sphere media background sample

Boulder Routen: Schwierigkeitsgrade und ihre Farben

Ein großer Teil der Faszination beim Bouldern liegt darin, immer wieder neue Herausforderungen zu meistern und sich an schwierigeren Routen zu versuchen. Doch wer sich das erste Mal in die Boulderhalle wagt oder draußen am Fels klettert, wird schnell mit dem Schwierigkeitsgrad beim Bouldern konfrontiert.

Erfahre hier alles Wissenswerte über das Bouldern?

Auf einen Blick: Was ist Bouldern?

Beim Bouldern kletterst du ohne Seil oder Gurt an Wänden, die in der Regel nicht höher als 4 bis 5 Meter sind. In Boulderhallen wirst du von dicken Matten gesichert, die einen Sturz abfedern, während du draußen auf natürliche Felsen kletterst. Beim Outdoor-Bouldern suchst du dir Felsblöcke oder kleinere Felswände, an denen du deine Kraft und Technik testest.

Das Schöne am Bouldern ist, dass du kaum Vorkenntnisse benötigst, um anzufangen. Du brauchst lediglich Kletterschuhe und etwas Motivation. Die Bewegungen sind oft anspruchsvoll. Da du jedoch kaum Höhe erreichst, kannst du dich ganz auf die Technik und die Herausforderungen der Route konzentrieren.

Ob du in der Halle oder draußen boulderst, eines bleibt aber gleich: Die verschiedenen Boulder Schwierigkeitsgrade helfen dir dabei, die passende Herausforderung zu finden.

Was sind die Schwierigkeitsgrade beim Bouldern und was bedeuten sie?

Die Schwierigkeitsgrade beim Bouldern sind eine Art Orientierungshilfe, um einzuschätzen, wie anspruchsvoll eine bestimmte Route ist. Sie basieren auf verschiedenen Faktoren, darunter die körperliche Kraft, Technik und Ausdauer, die du für die jeweilige Route benötigst. Die Boulder Schwierigkeit einer Route kann dabei stark variieren, angefangen bei leichten Einsteigerrouten bis zu extrem anspruchsvollen Routen, die selbst Profis ins Schwitzen bringen.

In der Regel wird beim Bouldern in zwei Hauptsystemen bewertet: dem französischen Fontainebleau-System und dem V-Grad-System, das vorwiegend in den USA verwendet wird. Beide Systeme teilen die Routen in verschiedene Schwierigkeitsstufen ein. Ein Beispiel: Eine einfache Route für Anfänger liegt im Fontainebleau-System bei etwa 3, während eine Route auf dem höchsten Schwierigkeitsgrad bei 9a+ liegt. Im V-System reicht die Skala von V0 (leicht) bis V17 (extrem schwer).

Im Vergleich sind beide Systeme für Boulder Schwierigkeitsgrade jedoch nicht immer exakt aufeinander übertragbar. Daher ist es wichtig, dass du dich je nach Halle oder Bouldergebiet mit dem jeweiligen System vertraut machst, damit du einschätzen kannst, welche Routen zu deinem Level passen.

Die Farben der Schwierigkeitsgrade beim Bouldern in der Halle

In vielen Boulderhallen werden die Boulder Schwierigkeitsgrade durch Farben dargestellt, um den Kletterern die Orientierung zu erleichtern. Das bedeutet, dass jede Farbe einer bestimmten Schwierigkeit zugeordnet ist. So kannst du auf einen Blick erkennen, welche Routen für dich als Anfänger, Fortgeschrittener oder Profi geeignet sind.

Die genauen Farben der Boulder Schwierigkeitsgrade können jedoch von Halle zu Halle variieren. Während manche Hallen eine international anerkannte Farbcodierung nutzen, kann es in anderen Hallen ganz anders aussehen. In vielen Fällen beginnt die Farbskala bei hellen Farben wie Weiß oder Gelb für die leichtesten Routen und geht dann zu dunkleren Farben wie Rot, Blau und Schwarz über, je schwerer die Route wird.

Ein typisches Beispiel könnte so aussehen:

Gelb/Weiß: Sehr leichte Routen für Anfänger, die grundlegende Klettertechniken erlernen.

