3 Frauen und 1 Mann am Segeln. Was hilft gegen Seekrankheit

Was sind die besten Mittel gegen Seekrankheit und wie kannst du gegen das unangenehme Gefühl tun

In diesem Ratgeber erfährst du, wie du mit einer Seekrankheit am besten umgehst. Lerne die Unterschiede zwischen Seekrankheit und Reisekrankheit kennen und erfahre worauf Segler zurückgreifen, um nicht Seekrank zu werden.

Wellen der Übelkeit: Wenn dich die Seekrankheit plagt

Die Seekrankheit ist eine Form der Reisekrankheiten. Sie wird durch immer wiederkehrende Bewegungen auf dem Wasser verursacht. Sie tritt dann auf, wenn das Gehirn widersprüchliche Signale von den Sinnesorganen empfängt.
Während deine Augen vielleicht eine ruhige Umgebung sehen, registrieren das Gleichgewichtsorgan im Innenohr und deine Muskeln die Bewegungen des Schiffs. Diese Diskrepanz führt zu den typischen Symptomen der Seekrankheit: Übelkeit, Schwindel, Erbrechen und Unwohlsein.

Betroffene: Welche Menschen werden seekrank?

Im Prinzip kann jeder Mensch seekrank werden, aber einige sind anfälliger als andere. Zu den Risikogruppen gehören:

  • Kinder: im Alter von zwei bis zwölf Jahren.
  • Frauen: besonders während der Menstruation, Schwangerschaft oder der Einnahme von Verhütungsmitteln.
  • Menschen mit Migräne: Es gibt eine hohe Korrelation zwischen Migräne und Anfälligkeit für Bewegungskrankheit.
  • Personen mit empfindlichem Gleichgewichtssinn: Menschen mit einem empfindlichen Gleichgewichtsorgan oder Gleichgewichtsstörungen und sind prinzipiell anfälliger.
  • Unerfahrene Seereisende: Menschen, die selten oder nie auf See sind, entwickeln häufiger Symptome als erfahrene Segler.

Was wirklich gegen Seekrankheit hilft. Zwei Personen auf einem Segelboot haben die Seekrankheit überwunden

Seekrank – was tun? Was hilft bei starker Seekrankheit?

Bist du einmal seekrank, helfen eigentlich nur Medikamente, um die Symptome zu lindern. Hier sind Antihistaminika wie Dimenhydrinat (Dramamine) oder Meclizin (Bonine) weitverbreitet und gelten als bestes Mittel gegen die Seekrankheit. Zudem gibt es verschreibungspflichtige Medikamente wie Scopolamin-Pflaster, die besonders wirksam sind.
Darüber hinaus kannst du Ingwer in Form von Kapseln, Tee oder Kaugummi einnehmen, das gemeinhin gut gegen Übelkeit hilft. Denk außerdem daran, ausreichend Wasser zu trinken, um bei Erbrechen eine Dehydrierung zu verhindern.
Bleib überdies an Deck und schau auf den Horizont, um deine Sinne zu beruhigen. Musst du liegen, ist ein ruhiger Raum, idealerweise in der Schiffsmitte, die beste Wahl.
Sofern du dich mit Akupressur auskennst, können Akupressurbänder, die Druck auf das P6-Akupressurpunkt (Neiguan) am Handgelenk ausüben, ebenfalls Linderung verschaffen.

Gut zu wissen: Auf welchen simplen Trick greifen Segler zurück, um die Seekrankheit zu vermeiden?

Ein einfacher, aber effektiver Trick, den viele erfahrene Segler nutzen, ist das Fokussieren auf den Horizont. Wenn du auf den Horizont schaust, stabilisierst du deinen Gleichgewichtssinn, da der Horizont ein stabiler Referenzpunkt bleibt.
Das hilft deinem Gehirn, die widersprüchlichen Signale zu verarbeiten und verringert die Wahrscheinlichkeit, seekrank zu werden.

