Ein Mann läuft in der richtigen Laufunterwäsche

Welche Laufunterwäsche passt zu mir? Unser Leitfaden zeigt es!

Die richtige Laufunterwäsche verhindert Reibung, leitet Schweiß ab und macht lange Läufe komfortabler. In diesem Ratgeber erfährst du, worauf es beim Kauf ankommt.

Soll ich beim Joggen mit oder ohne Unterhose laufen?

Das kommt auf die Laufbekleidung an. Viele Lauftights und Laufshorts haben ein eingenähtes Innenfutter, das die Funktion der Unterwäsche übernimmt und speziell für Laufbewegungen ausgelegt ist. In diesem Fall ist eine zusätzliche Unterhose nicht notwendig und kann sogar störend sein, da sie Falten unter der engen Hose erzeugt und Reibungsstellen begünstigt.

Wer dagegen weite Shorts ohne Innenfutter trägt oder auf das eingenähte Futter verzichten möchte, profitiert von einer speziellen Laufunterwäsche, die eng anliegt, Schweiß ableitet und Reibung verhindert.

Eine Frau läuft in der Sonne mit der passenden Laufunterwäsche

Was für Unterwäsche eignet sich beim Laufen?

Normale Baumwollunterwäsche ist für das Laufen ungeeignet. Sie nimmt Schweiß auf, trocknet langsam und erzeugt durch die nasse, schwere Textillage Reibungsstellen, die besonders auf langen Strecken schnell schmerzhaft werden.

Geeignet ist ausschließlich Sportunterwäsche aus Funktionsmaterialien, die Feuchtigkeit von der Haut wegleitet und schnell trocknet. Für Damen empfiehlt sich ein sportlich geschnittenes Slip- oder Shortsmodell ohne störende Nähte. Für Herren sind enge Boxershorts oder Slips aus Funktionsmaterial die erste Wahl, da lockere Underwear beim Laufen scheuert.

Ein Mann macht eine Laufpause mit der richtigen Laufunterwäsche

Worauf sollte man beim Kauf von Laufunterwäsche achten?

Beim Kauf von Laufunterwäsche sind diese Punkte entscheidend:

  • Nahtverarbeitung: Flache oder außen verlegte Nähte verhindern Reibungsstellen an Oberschenkeln und Leiste, die bei langen Läufen besonders schmerzhaft werden können.
  • Passform: Die Unterwäsche muss eng anliegen, ohne einzuschneiden. Rutschendes oder verrutschendes Material erzeugt bei jeder Schrittbewegung Reibung.
  • Feuchtigkeitstransport: Das Material muss Schweiß aktiv von der Haut wegleiten und schnell trocknen. Baumwolle ist hier vollständig ungeeignet.
  • Beinlänge: Für Damen und Herren bieten etwas längere Modelle, die den Oberschenkel bedecken, den besten Schutz vor Reibung zwischen den Beinen.
  • Elastikband: Das Bund sollte breit genug sein, um nicht einzuschneiden, aber fest genug, damit die Unterwäsche beim Laufen nicht verrutscht.

Was ist das beste Material für Laufunterwäsche?

Polyester und Polyamid sind die besten Materialien für Laufunterwäsche. Beide leiten Feuchtigkeit schnell von der Haut ab, trocknen innerhalb von Minuten und behalten ihre Form auch nach vielen Wäschen. Ein Elasthan-Anteil von 10 bis 20 Prozent sorgt für die nötige Stretcheigenschaft, damit die Unterwäsche alle Laufbewegungen mitmacht, ohne zu ziehen.

Merinowolle ist eine natürliche Alternative mit guten Feuchtigkeitseigenschaften und natürlicher Geruchshemmung, trocknet aber langsamer als Synthetik und ist teurer. Für kürzere Läufe ist Merino eine angenehme Option, für intensives Training ist Synthetik die zuverlässigere Wahl.

Ein Mann läuft abends auf der Strate mit Laufunterwäsche

Was kostet Laufunterwäsche?

Einfache Laufunterwäsche aus Polyester ohne besondere Features gibt es bereits ab rund 5 bis 10 Euro pro Stück und erfüllt die grundlegenden Anforderungen für gelegentliche Läufe.

Im mittleren Segment zwischen 10 und 25 Euro findest du Modelle mit besserer Nahtverarbeitung, höherwertigen Materialien und durchdachteren Schnitten, die sich für regelmäßiges Training deutlich lohnen. Hochwertige Laufunterwäsche aus Merino oder mit speziellen Funktionsmaterialien kostet zwischen 25 und 50 Euro pro Stück.

Bei Decathlon erhältst du Laufunterwäsche für Damen und Herren aus atmungsaktiven Funktionsmaterialien bereits ab etwa 5 Euro sowie komfortablere Modelle mit nahtloser Verarbeitung ab rund 12 Euro aufwärts.

Wie wäscht man Laufunterwäsche am besten?

Laufunterwäsche sollte nach jeder Laufeinheit gewaschen werden, da sich Schweiß und Bakterien schnell in den Fasern festsetzen.

Wasche sie bei maximal 30 bis 40 Grad im Schonwaschgang, da höhere Temperaturen die Funktionsfasern und Elastikelemente schädigen. Verzichte auf Weichspüler, da er sich in den Fasern festsetzt und die Feuchtigkeitstransportfähigkeit dauerhaft reduziert.

Laufunterwäsche immer an der Luft trocknen lassen, niemals im Trockner, da Hitze Elasthan und Synthetikfasern irreversibel schädigt. Hartnäckige Gerüche lassen sich mit einem Essigsee-Vorweichwasser vor dem Waschen gut lösen.

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