Grün/Orange: Leichte bis mittelschwere Routen für Kletterer mit etwas Erfahrung.

Blau/Rot: Mittelschwere Routen, die bereits viel Kraft, Ausdauer und gute Technik erfordern.

Schwarz/Violett: Sehr schwere Routen, die nur von erfahrenen Kletterern bewältigt werden können.

Herausforderungen: Welche Schwierigkeiten gibt es beim Bouldern?

Beim Bouldern gibt es viele Herausforderungen, die über die reinen Schwierigkeitsgrade hinausgehen. Je nach Route musst du dich mit verschiedenen Boulder-Techniken auseinandersetzen, die das Ganze noch einmal kniffliger machen.

Zu den gängigen Schwierigkeiten zählen:

Überhänge: Diese Routen erfordern besonders viel Kraft, da du gegen die Schwerkraft arbeiten musst und viel Zugkraft in den Armen und Schultern benötigst.

Platten: Hier geht es weniger um Kraft als um Balance und Technik. Platten sind sehr flache Wände, an denen du präzise treten und dich geschickt bewegen musst.

Sloper: Sloper sind große, runde Griffe, die schwer zu greifen sind. Hier ist nicht nur Kraft gefragt, sondern auch eine gute Fingertechnik und viel Körpergefühl.

Dynos: Bei dynamischen Bewegungen, sogenannten Dynos, springst du von einem Griff zum nächsten. Das erfordert Timing und Mut.

Die Boulder Routen Schwierigkeit ergibt sich also nicht nur aus der Kraft, die du brauchst, sondern auch aus der verlangten Technik. Oft sind es gerade die vermeintlich einfachen Routen, die besonders tricky sind, weil sie eine ausgefeilte Klettertechnik erfordern.

Alles wichtige zum Thema Bouldern erfährst du hier!

Wie viele 8c+ Boulder gibt es?

Der Schwierigkeitsgrad von 8c+ ist eine der schwersten Boulderrouten überhaupt. Auf diesem Level bewegen sich nur wenige Profikletterer, die jahrelange Erfahrung und außergewöhnliche körperliche Voraussetzungen mitbringen. 8c+ steht für extreme körperliche Herausforderungen, bei denen nicht nur Kraft, sondern auch Technik und mentale Stärke gefordert sind.

Es gibt weltweit nur eine Handvoll Boulder, die mit 8c+ oder sogar 9a bewertet wurden. Bekannte Routen liegen in berühmten Bouldergebieten wie Fontainebleau (Frankreich) oder in der Schweiz. Solche Routen werden oft über Monate oder sogar Jahre von den besten Boulderern der Welt projektiert, bevor sie endlich durchstiegen werden.

Da die Zahl der 8c+ Boulder weltweit sehr begrenzt ist, sind sie eine echte Seltenheit und gehören zu den absoluten Höhepunkten in der Geschichte des Klettersports. Für die meisten Kletterer bleiben solche Routen ein Traumziel, da sie nur durch intensive Vorbereitung und außergewöhnliche Fähigkeiten bewältigt werden können.

Fazit

Das Bouldern ist eine spannende und vielseitige Sportart, die sowohl Anfänger als auch erfahrene Kletterer vor immer neue Herausforderungen stellt. Die Boulder Schwierigkeitsgrade bieten dir eine wertvolle Orientierung, um die passende Route für dein Können zu finden, egal ob du in der Halle oder draußen kletterst.

Das könnte dich auch interessieren:

Bouldern mit Kindern: Großer Spaß für die Kleinsten

Ab wann kann man mit (Klein-) Kindern in die Boulderhalle gehen & was gibt es beim Bouldern zu beachten?

Klettern und Bouldern - Wo ist der Unterschied?

Du möchtest hoch hinaus in ein neues Abenteuer weißt nicht was für dich infrage kommt? Entdecke die Unterschiede zwischen Bouldern und Klettern.

Die richtige Ausstattung zum Klettern im Freien

Schluss mit Klettergriffen und ab an den Felsen! Ob Bouldern oder Felsenklettern, hier findest du die passende Ausrüstung: Gurt, Schuhe, aber auch Bürste, Crashpad, Rucksack...