Unabhängig davon, ob dein Pferd jung oder erfahren ist, ist es niemals zu spät die Übergänge zu trainieren, die übrigens eine exzellente Übung für den Muskelaufbau und die Geschmeidigkeit deines Tieres sind, vorausgesetzt, du führst sie richtig durch!

Benjamin Aillaud gibt dir Tipps, um diese Art von Training korrekt, ruhig und gelassen durchzuführen. Dein Pferd soll diese Übung nicht als Aggression empfinden und ruhig dabei bleiben.

DIE HILFEN ZUM ANGALOPPIEREN

- DAS INNENBEIN LIEGT AM SATTELGURT AN,

- DAS AUSSENBEIN LIEGT LEICHT DAHINTER,

- DER SCHWERPUNKT DES KÖRPERGEWICHTS LIEGT AUSSEN,

- DIE ÄUSSERE SCHULTER LIEGT LEICHT ZURÜCK,

- DRUCK AUF DEN INNEREN ZÜGEL

Wirke mit den Beinen ein, treibe mit der Sitzfläche und öffne etwas deine Finger, das Pferd springt nun in den Galopp.

ÜBERGANG GALOPP - TRAB - GALOPP

Trainiere zunächst den Übergang zwischen Trab und Galopp. Für den Anfang ist das am einfachsten. Du kannst die Übergänge in eine höhere und eine niedrigere Gangart mit den beiden Händen steuern. Wenn du es korrekt gelaufen ist, lobe das Pferd und locker die Zügel.

- ÜBERGANG IN EINE HÖHERE GANGART:

Bevor du in den Galopp gehst, ist es wichtig gut zu traben, damit der Übergang komfortabel gelingt. Reite einen großen Kreis, das Pferd muss im Gleichgewicht, gut im Takt und entspannt sein. Es darf nichts ahnen. Wenn es nötig ist, reite etwas langsamer, bevor du in den Galopp übergehst. Gehe in den Trab, sitze dabei vorzugsweise aus. Gib die Hilfen und den Befehl zum Angaloppieren. Du musst den Antrieb der Hinterhand spüren, dein Pferd darf sich nicht nach vorne werfen.

- ÜBERGANG IN EINE NIEDRIGERE GANGART:

Nach einigen Galoppsprüngen kannst du wieder in den Trab übergehen. Richte dafür deine Schultern auf, lege etwas leichten Widerstand in die Zügel, dabei bleiben die Beine angelegt, um die Bewegung der Hinterhand zu erhalten, setzte nötigenfalls die Stimme ein. Wenn der Übergang gelungen ist, versuche so schnell wie möglich in einen ruhigen und ausgeglichenen Arbeitstrab zu kommen.

ÜBERGANG SCHRITT - GALOPP - SCHRITT

Die Hilfen sind genau dieselben, wie beim Angaloppieren im Trab. Gehe aktiv Schritt, denn das Angaloppieren erfordert mehr Schwungkraft und gib die Hilfen.

Für den Übergang in eine niedrigere Gangart, ziehe nicht deine Hände an, ziehe nicht an den Zügeln. Richtig ist es sich aufzurichten und die Hände leicht anzuheben, deine Finger legst du mit einer klaren Aktion um die Zügel, die du unterbrichst, sobald das Pferd wieder Schritt geht.

Wenn das Pferd in den Trab statt in den Schritt übergeht, gehe im Zirkel Schritt mit ihm. Verlange wieder den Übergang, bleibe immer ganz ruhig. Wenn du Schwierigkeiten dabei hast, kannst du zunächst den Übergang an derselben Stelle üben, sodass es dein Pferd voraussehen kann und den Übergang korrekt durchführt. Du darfst das allerdings nicht dauerhaft so machen, nur wenige Trainingseinheiten lang. Dein Pferd sollte die mit den Übergängen verbundenen Hilfen verstehen und verinnerlichen, deshalb muss man ganz klar und deutlich dabei sein.

Wenn das Pferd sich querstellt, bevor es angaloppiert, heißt das, dass du die Hilfen zum Angaloppieren zu lange gibst und dein Außenbein schon zurückgezogen ist. So denkt dein Pferd, dass es die Hüfte nach innen stellen soll. Wenn sich dein Pferd angewöhnt hat, sich immer querzustellen, verlange ein Angaloppieren auf der falschen Hand, damit es seine Hüften gut einstellt, und helfe dir mit Bande, um sie in die richtige Richtung zu lenken.

DIESE TIPPS KÖNNTEN DICH INTERESSIEREN