Wenn sich eine Jahreszeit dafür eignet, während kurzen Ansitzen auf Karpfen zu angeln, ist es der Sommer. Dank der hohen Temperaturen neigt man ohnehin dazu, am frühen Morgen oder abends zu angeln. Das passt hervorragend, denn die Karpfen sind zu diesen Zeiten besonders aktiv. Man muss sich auf solche kurzen Sitzungen aber ein bisschen vorbereiten, um seine Chancen zu steigern. Für erfolgreiche Kurzsessions, solltest du aber einige Dinge beachten. Wir haben die wichtigsten Faktoren beim Karpfenangeln mit wenig Zeit  aufgelistet.

DIE besten Stellen

Probiere durchaus auch, nahe am Ufer zu angeln. Oft wird die Böschung kaum beangelt, sodass es sich wirklich lohnen kann, dort eine Montage abzulegen. Die Uferzone ist sehr interessant, weil sie am frühen Abend, wenn die Natur erwacht, ein reichhaltiges Nahrungsangebot aufweist- Logischerweise sind die Karpfen nicht weit entfernt! Die Uferkante ist in vielen Gewässern eine feste Zugroute der Karpfen. Strukturen im Gewässer, sind allgemein sehr gute Spots, um deinen Köder anzubieten. Dort sammelt sich die natürliche Nahrung, und die Karpfen wissen das. Der Wind kann dir bei der Platzwahl helfen. Du kannst leicht feststellen, wo die Wellen an die Böschung branden. Das sind oft ausgezeichnete Zonen, da der aufgewühlte Boden Futter aufwirbelt. Biete deinen Köder also vorzugsweise an den Böschungen in Windrichtung an.
Besonders beim Angeln am Ufer solltest du dich möglichst unauffällig verhalten und auch deine Montage möglichst leise ablegen. Selbst die kleinsten Geräusche verbreiten sich unter Wasser und werden von den Karpfen wahrgenommen. Daher macht es oft Sinn, einige Meter entfernt vom Spot aufzubauen.

Karpfenangeln: Erfolgreiche Kurzsessions

KÖDER: Partikel, Boilies und co.

Im Sommer fressen die Karpfen meistens mehrmals am Tag und in der Nacht. Oft verschwinden mehrere Kilos Futter, da der Stoffwechsel im Sommer viel aktiver ist. In dieser Jahreszeit gehen grundsätzlich alle Köder, jedoch sollte das Weißfisch- und Krebsaufkommen im Gewässer berücksichtigt werden, wenn die Wahl auf einen bestimmten Ködertypen fällt.
Bei vielen Mitessern solltest du größere Boilies verwenden. Mit Durchmessern von 24–26 mm kannst du auf die großen Rüssler angeln, ohne dass Brachse und Co. stören.
Grundsätzlich empfiehlt es sich aber mehrere Köder zu verwenden um die Vorlieben der Fische schnell herauszufinden. So kannst du eine Rute mit Tigernuss angeln, eine mit Boilies und eine mit Mais.

Attraktiv Füttern!

Für kurze Sitzungen empfehlen wir möglichst attraktive Futtermischungen zu verwenden, welche eine hohe Lockwirkung erzeugen. So werden die Fische schnellstmöglich auf unsere Köder aufmerksam. Dafür kannst du Grundfutter verwenden und es mit diversen Ködern anreichern (zerriebene Boilies, Pellets, Partikel).
Wir empfehlen mit kleineren Futtermengen anzufangen und nach jedem Biss 3 oder 4 Kugeln Futter nachzufüttern.

Karpfenangeln: Erfolgreiche Kurzsessions

DIE LIEBLINGSTIPPS DER ANGLER