Was ist besser – Joggen in der Natur oder in der Stadt?

Jogger lassen sich aus dem turbulenten Stadtbild nicht mehr wegdenken: Immer mehr Laufbegeisterte entdecken auch die Vorzüge des Trailrunnings. Das Gelände hat einen entscheidenden Einfluss auf die Auswahl deiner Schuhe! Wir zeigen dir, welche Unterschiede zwischen dem Joggen auf Asphalt und in der Natur bestehen und worauf du bei der Auswahl passender Schuhe achten solltest – auch um deine Knie zu schonen! 

Joggen in der Natur oder auf der Straße?

das wichtigste in kürze

• Joggen auf Asphalt und Trailrunning haben jeweils ihre ganz eigenen Vorzüge. Es ist wichtig, die Leistung nur allmählich zu steigern und das passende Schuhwerk zu tragen.
• Laufschuhe für Asphalt benötigen eine exzellente Dämpfung. Auf steinigen Pfaden und in den Bergen stehen ein guter Grip und Stabilität im Vordergrund.
• Um die Knie beim Laufen zu entlasten, sollte der Laufschuh optimal an den Fuß angepasst sein – entscheidend ist hier eine gute Absorption von Erschütterungen.

inhaltsverzeichnis

Was ist besser – Joggen auf Asphalt oder im Wald?

Welche Schuhe für das Joggen auf Asphalt?

Welche Schuhe für das Joggen in der Natur?

Wie wirkt sich Joggen auf Asphalt auf die Knie aus?

Was ist besser – Joggen auf Asphalt oder im Wald?

Selten fängt jemand, der gerade ins Laufen einsteigt, mit Trailrunning an. In der Regel wird zuerst einmal auf asphaltierten oder befestigten Wegen geübt. Die Ausdauer und die Schritttechnik lassen sich am besten auf einem Untergrund trainieren, der wenig bis keine Unebenheiten aufweist.

Das Trailrunning ist wiederum eine ganz eigene Art zu laufen. Hinter der Lust auf Trailrunning steckt oft der Wunsch nach Freiheit und das Bedürfnis, die populären, gut besuchten Strecken zu meiden und immer wieder interessante Gegenden zu entdecken.
Joggen in der freien Natur eignet sich aber nicht für jeden. Man braucht dazu eine spezielle Ausrüstung, um für mehrere Stunden autonom unterwegs sein zu können. Beispielsweise ein zum Terrain passendes Laufschuhwerk, Kleidung, um sich vor eventuellen Wetterumschwüngen schützen zu können, Handy, Snacks etc.

Wie beim Laufen auf Asphalt oder befestigtem Boden solltest du darauf achten, deine Leistung progressiv zu steigern. Beachte dabei die tatsächlich gelaufene Zeit und den Schwierigkeitsgrad der Strecke. Es sollte kein Zwischenschritt ausgelassen werden, schließlich ist das langfristige Ziel, sich nach und nach immer mehr zu steigern. Wenn du dir zu viel auf einmal abverlangst, kannst du unangenehme Überraschungen erleben und dich im schlimmsten Fall in Gefahr bringen.


⇒ Fazit: Mehr Ähnlichkeiten als Unterschiede

Die beiden Disziplinen ähneln sich sehr: Es unterliegt einer gewissen Logik, dass Läufer die Strecken danach aussuchen, was sie bevorzugen oder was die Gelegenheit bietet.

• Für diejenigen, die meistens auf Asphalt laufen, besonders für Marathonläufer, bietet das Trailrunning die Möglichkeit, mal frische Luft zu schnappen und aus dem festen Ritus eines oft genau geplanten Trainings auszubrechen. Dabei lässt sich die Leistung besonders dann steigern, wenn auch Steigungen zu bewältigen sind.

• Für diejenigen, die hauptsächlich Trails laufen, ist der Wechsel auf Asphalt dazu gut, die Lauftechnik zu trainieren und sich aufs spezifische Konditionstraining zu konzentrieren sowie Intervalltraining zu machen (besonders auf der Laufbahn).

Bei organisierten Wettkämpfen in städtischen Gebieten werden sich Trailrunner auch auf Asphalt zurechtfinden werden. Einige Städte bieten mittlerweile urbane Trails. Die beiden Disziplinen sind also durchaus miteinander verwandt und stehen nicht in Konkurrenz. Ob man nun lieber auf befestigten Wegen oder auf Trails läuft – die Motivation fürs Laufen bleibt die gleiche: Es muss Spaß machen! Und ganz wichtig: Du brauchst die passenden Schuhe für den jeweiligen Untergrund.

