Sicher klettern und bergsteigen: Welcher Helm passt zu dir? 

Egal, ob einfache Wandertour oder anspruchsvolle Kletterroute, Anfänger oder Profi – Sicherheit ist beim Bergsteigen das A und O. In alpinem Gelände, wo schon kleine Steine zu schweren Verletzungen führen können, schützt ein Kletterhelm deinen Kopf zuverlässig. Welches Helmmodell zu dir passt und worauf du beim Bergsteigen sonst noch achten solltest, erfährst du hier!

Sicher Klettern und Bergsteigen: So findest den richtigen Helm

das wichtigste in kürze

• Wer eine Bergtour plant, sollte das passende Equipment mitnehmen. Dazu gehören unter anderem ein guter Sonnenschutz, ausreichend Wasser, eine Wanderkarte und geeignetes Schuhwerk.
• Aber nicht nur die Ausrüstung muss stimmen. Dein besonnenes Verhalten bestimmt maßgeblich darüber, wie sicher deine Klettertour verläuft.
• Nicht nur für Kletterer und Bergsteiger eignet sich ein Helm. Auch Wanderer, die in alpinem Gelände unterwegs sind, ist ein Kopfschutz sinnvoll.
• Der Helm passt dann richtig, wenn er auch bei geöffnetem Kinnriemen noch fest auf deinem Kopf sitzt.

inhaltsverzeichnis

Was brauche ich zum Bergsteigen?

Was muss ich beim Bergsteigen beachten?

Wann macht es Sinn, einen Kletterhelm zu kaufen?

Wie muss der Kletterhelm sitzen?

Welcher Kletterhelm passt zu mir? 

Was brauche ich zum Bergsteigen?

In Sachen Bergsteigen gilt: Vorbereitung ist alles. Um für jeden Fall gerüstet zu sein, solltest du dich vor der Tour genau informieren, welche Ausrüstung benötigt wird – für eine leichte Tour brauchst du in der Regel weniger Gepäck als zum Sportklettern. Einige grundlegende Dinge sollten jedoch in keinem Wanderrucksack fehlen:

Frau mit Sonnenbrille für das Bergsteigen

Sonnenschutz

Nicht nur im Sommer ist ein mittlerer bis starker Sonnenschutz beim Bergsteigen unverzichtbar, denn die Höhensonne brennt ganz besonders erbarmungslos. Auch eine Sonnenbrille sollte nicht fehlen, um die Augen vor schädlicher UV-Strahlung zu schützen.

Mann trinkt Wasser

Wasser

Auch wenn die Wasserflaschen das Gewicht des Rucksackes ordentlich beschweren, dürfen sie unterwegs keinesfalls fehlen. Je nach Routenlänge und Temperatur sollten mindestens (!) ein bis zwei Liter pro Person mitgenommen werden.

Wanderkarte

Wanderkarte

Um die Orientierung unterwegs nicht zu verlieren, darf eine Wanderkarte nicht fehlen. 

Erste Hilfe Set

Erste-Hilfe-Set

Um kleine Verletzungen direkt vor Ort verarzten zu können, gehört ein Erste-Hilfe-Set in jeden Wanderrucksack. Außerdem solltest du stets die Möglichkeit haben, im Notfall Hilfe rufen zu können. Dein Smartphone ist daher ein wichtiger Begleiter.

Wechselkleidung

Wechselkleidung

Um in Pausen ein Auskühlen des Körpers im durchgeschwitzten Shirt zu verhindern, sollte zumindest für den Oberkörper an die Mitnahme von Wechselkleidung gedacht werden.

Wanderschuhe

Geeignetes Schuhwerk

Bestenfalls handelt es sich dabei um stabile Wanderschuhe, die bis über die Knöchel gehen. Die Schuhe sollten unbedingt vor der ersten Wanderung eingelaufen werden; für den Notfall lohnt es sich außerdem, ein paar Blasenpflaster einzupacken.

Was muss ich beim Bergsteigen beachten?

Um beim Bergsteigen sicher am Ziel anzukommen, ist nicht nur das richtige Equipment entscheidend. Auch ein besonnenes Verhalten und eine gute Vorbereitung tragen maßgeblich dazu bei, die Sicherheit vor Ort zu erhöhen. 

