
Ratgeber
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Das Friedfischangeln ist die Angelsportart für Allrounder! Ob beim Stippangeln, Posenangeln oder Grundangeln- überall kann man Friedfische fangen und einige Techniken sind besonders prädestiniert dafür. Fast jeder Angler beginnt sein Anglerleben beim Stippangeln mit einer einfachen Stipprute ohne Rolle und einer leichten Posenmontage.
Aber auch diese einfach klingende Angeltechnik kann bei Profis höchst technische Ausmaße annehmen. Das Posenangeln zählt zur absoluten Allroundangeltechnik und mit Ködern wie Dosenmais, Maden oder Würmern lassen sich alle Friedfische überlisten.
Zwei aus England stammende Angeltechniken sind das Match- und das Feederangeln. Das Matchangeln ist eine aktive Form des Posenangelns und stammt ursprünglich aus dem Profisport. Daher auch der Name Match, abgeleitet aus dem Englischen für Wettkampf. Das Herzstück ist die Matchrute, die sich durch ihre Länge von meist 3,60 bis 4,20 Meter und eine Vielzahl an engstehenden Ringen auszeichnet, um ein Kleben der nassen Schnur am Blank zu verhindern. Damit Wind und Oberflächenströmung deine Montage nicht aus der Spur bringen, kombinierst du sie am besten mit einer schnell übersetzten Matchrolle und einer sinkenden Schnur.
Beim Feederfischen dreht sich alles um die punktgenaue Fütterung direkt am Hakenköder. Dafür benötigst du eine spezielle Feederrute mit sensiblen Wechselspitzen. Diese dienen als optische Bissanzeiger. Das wichtigste Utensil ist der Futterkorb, der als Wurfgewicht fungiert und am Gewässergrund eine attraktive Futterwolke freisetzt, um Friedfische gezielt anzulocken. Ergänzt wird dein Setup durch eine robuste Stationärrolle mit präzisem Schnurclip, um immer exakt dieselbe Distanz zu treffen, sowie eine stabile Sitzkiepe oder ein Feederstuhl mit entsprechenden Ablagen für eine ruhige Rutenführung. Durch die Verwendung von Schlaufenmontagen oder Anti-Tangle-Booms stellst du sicher, dass sich dein langes Vorfach beim Wurf nicht verheddert und die Selbsthakmethode ihre volle Wirkung entfalten kann.
Beim Friedfischangeln dreht sich alles um die Lockwirkung. Um die Fische an den Haken zu locken, nutzt man meist eine Kombination aus Grundfutter und Partikeln wie Mais, Hanf oder Maden. Ziel ist es, einen Futterteppich anzulegen, ohne die Fische zu sättigen. Beim Posenangeln wird die Montage so eingestellt, dass der Köder entweder kurz über dem Grund schwebt oder direkt darauf aufliegt. Alternativ bietet das Grundangeln den Vorteil, dass das Lockfutter direkt neben dem Haken platziert wird, was besonders in fließenden Gewässern effektiv ist.
Die bekanntesten Friedfische sind das Rotauge und die Rotfeder, die fast überall in großen Schwärmen vorkommen. Wer es auf größere Exemplare abgesehen hat, fischt gezielt auf Brassen, die oft in tiefen Bereichen den Grund durchwühlen, oder auf die kampfstarke Schleie, die sich gerne in krautreichen Zonen aufhält.
Auch der Karpfen in all seinen Formen (Spiegelkarpfen, Schuppenkarpfen etc.) zählt zu den Friedfischen, obwohl er im Drill enorme Kräfte freisetzt. Ebenfalls dazu gehören Arten wie der Döbel, der Alant und die Barbe, wobei letztere besonders in der starken Strömung von Flüssen zu Hause ist.