Einfach & effektiv: Wie du der Seekrankheit vorbeugen kannst

Vorbeugung ist auch bei der Seekrankheit das A und O. Sofern du Medikamente hast, denk daran, diese rechtzeitig einzunehmen. Tabletten gegen Seekrankheit solltest du etwa eine Stunde vor dem Boarding einnehmen.
Verzichte vorab auf fettiges, schweres Essen, Alkohol und Koffein. Nimm lieber eine leichte, fettarme Mahlzeiten und Wasser vor und während der Reise zur dir. Auch genügend Schlaf vor der Abfahrt hilft, dein Gleichgewichtssystem weniger zu strapazieren und der Seekrankheit vorzubeugen.
Wenn möglich, solltest du dich in die Mitte des Schiffs setzen, wo die Bewegungen am wenigsten spürbar sind. Halte dich an Deck auf und fixiere den Horizont, um dein Gleichgewichtssystem zu stabilisieren.

Ist Seekrankheit dasselbe wie Reisekrankheit?

Die Seekrankheit ist eine Variante der Reisekrankheit. Obwohl Seekrankheit und Reisekrankheit ähnliche Symptome haben, gibt es Unterschiede. Die Seekrankheit tritt spezifisch auf See oder bei Aktivitäten auf dem Wasser auf. Sie wird durch die rollenden und schaukelnden Bewegungen des Schiffs verursacht.
Die Reisekrankheit, auch Kinetose genannt, kann hingegen in allen Transportmitteln auftreten, darunter in Autos, Bussen, Flugzeugen und Zügen. Sie wird durch jede Art von Bewegung verursacht, die das Gleichgewichtssystem verwirrt. Daher kann es auch in 3D-Kinos, bei der Benutzung von VR-Brillen oder in Fahrsimulatoren zu Symptomen der Reisekrankheit kommen.

Reiseübelkeit ade: Tricks für eine schwindelfreie Fahrt

Reiseübelkeit kann mit ähnlichen Mitteln wie bei der Seekrankheit behandelt werden. Auch hier sorgen Wirkstoffe wie Dimenhydrinat oder Meclizin für eine Linderung.
Wie bei der Seekrankheit können zudem Akupressurbänder und Ingwer als Mittel gegen Reiseübelkeit helfen. Ebenso kommt es auf die Sitzplatzwahl an. Im Auto hilft es, vorn zu sitzen und aus dem Fenster zu schauen. Im Flugzeug ist ein Platz über den Tragflächen ideal.
Um der Reiseübelkeit vorzubeugen, sind auch hier leichte, fettarme Mahlzeiten und genügend Flüssigkeitszufuhr wichtig.
Leg auf Reisen mit dem Pkw Pausen ein, um frische Luft zu schnappen. Wenn du die Möglichkeit hast, leg dich flach auf den Rücken und atme tief ein und aus. Während der Fahrt ist es zudem ratsam, den Kopf möglichst ruhig zu halten und die Augen zu schließen. Damit minimierst du weitere optische Reize, die dein Gehirn anstrengen.
Sorg für entsprechende Ablenkung, indem du Musik oder Podcasts hörst. Es ist allerdings nicht ratsam, im Auto oder Zug Filme auf dem Tablet anzuschauen, wenn du von der Reisekrankheit betroffen bist. So muss dein Gehirn dann noch mehr widersprüchliche Informationen verarbeiten: die fahrende Landschaft, das stehende Innere im Auto oder Zug und der sich bewegende Film auf dem flackernden Bildschirm.

Fazit

Die Hauptursache für Seekrankheit ist die Diskrepanz zwischen den Bewegungen, die deine Augen sehen, und den Signalen, die dein Innenohr und dein Gleichgewichtssinn an das Gehirn senden. Diese widersprüchlichen Informationen führen zu Übelkeit, Schwindel und Unwohlsein. Faktoren wie wenig Erfahrung auf See, ein empfindlicher Gleichgewichtssinn, Müdigkeit, Stress und hormonelle Veränderungen können die Anfälligkeit erhöhen.
Wenn du schon einmal seekrank warst, weißt du, wie unangenehm diese Erfahrung ist. Zum Glück gibt es heutzutage Medikamente, die als bestes Mittel gegen Seekrankheit effektiv helfen. Zudem gibt es einige einfache Maßnahmen wie das Fokussieren auf den Horizont oder natürliche Mittel wie Ingwer, um die Symptome zu lindern.

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