rechts seitenstechen

Autsch! Was tun, wenn Seitenstechen dich ausbremst?

Seitenstechen erwischt Anfänger:innen wie Profis. Erfahre, woher es kommt, wie du es loswirst und was wirklich hilft, damit du schmerzfrei weitertrainieren kannst.

Was ist die Ursache von Seitenstechen?

Ganz genau weiß es die Wissenschaft bis heute nicht. Es gibt jedoch einige Theorien, die ziemlich plausibel klingen. Eine häufige Vermutung: Seitenstechen entsteht durch Reizungen des Bauchfells, genauer gesagt der dünnen Schicht, die deine Bauchorgane umhüllt. Diese kann sich bei Bewegung, hauptsächlich bei intensiver Belastung, leicht entzünden oder überdehnen. Und genau das schmerzt.

Eine andere Theorie bezieht sich auf das Zwerchfell, den Muskel, der beim Atmen eine zentrale Rolle spielt. Wenn du zu flach oder zu schnell atmest, kann das Zwerchfell verkrampfen. Die Folge: ein stechender Schmerz in der Seite, der vorwiegend beim Laufen oder Springen auftritt.

Auch der Magen-Darm-Trakt spielt möglicherweise eine Rolle. Wer kurz vor dem Training zu viel gegessen oder zu wenig getrunken hat, bringt das System aus dem Gleichgewicht. Der Körper braucht dann mehr Blut für die Verdauung, und das fehlt in den Muskeln. Ergebnis: Seitenstechen.

Was bedeutet ein Stechen in der Seite?

Das Stechen in der Seite ist meist ein Hinweis darauf, dass du deinen Körper gerade überforderst oder nicht optimal vorbereitet hast. Es ist kein Zeichen von Krankheit, sondern eher ein Warnsignal.

In den meisten Fällen ist Seitenstechen harmlos und verschwindet von selbst, sobald du langsamer wirst oder eine kurze Pause einlegst. Es hat nichts mit ernsthaften Organproblemen zu tun, aber es kann verdammt unangenehm sein.

Wenn du allerdings Seitenstechen ohne Anstrengung bekommst, also im Sitzen oder bei ganz normalem Gehen, solltest du das ärztlich abklären lassen. Das ist ungewöhnlich und kann auf andere Ursachen hinweisen, wie etwa Muskelverspannungen, Nervenreizungen oder Probleme mit inneren Organen.

seitenstechen rechts ohne anstrengung

Stechen an der Seite: Was kann man gegen Seitenstechen tun?

Wenn es dich erwischt, heißt es: Tempo rausnehmen und ruhig durchatmen. Die einfachste Soforthilfe bei Seitenstechen ist tatsächlich, stehenzubleiben, tief in den Bauch zu atmen und sanften Druck auf die betroffene Stelle auszuüben.

Atme dabei langsam ein. Beim Ausatmen drückst du leicht mit den Fingern auf den Punkt, an dem der Schmerz sitzt. Das kann helfen, die Verkrampfung zu lösen. Eine weitere Möglichkeit ist es, den Oberkörper leicht nach vorn zu beugen, was das Zwerchfell entlastet.

Um Seitenstechen vorzubeugen, helfen ein paar einfache Tricks:

  • Iss mindestens zwei Stunden vor dem Training nichts Schweres.
  • Trinke regelmäßig, aber nicht direkt vor dem Sport große Mengen.
  • Mach ein gründliches Warm-up, bevor du Vollgas gibst.
  • Achte auf eine ruhige, gleichmäßige Atmung. Am besten durch die Nase ein- und durch den Mund ausatmen.
Trainiere außerdem deine Rumpfmuskulatur. Ein stabiler Core entlastet das Zwerchfell und verbessert die Körperhaltung. Je fitter dein Bauch- und Rückenbereich ist, desto seltener wirst du mit Seitenstechen kämpfen müssen.

Auch Intervalltraining kann helfen. Dabei gewöhnst du deinen Körper an Belastungsspitzen und verbesserst deine Atmung unter Stress.

Seitenstechen links, Seitenstechen rechts: Gibt es da Unterschiede?

Tatsächlich berichten viele Menschen, dass sie öfter Seitenstechen rechts spüren. Das kann damit zusammenhängen, dass auf dieser Seite Leber und Gallenblase sitzen. Diese Organe sind besonders gut durchblutet. Wenn du dich anstrengst, brauchen sie plötzlich mehr Sauerstoff. Das kann zu einer Art Überforderung führen, die sich als Schmerz bemerkbar macht.

Seitenstechen links hingegen wird seltener beschrieben, kann aber ebenfalls auftreten. Hier ist unter anderem die Milz beteiligt, ein Organ, das beim Ausdauertraining ebenfalls ordentlich beansprucht wird. Vor allem bei untrainierten Läufern oder nach einer sehr kohlenhydratreichen Mahlzeit kann die Milz überreagieren und Seitenstechen verursachen.

Auch die individuelle Körperhaltung spielt eine Rolle. Wer schief läuft oder sich einseitig belastet, merkt das unter Umständen nur auf einer Seite. Es lohnt sich also, auf deine Lauftechnik zu achten. Im Zweifelsfall lass einmal ein Video von dir machen und überprüfe deine Haltung.

Ob Seitenstechen links oder rechts: Der Umgang mit dem stechenden Schmerz bleibt gleich. Nimm das Tempo raus, atme ruhig und pausiere kurz. Danach solltest du mit einer moderaten Intensität weitermachen.

Seitenstechen nervt – sticht, zieht und stoppt dein Training. Zum Glück ist es meist harmlos. Mit guter Atmung und Vorbereitung kannst du es vermeiden oder schnell loswerden.

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