DEINE AUSRÜSTUNG ZUM LAUFEN AUF SCHNEE

Zum Laufen auf Schnee ist die eine oder andere Anpassung nötig; zuallererst muss man die eigene Kleidung an starke Kälte anpassen – insbesondere bei Nordwind.

Eure Schuhe müssen über ein besonders griffiges Profil verfügen, da man bei solchem Wetter oft ausrutschen kann. Man sollte auch dann vorsichtig bleiben, wenn die Schuhe ein rutschfestes Profil haben. Außerdem kann man zusätzliche Befestigungen (die Sprungfedern ähneln) unter die Schuhe schnallen und so deren Bodenhaftung deutlich erhöhen. Der Effekt ist ähnlich wie bei Schneeketten am Auto, die bei Neuschnee gute Dienste leisten.

MIT WELCHER TECHNIK LÄUFT MAN AUF SCHNEE AM BESTEN?

Die veränderten Haftungsverhältnisse zwischen verschiedenen verschneiten Oberflächen können Läufer buchstäblich ziemlich aus dem Tritt bringen. Eine glatte Fläche, auf der Langlauf praktiziert wird, bietet ziemlich ähnliche Bedingungen wie man sie sonst für das Laufen, auch auf Straßen, vorfindet. Doch schon ein paar Meter weiter kann man auf Neuschnee treffen, in den man bis zur Wade einsinkt. Hier gilt es, sich vorzubereiten, und die beste Antwort hierauf ist eine klug gewählte Laufstrecke. Der gerade Weg ist nämlich (wie auf der Straße) nicht unbedingt der schnellste; am schnellsten kommt man dort voran, wo am meisten Haftung geboten ist.

Auch den Laufstil muss man an diese Wetterbedingungen anpassen. Du solltest daher deine Schrittweite reduzieren. Je kürzere Schritte du machst, desto weniger kann dir passieren. Und wenn du trotzdem mal keine Haftung hast, kommt ja gleich der nächste Schritt und du begrenzt dein Sturzrisiko. Außerdem liegt dadurch der Schwerpunkt näher im Alignment des Körpers, wodurch du auf Stellen mit Glatteis ein besseres Gleichgewicht hast.

Ein entspannter Oberkörper und ein etwas breiterer Laufschritt stabilisieren zusätzlich. Denk dabei einfach daran, wie ein Seiltänzer auf dem Drahtseil geht. Anderes Beispiel aus jüngerer Zeit: wer auf einer Slackline geht, kontrolliert sein Gleichgewicht ja auch nur mit den Armen.

LAUFEN AUF SCHNEE MACHT BAUCHMUSKELn!

Als Vorbereitung zum Laufen auf Schnee leisten Baumuskel- und allgemeines Konditionstraining ausgezeichnete Dienste. Die Bauchdeckenmuskeln werden beim Laufen auf glatten Oberflächen nämlich besonders beansprucht. Solche Übungen sind also in jedem Fall auch für den Rest der Laufsaison nützlich.

ACHTET BESONDERS AUF DIE ERNÄHRUNG

Du musst jetzt gegen die Kälte ankämpfen und verbrauchst daher mehr Energie. Dadurch muss deine Ernährung dem zusätzlichen Kalorienverbrauch angepasst sein. Ebenso wenig sollte man bei solchen Trainings die Flüssigkeitsversorgung vernachlässigen, denn selbst wenn man keinen Durst hat, verbraucht man recht viel Flüssigkeit.

Laufen auf Schnee

TRAU DICH, AUF SCHNEE ZU LAUFEN!

Außerdem finden immer mehr Wettbewerbe in Skigebieten statt – auch in Mittelgebirgen. Das ist die Gelegenheit, um sich selbst eine Freude zu machen, sich eine Rückennummer umzubinden und all in diesem Artikel gegebenen Tipps auf Herz und Nieren zu prüfen. Diese Wettbewerbe sind oft nur sehr kurz und erfordern daher keine übermäßig harte Vorbereitung – vor allem dann, wenn du, wie viele von uns, eher auf Spaß am Sport und Über-sich-selbst-Hinauswachsen interessiert bist als an reiner Performance.

Nimm Schnee und Eis nicht als Ausrede, um sportlich in den Winterschlaf zu gehen. Im Gegenteil: Nutze den Winter für magische Sporterlebnisse. Wenn dann der Frühling Einzug hält, bist du stolz, dass du deine Form gehalten hast und die kleinen Schlemmereien am Jahresende keine Spuren hinterlassen haben.