Was ist die Wassersäule?
Die Wassersäule beschreibt die Wasserdichtigkeit eines Materials und wird in Millimetern angegeben. Bei einem Wert von 3.000 mm hält das Gewebe dem Druck einer theoretischen 3.000 mm hohen Wassersäule stand, bevor Wasser durch das Material dringt. Je höher der Wert, desto größer ist der Wasserdruck, dem der Stoff widersteht.
Für die Praxis bedeutet das allerdings nicht, dass ein Zelt mit 5.000 mm Wassersäule automatisch besser vor Regen schützt als eines mit 3.000 mm. Regentropfen erzeugen nur einen Teil der Belastung. Druck entsteht auch dort, wo Material gespannt, berührt oder gegen eine nasse Oberfläche gedrückt wird.
Wie aussagekräftig die Wassersäule bei Zelten ist, hängt deshalb auch davon ab, für welchen Teil des Zeltes sie angegeben wird. Das Außenzelt wird anders belastet als der Boden. Beim Außenzelt kann der Regen meist direkt ablaufen. Der Zeltboden ist dagegen einer höheren Druckbelastung ausgesetzt, etwa durch das Körpergewicht, Isomatten und Gepäck.





