Rettungsweste Wartung selber machen

Sicher auf dem Wasser unterwegs dank richtiger Wartung deiner Rettungsweste!

Ob beim gemütlichen Ruderausflug, beim Segeln auf hoher See oder auf einer ausgedehnten Paddeltour, die Rettungsweste ist dein stiller Lebensretter! Sie liegt unscheinbar über deinen Schultern, doch im Notfall kann sie den entscheidenden Unterschied machen.

Erfahre hier, wie du deine Rettungsweste richtig Warten solltest!

Aus diesen Gründen ist die Wartung deiner Rettungsweste so entscheidend:

Rettungswesten sind technische Sicherheitsprodukte! Gerade automatische Westen, also solche, die sich im Kontakt mit Wasser oder per manueller Auslösung selbst aufblasen, bestehen aus mehreren mechanischen und chemischen Komponenten. Diese sind nicht nur empfindlich gegenüber Feuchtigkeit, Sonneneinstrahlung oder Salzwasser, sondern auch Verschleiß unterworfen.

Ein nicht funktionierender Auslöser, ein poröser Aufblasmechanismus oder eine leere CO₂-Patrone können im Ernstfall lebensbedrohlich sein. Die gute Nachricht: Durch regelmäßige Pflege und Wartung lässt sich die Einsatzfähigkeit deiner Weste problemlos sicherstellen und das ganz ohne großen Aufwand!

So oft ist die Wartung deiner Rettungsweste notwendig

Die Wartungsintervalle hängen vom Typ der Weste sowie vom Hersteller ab. Grundsätzlich gilt aber:

  • Mindestens einmal jährlich solltest du deine Rettungsweste selbst kontrollieren.
  • Alle zwei Jahre (manchmal auch jährlich) ist eine professionelle Wartung durch eine zertifizierte Servicestelle vorgeschrieben – insbesondere bei automatischen Westen.
  • Nach jeder Nutzung im Ernstfall, also wenn die Weste ausgelöst wurde oder übermäßig nass geworden ist, muss sie sofort überprüft und gewartet werden.
Ein Blick ins Benutzerhandbuch lohnt sich immer, denn dort sind die vom Hersteller empfohlenen Intervalle und Verfahren genau beschrieben!

Deine Rettungsweste selbst Kontrollieren & Warten

Die Rettungsweste ist kein optionales Zubehör. Sie ist dein persönlicher Lebensretter an Bord! Umso wichtiger ist es, ihr dieselbe Aufmerksamkeit zu schenken wie beispielsweise deinem Stand-Up-Paddle, deinem Kanu oder Kajak!

Der erste Eindruck zählt

Lege die Rettungsweste auf einen sauberen, trockenen Untergrund und überprüfe das gesamte Gewebe auf Risse, Scheuerstellen oder UV-Schäden. Achte besonders auf die Nähte, Gurte und Schnallen.

Viele Rettungswesten sind mit Klett oder Reißverschlüssen verschlossen, die den Aufblasmechanismus verbergen. Öffne die Weste vorsichtig und sieh dir das Innenleben an. Hier sollte alles sauber, trocken und ordentlich verstaut sein.

Den Zustand der Sauerstoffpatrone checken!

Entferne die Sauerstoffpatrone und wiege sie auf einer Küchenwaage. Das Gewicht ist meist direkt auf der Patrone eingraviert. Weicht das aktuelle Gewicht zu stark ab, muss sie ersetzt werden. Achte außerdem darauf, dass das Gewinde sauber und unbeschädigt ist.

Auslösemechanismus prüfen und Aufblasprüfung durchführen

Bei automatischen Rettungswesten gibt es meist eine Salztablette oder ein Auslöseelement, das bei Wasserkontakt reagiert. Dieses Bauteil ist oft mit einem Ablaufdatum versehen, welches du auch regelmäßig kontrollieren solltest! Ist das Datum überschritten oder die Kapsel beschädigt, muss sie ersetzt werden.

Blase die Rettungsweste für die Aufblasprüfung über das Mundventil vollständig auf. Lass sie über Nacht, idealerweise 12 bis 24 Stunden, aufgeblasen liegen. Wenn sie dabei deutlich an Luft verliert, ist das ein Hinweis auf ein Leck! In diesem Fall solltest du die Weste keinesfalls mehr verwenden und sie professionell überprüfen lassen.

Deine Rettungsweste wieder richtig verpacken

Wenn alles funktioniert und dicht ist, entlüfte die Weste vorsichtig über das Mundventil, rolle sie sorgfältig zusammen und verstaue sie nach Anleitung wieder im Schutzgehäuse. Achte dabei darauf, dass sich keine Falten oder Knicke im Aufblasbereich bilden.

Mit unserer Hilfe deine Rettungsweste richtig Warten!

Korrekte Lagerung deiner Rettungsweste

Nach der Wartung oder einem Einsatz ist die richtige Lagerung der Rettungsweste entscheidend für ihre Langlebigkeit und Funktionsfähigkeit. Idealerweise bewahrst du die Weste an einem trockenen, gut belüfteten Ort auf. 

Besonders wichtig ist es, die Weste niemals in geschlossenen, feuchten Räumen wie dem Bootsstauraum oder Keller liegen zu lassen, da hier schnell Schimmel oder Korrosion entstehen kann. Wenn die Weste bei der Nutzung nass geworden ist, sollte sie immer vollständig trocknen, das am besten bei Raumtemperatur und nicht auf der Heizung oder in direkter Sonne, bevor sie wieder verpackt und verstaut wird!

Auch aggressive Reinigungsmittel, Dämpfe oder Öle in der Nähe können dem Material langfristig schaden, daher empfiehlt es sich, die Rettungsweste getrennt von Motoröl, Kraftstoff oder chemischen Pflegemitteln aufzubewahren.

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