Ein Crashpad ist wichtig, um Stürze zu sichern

Wie findet man das passende Crashpad? Unser Leitfaden zur Bouldermatte

Das richtige Crashpad schützt dich beim Outdoor-Bouldern zuverlässig vor Sturzverletzungen. Im Ratgeber erfährst du, worauf es bei der Wahl der Bouldermatte ankommt.

Was ist ein Crashpad?

Ein Crashpad ist eine mobile Bouldermatte, die beim Outdoor-Bouldern unter den Felsblock gelegt wird, um Stürze abzufangen und die Aufprallenergie zu dämpfen. Im Gegensatz zu fixen Hallenmatten lässt sich ein Crashpad zusammenfalten, auf dem Rücken transportieren und flexibel am Fels positionieren.

Es besteht aus mehreren Schichten unterschiedlich harter Schaumstoffe: Die obere Lage verteilt die Sturzenergie, die weichere Schicht darunter absorbiert sie. Ein Crashpad ist beim Outdoor-Bouldern keine optionale Ausrüstung, sondern ein grundlegendes Sicherheitsmittel.

Welche Arten von Crashpads gibt es?

Crashpads lassen sich nach ihrer Faltmethode in zwei Kategorien einteilen, die sich auf das Klappprinzip und die Einsatzeigenschaften auswirken.

Crashpads können ganz einfach auf dem Rücken getragen werden

Taco-Crashpads

Taco-Crashpads werden wie eine Tortilla aufgerollt statt geklappt. Das bedeutet: Die Fläche ist durchgehend und ohne Mittelspalt, was das Risiko des Umknickens beim Landen deutlich reduziert. Zudem entsteht beim Aufrollen ein schmaler Spalt, in dem du Boulderschuhe und Chalkbag verstauen kannst.

Der Nachteil: Das Aufrollen muss immer in dieselbe Richtung erfolgen, sonst bricht die harte Schaumstoffschicht. Taco-Pads sind besonders beliebt für Highball-Boulder, wo ein spaltfreier Landeplatz besonders wichtig ist.

Eine Gruppe von Freunden nutzt beim Bouldern ein Crashpad

Burrito-Crashpads

Burrito-Crashpads werden wie ein Buch geklappt, wodurch sie durch die Mitte zusammengefaltet werden. Diese Bauweise macht sie kompakter und einfacher zu handhaben, da du die Faltrichtung nicht beachten musst.

Der Nachteil: Im zugeklappten Zustand entsteht an der Faltkante ein kleiner Spalt, der beim Landen theoretisch ein leichtes Umknicken begünstigen kann. Burrito-Pads sind die am weitesten verbreitete Bauform und eignen sich gut für die meisten Bouldergebiete und Einsteiger.

Ein Mann klettert an einem Felsen und hat ein Crashpad unter sich

Wie wählt man ein Crashpad aus?

Die richtige Bouldermatte hängt von Geländetyp, Transportweg und Boulderfrequenz ab. Auf diese Punkte solltest du beim Kauf achten:

  • Schaumstoffqualität: Ein hochwertiger PE- und PU-Schaumstoffkomplex aus mindestens zwei Lagen ist entscheidend für eine effektive Dämpfung. Günstige Pads sparen oft genau hier und verlieren schnell ihre Schutzwirkung.
  • Größe und Dicke: Für Standardboulder reichen 100 x 100 cm und 8 bis 10 cm Dicke. Für höhere oder anspruchsvollere Routen sollte das Pad größer und dicker sein.
  • Tragesystem: Stabile, gepolsterte Schultergurte und ein Hüftgurt sind bei längeren Zustiegen unverzichtbar. Die Gurte sollten sich beim Bouldern abnehmen lassen.
  • Rutschfestigkeit: Die Unterseite muss auf dem Untergrund stabil bleiben, damit das Pad beim Landen nicht verrutscht. Eine strukturierte oder gummierte Unterseite hilft dabei.
  • Extras: Ein integrierter Teppich zum Reinigen der Boulderschuhe, seitliche Taschen für Bürsten und Verbindungsmöglichkeiten mit anderen Pads sind praktische Zusatzfeatures.

Eine Freundesgruppe transportiert Crashpads

Wie groß sollte ein Crashpad zum Bouldern sein?

Als Faustregel gilt: Ein Standard-Crashpad mit einer Fläche von etwa 100 x 100 cm und einer Dicke von 8 bis 10 cm reicht für Einsteiger und gelegentliches Bouldern auf niedrigen Felsblöcken vollkommen aus.

Wer regelmäßig bouldert, anspruchsvollere Routen projiziert oder auf unebenem Untergrund klettert, profitiert von einem größeren Pad ab 110 x 100 cm und 12 cm Dicke. Für Highball-Boulder, bei denen du aus größerer Höhe fällst, sollte das Crashpad so groß wie möglich sein, und idealerweise mehrere Pads kombiniert werden, um die Landefläche zu maximieren.

Was kostet eine Bouldermatte?

Einfache Einsteiger-Crashpads mit grundlegender Dämpfung sind bereits ab etwa 60 bis 100 Euro erhältlich und eignen sich gut für gelegentliches Bouldern auf niedrigen Felsen. Im mittleren Segment zwischen 100 und 200 Euro findest du Pads mit besserem Schaumstoffsystem, größerer Fläche und komfortablerem Tragesystem, die sich für regelmäßiges Outdoor-Bouldern klar lohnen.

Professionelle Crashpads für ambitionierte Boulderer mit großen Landeflächen und hochwertigem Dämpfungssystem kosten zwischen 200 und 400 Euro.

Bei Decathlon erhältst du Crashpads mit 1 m × 1 m als kompakte Einsteiger- und Zusatzpads sowie Matten ab 1,4 m × 1,1 m Fläche und dreischichtigem Schaumstoffsystem für etwa 180 Euro.

Wie transportiert man Crashpads am besten?

Crashpads sind sperrig, aber gut durchdachte Tragesysteme machen den Transport deutlich angenehmer. Die meisten Pads lassen sich zusammengefaltet wie ein Rucksack auf dem Rücken tragen, wobei das Innenleben des zugeklappten Pads als Stauraum für Schuhe, Kleidung und Ausrüstung dient. Auf diese Punkte solltest du beim Transport achten:

  • Schultergurte abnehmen: Vor und während des Boulderns die Gurte abnehmen oder wegsichern, damit sie nicht im Weg hängen oder sich in Felsstrukturen verfangen.
  • Gewicht begrenzen: Das Gesamtgewicht von Pad plus Stauraum sollte 15 Kilogramm nicht überschreiten, da längere Zustiege sonst schnell ermüdend werden.
  • Hüftgurt nutzen: Bei längeren Zustiegswegen nimmt ein Hüftgurt einen Großteil des Gewichts von den Schultern und macht den Transport deutlich komfortabler.
  • Mehrere Pads aufteilen: Wer in der Gruppe bouldert, sollte die Pads auf mehrere Personen aufteilen, damit niemand zu schwer bepackt ist und alle sicher am Fels ankommen.

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