Frau trainiert ihre Beine beim Schwimmtraining

Beintraining beim Schwimmen: Alles was du wissen musst!

Eine gute Beinmuskulatur ist beim Schwimmen essenziell. Durch sie bekommt du eine höhere Geschwindigkeit, mehr Kontrolle und viel mehr. Lese in diesem Ratgeber alles über den Zusammenhang von Beinmuskeln und dem Schwimmen.

Beintraining und Schwimmen: So bringst du deine Beine richtig auf Touren!

Klar, Schwimmen ist super für den Rücken, die Ausdauer und das Herz-Kreislauf-System. Aber weißt du, was oft unterschätzt wird? Das Beintraining beim Schwimmen! Während viele nur ans Kraulen, Brustschwimmen oder Rückenschwimmen denken, bleibt der Fokus auf die Beine häufig auf der Strecke. Dabei sind starke Beine nicht nur für eine gute Wasserlage wichtig. Sie sind auch der Schlüssel zu mehr Kraft, Geschwindigkeit und Effizienz im Wasser.

Frau steigt ins Wasser für ein Beintraining beim Schwimmen

Warum Beintraining fürs Schwimmen wichtig ist 

Deine Beine sind echte Kraftpakete; nicht nur an Land, sondern auch im Wasser. Egal, ob du sprintest, radelst oder eben schwimmst: gut trainierte Beinmuskeln bringen Power, Stabilität und Ausdauer.
Beim Schwimmen sorgen starke Beine für:

  • Antrieb und Geschwindigkeit
  • eine stabile Wasserlage
  • eine bessere Technik
  • geringeren Energieverbrauch
Viele Hobbyschwimmer setzen zu sehr auf die Arme und lassen die Beine einfach "mitlaufen". Das ist verschenktes Potenzial! Denn gerade ein effizienter Beinschlag bringt dich schneller voran und verbessert deine gesamte Schwimmleistung.

Ist Schwimmen ein gutes Beintraining?

Absolut! Aber – wie bei jedem Training – kommt es darauf an, wie du es machst.
Beim normalen Schwimmen, zum Beispiel im Kraulstil, arbeiten deine Beine permanent. Der konstante Kick aus der Hüfte beansprucht hauptsächlich:
  • Oberschenkel (Quadrizeps)
  • Gesäßmuskulatur
  • Waden
  • und sogar die Fußmuskulatur
Wenn du jedoch gemütlich durch das Becken gleitest oder dich hauptsächlich auf die Armzüge konzentrierst, bleibt der Trainingseffekt für die Beine überschaubar. Für ein gezieltes Beintraining beim Schwimmen solltest du spezielle Übungen einbauen.
Schwimmen und Beintraining passen hervorragend zusammen; unter der Annahme, dass du den Fokus richtig setzt.

Kann Schwimmen die Beinmuskulatur aufbauen?

Schwimmen ist in erster Linie ein Ausdauersport. Das bedeutet: Du baust vorwiegend funktionelle Kraft und Ausdauer auf. Wer auf sichtbare Muskelberge wie beim Beintraining im Fitnessstudio hofft, wird vermutlich enttäuscht. Das heißt jedoch nicht, dass im Wasser keine Muskeln wachsen.
Gerade bei regelmäßigem, intensivem Training (z. B. durch Kickboards, Intervalltraining oder spezielle Technikdrills) kannst du:

  • die Muskelausdauer deiner Beine deutlich steigern
  • die Muskeldefinition verbessern
  • langfristig auch Muskelmasse aufbauen, primär in den Oberschenkeln und Waden
Kombiniere daher dein Schwimmtraining mit gezielten Beinübungen an Land, wenn du noch mehr Muskeln aufbauen möchtest.

Mann trainiert seine Beine beim schwimmen

Wie kann ich meinen Beinschlag im Schwimmen verbessern?

Der Beinschlag ist im Wasser das, was der Antritt beim Radfahren ist. Ohne ihn kommst du nicht richtig vorwärts. Einfach nur wild drauflosschlagen bringt jedoch nichts. Es kommt auf Technik, Rhythmus und Kontrolle an.
Hier ein paar Tipps, wie du deinen Beinschlag aufs nächste Level bringst:

1. Aus der Hüfte, nicht aus dem Knie!
Der größte Fehler beim Beinschlag ist, aus den Knien zu schlagen. Das sieht vielleicht spektakulär aus, bringt dich aber nicht wirklich vorwärts und strengt unnötig an. Die Bewegung sollte aus der Hüfte kommen, mit gestreckten Beinen und lockeren Füßen.

2. Fußgelenke beweglich halten
Steife Fußgelenke bremsen dich aus. Je flexibler deine Füße, desto mehr Vortrieb bekommst du. Dehnen, barfuß laufen oder Übungen mit Theraband helfen hier enorm.

3. Kickboard-Training
Nutze ein Kickboard, um dich komplett auf deine Beine zu konzentrieren. Halte dich mit gestreckten Armen daran fest und fokussiere dich nur auf einen sauberen, gleichmäßigen Beinschlag.

4. Intervalltraining
Kurze, knackige Sets bringen dich richtig weiter. Du kannst beispielsweise 10 × 25 Meter nur deinen Beinschlag mit maximaler Intensität und jeweils 20 Sekunden Pause trainieren.

5. Technikübungen
Probiere mal vertikales Kicken im tiefen Wasser. Du hältst dich dabei über Wasser nur mit Beinschlag. Klingt einfacher, als es ist.

So könnte dein Beintraining beim Schwimmen aussehen

Du möchtest wissen, wie ein gezieltes Beintraining beim Schwimmen aussehen kann? Dann nutze diesen Trainingsplan, den du ein- bis zweimal pro Woche zusätzlich zu deinem normalen Schwimmen durchführen kannst.

Warm-up (10 Minuten)

  • 200 m lockeres Kraulen
  • 100 m Rücken mit ruhigem Beinschlag
  • 4 × 25 m Beinschlag mit Brett, locker
Hauptteil (25 Minuten)

4 × 50 m Beinschlag mit Kickboard
→ Intensität: moderat bis zügig, 30 Sekunden Pause

4 × 25 m vertikaler Beinschlag (tiefes Wasser)
→ 20 Sekunden arbeiten, 20 Sekunden Pause
Tipp: Arme über dem Kopf halten für extra Herausforderung!

6 × 25 m Sprint Beinschlag mit Flossen (optional)
→ Volle Power, 15 Sekunden Pause

2 × 50 m Beinschlag in Rückenlage (Arme gestreckt)
→ Fokus auf ruhigen, sauberen Beinschlag

Cool-down (5–10 Minuten)
  • 100 m lockeres Brustschwimmen
  • 100 m Ausgleiten mit beliebigem Stil
  • Dehnung für Hüfte, Oberschenkel und Waden
Wenn du so trainierst, wirst du schnell merken, wie deine Beine kräftiger, effizienter und ausdauernder werden. Der Vorteil: Dein gesamter Schwimmstil profitiert gleich mit.

Fazit

Beintraining beim Schwimmen ist mehr als nur ein Nebenschauplatz. Es ist die Grundlage für Speed, Technik und Effizienz im Wasser. Wenn du deine Beinmuskulatur stärken, deine Ausdauer verbessern und dabei auch noch Kalorien verbrennen willst, ist Schwimmen ideal – vorausgesetzt, du trainierst deine Beine gezielt.
Klar, Schwimmen allein macht keine Bodybuilder-Beine. Beintraining beim Schwimmen sorgt jedoch für athletische, funktionelle Muskulatur, die dich nicht nur im Wasser, sondern auch an Land weiterbringt.

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