTIGE GRÖSSE WÄHLEN 

Damit dein Rückenschutz gut passt, ist es wichtig, dass du die passende Größe wählst und dabei die folgenden Maße berücksichtigst:- Brustumfang- Taillenumfang- der Abstand Schulter-Taille 

Der Taillen- und Brustumfang kann bei den meisten Modellen mithilfe von Schnallen und Klettbändern verstellt werden. Man darf sich jedoch auch nicht hinsichtlich der Rückenlänge irren. Eine zu lange Weste verhindert, dass du dich in den Sattel setzen kannst und eine zu kurze Weste schützt deine Nieren nicht.

Unabhängig davon, ob du eine Reitschutzweste oder einen Rückenprotektor ausgesucht hast, ist es immer wichtig diese gut anzupassen, damit er oder sie seine Funktion optimal erfüllen kann. Denn um wirklich effizient zu sein muss die Schutzbekleidung so nah wie möglich am Körper getragen werden.

Die Weste muss direkt über deinem Polohemd oder Pulli getragen werden. Im Winter sollte die Reitschutzweste nicht über der Jacke getragen werden.

Einige Modelle sind mit einem Reißverschluss auf der Vorderseite ausgestattet, dank dem die Weste nur einmal eingestellt werden muss und danach an- und ausgezogen werden kann, ohne dass man die Einstellungen erneut vornehmen muss. Einige Modelle verfügen auch über visuelle Anhaltspunkte, die angeben, ob die Weste gut sitzt (der rote Bereich muss vollständig bedeckt sein).

Wenn deine Weste zu eng ist, könnte sie deine Bewegungen und deine Atmung einschränken. Und im Gegensatz dazu könnte eine zu weite Weste im Fall eines Sturzes nicht mehr wirksam sein, denn sie könnte verrutschen und die verstärkten Bereiche würden nicht mehr die Körperteile schützen, die sie vor allem schützen sollen.

 

Nachfolgend siehst du drei Bilder. Das erste Bild zeigt die Größentabelle für die Reitschutzweste Smart-Rider Kinder, das zweite Bild zeigt die Größenhilfe für die Reitschutzweste Smart-Rider Erwachsene und das dritte Bild zeigt die Größentabelle für die Reitschutzweste Safety.

Größenhilfe Smart-Rider
Die richtige Wahl der Reitschutzweste und Rückenprotektoren für das Reiten

Valério

Produktmanager Fouganza

Damit sie ihre Wirksamkeit nicht verliert, muss die Reitschutzweste vor Feuchtigkeit und Hitze geschützt aufbewahrt werden. Um deine Reitschutzweste oder deinen Rückenprotektor zu reinigen, kannst du einen feuchten Schwamm verwenden und sie an der Luft trocknen lassen. Einige Modelle können mit Hand gewaschen werden. Aufgepasst: jeder Rückenprotektor und jede Reitschutzweste, die einen Stoß erlitten hat, muss unbedingt ersetzt werden, denn die Schutzschaumlagen könnten durch den Stoß beschädigt worden sein.