Drei Kinder haben die richtigen Spikes für Leichtathletikschuhe

Welche Spikes sind die richtigen für meine Leichtathletikschuhe? Wir helfen dir!

Die richtigen Spikes machen in der Leichtathletik den Unterschied. In diesem Ratgeber erfährst du, welche Spikes für deine Disziplin und deinen Untergrund taugen.

Ein Mädchen läuft mit Spikes an Leichtathletikschuhen

Welche Vorteile haben Spikes bei Leichtathletikschuhen?

Spikes sind kleine Metall- oder Keramikdornen, die in die Sohle des Leichtathletikschuhs geschraubt werden und für deutlich mehr Grip beim Abstoß sorgen. Sie erhöhen die Kraftübertragung auf den Untergrund, reduzieren das Wegrutschen beim Start und ermöglichen eine explosivere Beschleunigung.

Besonders auf der Tartanbahn, wo normale Laufschuhe zu viel Energie absorbieren, macht der Einsatz von Spikes einen messbaren Leistungsunterschied. Je nach Länge und Form der Spike-Dornen lassen sich Grip und Laufverhalten gezielt auf die jeweilige Disziplin abstimmen.

Zwei Kinder tragen Leichtathletikschuhe mit Spikes auf der Bahn

Welche Arten von Spikes gibt es für Leichtathletikschuhe?

Spikes unterscheiden sich in Form und Material, was ihren Einsatzbereich bestimmt:

  • Pyramidenspikes: Die am weitesten verbreitete Form. Konisch zulaufend, für Tartan- und Kunststoffbahnen geeignet. Bieten guten Grip und sind für die meisten Disziplinen und Einsteiger ideal.
  • Nadelspikes: Sehr dünne, spitze Dornen für maximalen Grip auf weicherem Untergrund wie Gras oder Cross-Country-Gelände. Nicht für Tartanbahnen geeignet.
  • Stufenspikes: Leicht abgeflacht und stufenförmig, bieten guten Halt auf der Bahn ohne zu tief einzudringen. Beliebt bei Mittel- und Langstreckenläufern.
  • Keramikspikes: Sehr leicht und langlebig, werden vor allem von Profi- und Wettkampfathleten eingesetzt. Schonen die Bahn und bieten präzisen Grip.
  • Permanentspikes: Fest in die Sohle integriert, nicht austauschbar. Vor allem bei günstigen Einsteigermodellen verbaut.

Wie findet man die richtigen Spikes für Leichtathletikschuhe?

Bei der Wahl der Spikes spielen drei Faktoren eine entscheidende Rolle:

  • die Disziplin
  • der Untergrund
  • die Regelwerkvorgaben
Prüfe zuerst, welches Gewinde dein Leichtathletikschuh hat, denn nicht alle Spikes passen in alle Schuhe. Der internationale Standard ist ein Viertelzoll-Gewinde, das bei den meisten Modellen verbaut ist.

Vergleiche außerdem die erlaubten Spikelängen für deine Disziplin und deinen Wettkampfverband, da es je nach Regelwerk klare Obergrenzen gibt. Für den Einstieg empfiehlt sich ein universeller Pyramidenspike in 6 oder 9 Millimetern.

Welche Spikes sind für welche Disziplin geeignet?

Die richtige Spikewahl hängt stark von der Disziplin ab:

  • Sprint (100 bis 400 Meter): Kurze, steife Pyramidenspikes von 6 bis 9 Millimetern für maximale Kraftübertragung beim Abstoß. Möglichst viele Spikes in der Vorfußsohle für gleichmäßige Druckverteilung.
  • Mittelstrecke (800 bis 1500 Meter): Etwas längere Spikes von 9 bis 12 Millimetern, die eine flüssigere Abrollbewegung unterstützen und gleichzeitig guten Grip bieten.
  • Langstrecke und Cross: Nadelspikes oder längere Pyramidenspikes bis 15 Millimetern für Grip auf Gras und weichem Untergrund. Cross-Spikes haben oft eine robustere Sohle für unwegsames Gelände.
  • Weitsprung und Dreisprung: Längere Spikes von 9 bis 12 Millimetern für sicheren Halt beim Absprung. Gleichmäßige Verteilung über die gesamte Vorfußsohle.
  • Hochsprung und Stabhochsprung: Spikes auch an der Ferse, da der Absprung mit der Ferse eingeleitet wird. Besondere Bauform des Schuhs mit Fersenspikes.

Ein Junge springt mit Spikes an den Leichtathletikschuhen

Welche Rolle spielt die Bodenbeschaffenheit bei der Wahl meiner Spikes?

Der Untergrund ist neben der Disziplin das wichtigste Auswahlkriterium für Spikes.

Auf Tartanbahnen aus Kunstgummi sind kurze Pyramidenspikes bis maximal 9 Millimeter die richtige Wahl, da zu lange Dornen die Bahn beschädigen und vom Regelwerk verboten sind. Auf Aschenbahnen dürfen Spikes bis 12 Millimeter verwendet werden, da das Material weicher und nachgiebiger ist. Auf Gras und natürlichem Untergrund beim Cross-Country-Lauf sind längere Nadel- oder Pyramidenspikes bis 15 Millimeter nötig, um ausreichend Halt zu finden.

Prüfe vor jedem Wettkampf, welche Spike-Länge auf dem jeweiligen Untergrund erlaubt ist.

Was kosten Spikes für Leichtathletikschuhe?

Einzelne Ersatzspikes aus Stahl oder Aluminium sind bereits ab etwa 4 bis 8 Euro für ein Set mit 12 bis 14 Stück erhältlich und reichen für mehrere Saisons. Hochwertigere Keramikspikes kosten zwischen 10 und 20 Euro pro Set, sind dafür aber deutlich langlebiger und leichter. Der passende Spikeschlüssel zum Eindrehen der Dornen kostet in der Regel 3 bis 6 Euro und sollte immer griffbereit sein.

Komplette Leichtathletik-Spikeschuhe für Einsteiger sind bereits ab etwa 35 bis 50 Euro erhältlich, Profimodelle für den Wettkampfeinsatz kosten zwischen 80 und 200 Euro.

Bei Decathlon erhältst du Ersatzspikes in 9 und 12 Millimetern ab 4 Euro, den Spikeschlüssel für 7 Euro sowie Einsteiger-Spikeschuhe für Kinder und Erwachsene, ideal für Bahn-Wettkämpfe und vielseitiges Leichtathletiktraining.

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