Die 10 wichtigsten Verhaltensregeln beim Wandern und Bergsteigen:

1. Informiere dich vor dem Start darüber, welche Sicherheitsausrüstung benötigt wird.
2. Ohne gute Sicht steigt die Verletzungsgefahr beim Bergwandern erheblich. Starte deine Tour deshalb frühzeitig, um vor Anbruch der Dunkelheit zurück zu sein.
3. Kommst du langsamer voran als erwartet, drehe notfalls vor Sonnenuntergang wieder um.
4. Bedenke bei der Planung der Tour nicht nur dein eigenes Fitnesslevel, sondern auch das deiner Begleiter. Orientiert euch am „schwächsten“ Mitglied der Gruppe.
5. Behalte deine körperliche Verfassung unterwegs im Auge und breche die Tour bei Bedarf lieber ab, als dich zu überanstrengen.
6. Kontrolliere vor dem Start die Wettervorhersage für den jeweiligen Tag und reagiere unterwegs frühzeitig auf Veränderungen.
7. Achte darauf, langsam und vorsichtig zu gehen – auch wenn ein plötzlicher Wetterumschwung Grund zur Eile gibt.
8. Bleibe wenn möglich auf den gekennzeichneten Wegen und trage stets eine Karte oder ein Handy mit GPS bei dir, um die Orientierung nicht zu verlieren.
9. Achte darauf, keine Steine loszutreten und wirf diese keinesfalls „zum Spaß“ bergab. Schon ein kleiner Stein kann eine regelrechte Gerölllawine auslösen und zu einer Gefahr für dich und andere werden.
10. Solltest du allein unterwegs sein, solltest du eine Person „am Boden“ informieren, bei der du dich an- und abmeldest. So kannst du sicher sein, dass Hilfe gerufen wird, falls du aus irgendeinem Grund nicht zurückkommen solltest.

Und zu guter Letzt: achte stets darauf, deinen Müll nach einer Rast wieder mitzunehmen und fachgerecht zu entsorgen. Damit schützt du zwar nicht dich oder deine Begleiter – dafür aber die Umwelt. 

Bergsteigen

Die kostenlose App „Hilfe im Wald“ kann im Unglücksfall dazu genutzt werden, um mithilfe des Handystandorts den nächsten Rettungspunkt zu finden. Außerdem werden der Rettungsdienst und die Polizei auf Knopfdruck direkt an den entsprechenden Ort gerufen.

Wann macht es Sinn, einen Kletterhelm zu kaufen?

Wie heißt es so schön: Der wichtigste Muskel beim Klettern ist der Kopf. Um den zu schützen, gehört ein Helm für Hobby- und Profikletterer zur absoluten Grundausstattung. Doch auch für Bergsteiger und Wanderer, die bevorzugt in alpinen Gegenden unterwegs sind, lohnt sich die Investition in einen hochwertigen Kopfschutz.

Frau mit Kletterhelm

Wie muss der Kletterhelm sitzen?

Ein guter Kletterhelm muss vor allem eins: richtig sitzen. Ein perfekter Helm passt zu deinem Kopfumfang. Die Helmweite kannst du meist mittels eines Verstellsystems (z.B. Ratsche oder Drehrad) anpassen. Optimalerweise befindest du dich dabei im unteren bzw. mittleren Einstellungsbereich, so dass auch noch eine Mütze unter den Helm passt.

Auch der Kinngurt sollte für bestmöglichen Komfort bequem sitzen. Stelle ihn so ein, dass die seitlichen Gurtbänder an deinen Ohren vorbeilaufen und darunter zusammenkommen. Bei geschlossener Schnalle solltest du noch ungefähr einen fingerbreit Bewegungsspielraum haben.

Ein ideal eingestellter Kletterhelm bleibt auch dann auf deinem Kopf, wenn du diesen mit geöffnetem Kinnriemen schüttelst oder dich vornüberbeugst.

Welcher Kletterhelm passt zu mir?

Polycarbonat oder ABS? Hinter diesen technischen Materialbezeichnungen verbergen sich diverse Vor- und Nachteile. Welches Material eignet sich also am besten?

Die Auswahl eines geeigneten Helms zum Klettern oder Bergsteigen erfolgt anhand der Herstellungstechnik. Hierbei gibt es zwei Varianten:

SCHALE AUS THERMOLPLASTISCHEM KUNSTSTOFF (ABS)
Der im Inneren des Helms angebrachte Schaumstoff aus Polystyrol dient als Stoßdämpfer, während die Außenhülle aus ABS bereits zu einem günstigen Preis eine gute Robustheit gewährleistet. Somit eignet sich diese Art von Helmen vor allem für Kinder, Gruppen und den gelegentlichen Gebrauch.

SCHALE AUS POLYCARBONAT
Bei dieser neueren Technik wird eine dünne Außenhülle aus Polycarbonat auf den inneren Polystyrol-Schaumstoff aufgetragen. Dadurch ist diese Art von Helmen besonders leicht und bietet durch Verformung hervorragende stoßdämpfende Eigenschaften. Helme aus Polycarbonat eignen sich vor allem zum Bergsteigen sowie zur regelmäßigen Verwendung.