PFLEGE VON NEUEN LEDERSACHEN

Neue Ledersachen verfügen noch über ihre ganz natürliche Feuchtigkeit, es braucht daher keine Feuchtigkeit durch Glycerinseife zugeführt werden.Im Gegenteil kann Glycerinseife die Farbe von Leder mit natürlicher Oberfläche (Anilin) verändern, vor allem solches in den Farben Dunkelbraun und Havanna.

Andererseits ist neues Leder auf natürliche Weise trocken und steif und muss vor dem ersten Gebrauch geschmeidig gemacht werden. Hierfür kannst du mit einem sauberen Lappen etwas farbneutrales Lederöl auf die Ober- und Unterseite des Leders auftragen. Das Öl zieht in das Leder ein und macht es weich.Wenn das Leder nach der Behandlung immer noch zu steif erscheint, kannst du den Vorgang ruhig so oft wiederholen, bis es die gewünschte Geschmeidigkeit erreicht hat.

Die Sitzfläche und die Pauschen deines Sattels solltest du allerdings nicht mit Öl behandeln, da sie dadurch rutschig werden können.

Anschließend solltest du dein Lederzeug an einem wohltemperierten, sonnengeschützten Ort einen Tag lang trocknen lassen. Auf diese Weise hast du lange Freude an deinen Sätteln und Zaumzeugen und das Leder erhält eine schöne Patina.

PFLEGE VON ALTEM LEDERZEUG

Du hast dich also entschlossen, deine alten Ledersachen vom Speicher zu holen, wo sie jahrelang gelagert wurden. Sie sind von einer dicken Staubschicht überzogen und das Leder ist sehr trocken. Wie kann man es wieder gebrauchsfähig machen? Nichts leichter als das.Entferne zuerst mit einem feuchten Schwamm den Staub. Anschließend kannst du dein Lederzeug mit einer entfettenden Lotion einer Tiefenreinigung unterziehen.Zum Schluss trägst du Öl auf und schon ist das Leder wieder geschmeidig.Vergiss nicht, es vor dem Auftragen von Öl bei Raumtemperatur trocknen zu lassen.

PFLEGE VON VERSCHIMMELTEN LEDERSACHEN

Leder, das zu lange in einer feuchten Umgebung wie z.B. einem Keller oder einem Schuppen gelagert wird, kann schimmeln.Der Schimmel äußert sich in einer feinen Schicht aus grünlichen Schuppen auf der Lederoberfläche: Hierbei handelt es sich um Pilze.Um verschimmeltes Leder wieder gebrauchsfähig zu machen, behandle es nicht mit Fettstoffen (Öl, Fett oder Balsam), denn dadurch können sich die Pilze noch vermehren.Wir empfehlen, den Schimmel lediglich mit einer weichen Bürste zu entfernen. Etwaige Schimmelreste kannst du mit Glycerinseife beseitigen.

PFLEGE VON LEDER NACH EINEM RITT AM MEER

Am Meer haben Pferd und Reiter einen Heidenspaß dabei, ins Wasser zu gehen und am Strand zu galoppieren. Ein Augenblick purer Freude - jedoch nicht unbedingt für Sattel und Zaumzeug.Sand - häufig feucht - kann eine ziemlich ätzende Wirkung haben und lagert sich vor allem überall am Sattel und an den besonders empfindlichen Nähten ab. Zurück im Stall, sollte er mit einer weichen Bürste abgebürstet werden, wobei den Metallteilen und Nähten besondere Aufmerksamkeit geschenkt werden sollte.Wenn dein Sattel und deine Trense Meerwasser abbekommen haben, empfehlen wir, sie mit einem feuchten Schwamm abzuwischen, denn Salzwasser kann dem Leder Farbe entziehen.

Trick: Falls deine Ledersachen durch Meerwasser an Farbe verloren haben, kannst du die ursprüngliche Farbe ganz einfach wieder herstellen, indem du etwas Schuhcreme auf das leicht feuchte Leder aufträgst. Um überschüssige Schuhcreme zu entfernen und die Pflege perfekt zu machen, kannst du es anschließend mit einem Balsam behandeln.

PFLEGE VON LEDERSACHEN NACH EINEM RITT IM REGEN

Wenn du im Regen geritten bist, kann es sein, dass dein Sattel und deine Trense Tropfenspuren aufweisen. Reibe sie daher mit einem feuchten Schwamm ab, noch bevor das Leder getrocknet ist und die Tropfen sich darin „einbrennen“.Anschließend kannst du es mit einem schützenden Lederfett einreiben.Gegen bereits vorhandene Tropfenspuren hilft Glycerinseife.

PFLEGE VON LEDER NACH EINEM STARKEN REGENGUSS

Nach einem starken Regenguss muss das Leder erst einmal langsam trocknen, damit es nicht hart wird.Anschließend kannst du ein Lederfett auftragen, das wie eine Oberflächenbehandlung wirkt und vor Abrieb schützt.

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