Zwei Menschen am Joggen

Joggen in der Asphaltlandschaft: Jedes Jahr werden unzählige organisierte Straßenrennen organisiert. 10-Kilometer-Rennen, Halbmarathons, Marathons, Ultramarathons, Rennen nur für Frauen oder Nordic-Walking-Wettkämpfe: Mehr als 20 Millionen Menschen in Deutschland gehen laufen, und immer mehr von ihnen melden sich auch bei Wettkämpfen an. Dabei sind der 10-Kilometer-Lauf und der Halbmarathon die verbreitetsten Formen. 

Welche Schuhe für das Joggen auf Asphalt?

Die meisten Laufschuhe sind für das Laufen auf Straßen optimiert. Zu den Grundeigenschaften straßentauglicher Laufschuhe gehört eine gute Dämpfung. Da Asphalt ein äußerst harter Untergrund ist, wirken hier die Aufprallkräfte sehr stark.

Asphalt-Läufer sind deshalb mit einem sogenannten Neutral-Laufschuh gut beraten. Dieses Standardmodell liefert immer ein gutes Maß an Dämpfung und eignet sich für kurze Joggingrunden ebenso wie für Mittelstrecken- und Langstreckenläufe.

Laufanfängern und Läufern mit höherem Gewicht empfehlen einen maximal gedämpften Laufschuh. Passende Modelle sind hochwertige Neutral-Laufschuhe mit einer Zwischensohle aus speziellem Dämpfungsschaum und weiteren Dämpfungselementen vorne und hinten an der Sohle.

Die Außensohle spielt ebenfalls eine Rolle: Achte bei Laufschuhen für die Straße auf einen guten Grip, damit du mit schnellem Tempo in Kurven gehen kannst und auch auf nassem Boden sicher vorankommst. Eine abriebfeste Außensohle verlängert die Lebensdauer deines Laufschuhs auf Asphalt. 

Mann joggt

Welche Schuhe für das Joggen in der Natur?

Für das Trailrunning eignen sich besonders leichte Laufschuhe mit hoher Dynamik und Griffigkeit. Ein tiefes Profil oder abriebfeste Noppen sorgen für guten Grip in jedem Gelände. Damit dein Fuß bei Trail-Läufen optimal geschützt ist, solltest du zudem auf eine gute Stabilität des Schuhs achten.

Neben gepolsterten Bereichen im Innenschuh geben All-Terrain-Schuhe deinem Fuß durch eine größere Auflagefläche der Sohle mehr Stabilität. Für Trails auf steinigen Wegen und im bergigen Gelände empfehlen wir dir, auch auf guten Halt für deinen Mittelfuß zu achten.  

Frau joggt in der Natur

Wie wirkt sich Joggen auf Asphalt auf die Knie aus?

Immer wieder hört man, dass Joggen auf Asphalt schlecht für die Knie ist: Die Erschütterungen würden die Knorpelschicht abnutzen und so zu Knieschmerzen führen.

Tatsächlich kann Laufen die Gesundheit von Knochen und Gelenken fördern. Denn nur durch Bewegung wird der Knorpel ausreichend mit Nährstoffen versorgt. Wer regelmäßig läuft, sollte jedoch auf die richtigen Laufschuhe für Asphalt achten.

Mit diesen Tipps kannst du Knieschmerzen vorbeugen:

• Wähle Laufschuhe, die Erschütterungen absorbieren und deinen Knorpel schützen. Ideal sind Modelle mit sehr guter Dämpfung und Stabilität, angepasst an deinen Laufstil und dein Körpergewicht.

Steigere dein Trainingspensum nur langsam, damit deine Muskeln, Sehnen und Bänder Zeit haben, sich an die Belastung anzupassen.

• Taste dich beim Wechsel von Asphalt zu Trail behutsam an deine Leistungsgrenze heran. Übertreibst du ungewohnte Bewegungen, riskierst du Schmerzen im Knie.

Leichte Knieschmerzen bei den ersten Laufeinheiten sind normal. Schließlich muss sich dein Körper an die neue Belastung anpassen. In der Regel verschwinden die Probleme nach einigen Tagen von allein. Sollten die Beschwerden über längere Zeit anhalten, empfehlen wir dir, einen Arzt aufzusuchen.

Drei Menschen Joggen