acro yoga für anfänger

Warum Acroyoga mehr ist als Yoga zu zweit

Lust auf Schweben, Vertrauen und jede Menge Spaß? Acroyoga ist die perfekte Mischung aus Yoga, Akrobatik und Teamwork.

Was ist Acro und AcroYoga?

Acroyoga ist eine Kombination aus Akrobatik, Yoga und manchmal auch therapeutischen Elementen. Klingt ein wenig ungewöhnlich? Ist es auch, aber auf die beste Art! Zwei (oder mehr) Personen arbeiten dabei eng zusammen, um Bewegungen und Posen auszuführen, die teilweise ganz schön spektakulär aussehen. Der eine hebt, der andere fliegt und beide lernen, sich zu vertrauen.

Beim klassischen Acro liegt der Fokus eher auf der akrobatischen Seite. Das heißt: dynamische Bewegungen, Hebefiguren, Balance und Körperspannung pur. Acroyoga bringt zusätzlich noch die ruhige, achtsame Welt des Yoga mit rein.

Das sorgt für mehr Balance, nicht nur körperlich, sondern auch mental. Also: keine Angst: Du musst kein Zirkusartist sein. Viel wichtiger sind Vertrauen, Kommunikation und Lust auf Bewegung.

Woher kommt AcroYoga?

Auch wenn die fliegenden Figuren eher modern wirken: Die Wurzeln reichen weit zurück. Schon in alten indischen Yogatexten findet man Übungen zu zweit, hauptsächlich zur Unterstützung bei Meditation und Dehnung. Die moderne Form, wie wir sie heute kennen, entwickelte sich aber erst in den vergangenen Jahrzehnten.

In den 1990ern begannen Yogalehrer und Akrobaten in den USA, die Elemente von Partnerakrobatik und Yoga miteinander zu verschmelzen. Daraus entstand Acroyoga, eine Disziplin, die heute weltweit praktiziert wird. Heute gibt es Workshops, Festivals und sogar Retreats, bei denen sich alles um AcroYoga.

acroyoga

Was braucht man für AcroYoga?

Das Beste vorweg: Du brauchst nicht viel. Keine Geräte, keine Hightech-Matten, nur eine bequeme Unterlage. Du kannst eine Yogamatte oder eine dünne Turnmatte nehmen und schon kann es losgehen.

Darüber hinaus benötigst du:

  • bequeme Kleidung, die jede Bewegung mitmacht
  • einen Partner oder eine Partnerin, am besten jemanden, dem du vertraust
  • etwas Platz, sei es im Park, Studio oder einfach ein großer Raum
  • und: Spaß an der Bewegung.
Ein Spotter, eine Person, die auf euch aufpasst,  ist vor allem am Anfang sinnvoll. Er hilft dabei, sicher zu üben und Verletzungen zu vermeiden. Gerade beim Einstieg in neue Acroyoga-Figuren kann das Gold wert sein!

Wie heißt Yoga zu zweit?

Ziemlich simpel: Yoga zu zweit nennt sich oft einfach Partner-Yoga oder eben Acroyoga, wenn es akrobatischer wird. Der Unterschied? Beim Partner-Yoga bleibt ihr eher am Boden und unterstützt euch bei klassischen Yogaposen. Beim Acroyoga hebt eine Person (die „Base“) die andere (den „Flyer“) in die Luft.

Diese Dynamik macht den Reiz aus. Du lernst nicht nur, deinen Körper zu kontrollieren, sondern auch, anderen zu vertrauen, dich abzugeben, loszulassen oder selbst zu tragen. Es ist ein wunderschöner Tanz aus Kraft, Balance und Vertrauen.

Für wen ist Acroyoga geeignet?

AcroYoga eignet sich für fast jeden. Du musst weder super sportlich sein noch jahrelange Yogaerfahrung mitbringen. Was zählt, ist die Bereitschaft, dich auf etwas Neues einzulassen und gemeinsam zu lernen.
Acroyoga ist ideal für:

  • Paare oder Freunde, die sich näherkommen wollen
  • Sportbegeisterte, die mal etwas anderes ausprobieren möchten
  • Yogis, die mehr Dynamik und Körperkontakt suchen
  • Anfänger, die offen für etwas Neues sind
  • Kinder und Familien, die spielerisch Bewegung erleben wollen
Natürlich hilft eine gewisse Grundfitness, gerade bei komplexeren Acroyoga-Figuren. Aber der Einstieg ist auch mit einfachen Posen möglich. Und: Es gibt keine Altersgrenze. Du bist nie zu alt (oder zu jung), um gemeinsam abzuheben.

Die wichtigsten Acroyoga-Figuren

Zu den beliebtesten Acroyoga-Figuren, die du mit etwas Übung selbst ausprobieren kannst, gehören: 

  1. Bird (Der Vogel)
    Die wohl bekannteste Pose: Der Flyer liegt mit Bauch nach unten auf den Füßen der Base und „fliegt“. Eine super Einstiegsfigur, bei der du Balance und Körperspannung trainierst.
  2. Throne (Der Thron)
    Hier sitzt der Flyer wie auf einem Stuhl, allerdings auf den Füßen der Base. Das sieht cool aus und stärkt deine Körpermitte.
  3. Star (Der Stern)
    Etwas fortgeschrittener: Der Flyer wird mit ausgestreckten Armen und Beinen „in die Luft gekippt“. Sieht aus wie ein Stern und fühlt sich genauso frei an.
  4. Shoulderstand (Schulterstand auf den Händen)
    Ein bisschen Mut brauchst du hier: Der Flyer steht kopfüber auf den Händen der Base. Eine tolle Übung für Balance, Mut und Vertrauen.
  5. Folded Leaf (Gefaltetes Blatt)
    Eine entspannte therapeutische Figur: Der Flyer hängt nach vorn gebeugt über die Füße der Base, ideal zum Dehnen und Loslassen.
Und das ist nur der Anfang! Es gibt unzählige Acroyoga-Figuren, von verspielt bis spektakulär. Viele lassen sich zu kleinen Flows verbinden, fast wie ein tänzerischer Ablauf in der Luft.

Acroyoga ist Bewegung, Vertrauen und Verbindung in einem. Es stärkt Körper und Geist, fördert Teamwork und lässt dich über dich hinauswachsen – manchmal sogar im wörtlichen Sinn.

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