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Warum Intervalltraining auf dem Fahrrad so effektiv ist

Du willst schnell fitter werden, Kalorien verbrennen wie ein Ofen und deine Ausdauer aufs nächste Level bringen. Du möchtest aber nicht stundenlang im gleichmäßigen Tempo durch die Gegend radeln? Dann solltest du dich näher mit Intervalltraining auf dem Fahrrad beschäftigen. Statt monotonem Treten wechselt sich hier Power und Pause ab. Das bringt Schwung in dein Training und macht nicht nur mehr Spaß, sondern führt dich auch schneller ans Ziel. Das Beste? Du kannst das Ganze draußen auf deinem Bike oder bequem drinnen mit einem Ergometer-Intervalltraining machen. Also, Helm und Handtuch bereit? Los geht’s!

Wie funktioniert Intervalltraining auf dem Fahrrad?

Beim Intervalltraining auf dem Fahrrad wechselst du gezielt zwischen intensiven Belastungsphasen und aktiven Erholungsphasen. Das bedeutet konkret: Du gibst für eine bestimmte Zeit richtig Gas – also hohes Tempo oder hoher Widerstand – und danach trittst du locker weiter, um dich zu erholen. Und dann? Geht das Ganze wieder von vorn los.

Das Ganze nennt sich auch HIIT – High Intensity Interval Training – und ist nicht nur bei Radfahrern beliebt. Es bringt deinen Stoffwechsel auf Hochtouren, fordert das Herz-Kreislauf-System und ist ideal für den Fettabbau. Der Mix aus Belastung und Erholung sorgt dafür, dass dein Körper nach dem Training noch Stunden weiter Energie verbrennt: der sogenannte Nachbrenneffekt.

Typische Intervall-Sessions dauern zwischen 20 und 45 Minuten, je nachdem, wie hart du trainierst. Wichtig: Auch die Pausen sind aktiv. Du trittst also weiter, nur eben leichter. So bleibt dein Kreislauf in Schwung.

Wie oft sollte man Intervalltraining und Radfahren kombinieren?

Intervalltraining ist zwar enorm effektiv, aber auch enorm fordernd. Deshalb solltest du es nicht jeden Tag machen: Qualität geht hier vor Quantität.

Für Einsteiger reicht ein knackiges Intervalltraining 1- bis 2-mal pro Woche. Fortgeschrittene können bis zu 3 Einheiten pro Woche einbauen, aber immer mit mindestens einem Tag Pause dazwischen, damit sich dein Körper erholen kann.

Und keine Sorge: Du musst kein Profi sein, um vom Intervalltraining auf dem Fahrrad zu profitieren. Auch Anfänger können mit kürzeren Intervallen, längeren Pausen und moderatem Tempo langsam einsteigen. Wichtig ist nur, dass du dich in den Belastungsphasen wirklich forderst.

Was sind 30s/30s Intervalle im Radsport?

Die sogenannten 30s/30s Intervalle sind ein echter Klassiker im Radsport und perfekt, um deine Leistungsfähigkeit zu steigern.

So funktioniert’s:

  • 30 Sekunden volle Power: Sprint oder sehr hoher Widerstand
  • 30 Sekunden locker treten zur aktiven Erholung
    Wiederhole das Ganze 6- bis 10-Mal, je nach Trainingsstand
Klingt simpel, ist aber extrem effektiv. Durch den ständigen Wechsel wird dein Körper gezwungen, sich immer wieder neu anzupassen. Genau das verursacht den Fortschritt. Dein Herz-Kreislauf-System wird trainiert, die Sauerstoffaufnahme verbessert. Natürlich profitiert auch deine Beinmuskulatur ordentlich.

Achte bei diesen Intervallen immer auf eine saubere Technik, auch wenn es anstrengend wird.

intervalltraining fahrrad

So könnte dein HIIT Trainingsplan für das Fahrrad aussehen

Einen HIIT Trainingsplan für das Ergometer kannst du an dein jeweiliges Fitnesslevel anpassen. Alles, was du brauchst, ist ein bisschen Motivation (und vielleicht ein Timer). So könnte er aussehen:

Warm-up (5 bis 10 Minuten):
Locker einrollen, Puls langsam steigern, vielleicht ein paar kurze Steigerungen einbauen

Hauptteil – 3 Varianten je nach Level:

Einsteiger (ca. 20 Minuten):

  • 30 Sekunden mittlere Belastung
  • 90 Sekunden locker
  • Wiederhole das 6- bis 8-mal
  • Cool Down: 5 bis 10 Minuten leichtes Ausfahren
Fortgeschritten (ca. 30 Minuten):
  • 30 Sekunden Vollgas
  • 30 Sekunden locker
  • 10 Runden
  • 3 Minuten lockeres Treten
  • Noch mal 5 Runden
  • Cool Down: 5 bis 10 Minuten
Profi (ca. 40 Minuten):
  • 1 Minute sehr hohe Intensität
  • 1 Minute aktive Erholung
  • 10 Runden
  • 5 Minuten locker
  • 5 Runden 30s/30s als Finish
  • Cool Down nicht vergessen!
Du kannst deinen HIIT Trainingsplan für das Fahrrad natürlich variieren, etwa mit längeren Belastungen oder wechselnden Widerständen.

Intervalltraining auf dem Ergometer: Das musst du sonst noch beachten

Wenn du dein Training am liebsten Indoor machst, ist das Intervalltraining auf dem Ergometer eine Top-Möglichkeit, an deiner Fitness zu arbeiten. Gerade wenn es draußen regnet, friert oder du wenig Zeit hast, kannst du damit effektiv und kontrolliert trainieren.
Dabei solltest du jedoch folgende Dinge beachten:

  • Widerstand einstellen: Such dir einen Belastungsgrad, der dich wirklich fordert, aber nicht überfordert. Moderne Geräte zeigen dir die Leistung in Watt an. Das hilft dir, die Intensität zu kontrollieren.
  • Trittfrequenz beobachten: Versuch in den Belastungsphasen mindestens 80 bis 100 
  • Umdrehungen pro Minute zu erreichen, je nach Ziel.
  • Puls im Blick behalten: Mit einem Brustgurt oder Handpulssensor kannst du sicherstellen, dass du dich im richtigen Bereich bewegst.
  • Richtig sitzen: Stelle Sattel und Lenker richtig ein. Andernfalls riskierst du Rücken- und Kniebeschwerden.
  • Musik oder Timer nutzen: Ein Beat kann dich durch die Intervalle pushen. Am besten stellst du dir zusätzlich einen Intervall-Timer am Handy, sofern dein Ergometer über kein Intervallprogramm verfügt.

Intervalltraining auf dem Fahrrad ist genau das Richtige, wenn du nicht stundenlang radeln willst, sondern effektiv und zeitsparend trainieren willst. Es bringt dich ins Schwitzen, fordert deine Muskeln und pusht dein Herz-Kreislauf-System auf ein neues Level.

Ob draußen mit Fahrtwind im Gesicht oder drinnen beim Ergometer-Intervalltraining: Mit einem guten HIIT Trainingsplan für das Fahrrad holst du das Maximum aus deinem Training raus. Dabei kannst du das Intervalltraining auf dem Fahrrad ganz individuell gestalten, angefangen beim Widerstand bis zur Dauer.

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