Vanlife:mit diesen Tipps bist du vorbereitet für deinen Roadtrip

Vanlife: Wie bereitet man sich auf seinen ersten Roadtrip vor

Vanlife klingt verlockend. Doch das Leben im Van muss gut vorbereitet sein. Sodasindwir geben dir wertvolle Tipps, damit du den ersten Roadtrip richtig genießen kannst!

Mit diesen Tipps wird dein Roadtrip perfekt

Was bedeutet Vanlife eigentlich? 

Jeden Morgen mit einem neuen Ausblick aufwachen. Jeden Tag neue Abenteuer erleben. Das klingt nach Freiheit. In den letzten Jahren ist die Begeisterung für das Vanlife deutlich gestiegen. Nicht nur in Deutschland, sondern auch weltweit. Aber was steckt eigentlich dahinter?

Vanlife, also das Leben im Van, beschreibt einen Lebensstil, bei dem sich Menschen dazu entscheiden, in einem ausgebauten Van zu wohnen, zu arbeiten und zu leben. Sie tauschen traditionelle Wohnkonzepte wie Haus oder Wohnung gegen ein mobiles Heim ein. Und das für einen über den üblichen Urlaub hinausgehenden Zeitraum. Oftmals auch auf unbestimmte Zeit.

Die Motive für diesen Lebensstil sind vielfältig: die Lust, Neues zu entdecken, Abenteuer zu erleben, naturverbundener zu leben oder die Welt zu bereisen. Oftmals ist das Van-Abenteuer auch eine Möglichkeit, zwischen zwei Lebensabschnitten, wie dem Übergang von Schule zum Studium oder einem Jobwechsel, neue Kraft zu tanken.

Das Leben im Van bietet einige tolle Vorteile.

Was sind die Vorteile des Vanlifes?

Das Leben im Van bringt einige positive Aspekte mit sich. Freiheit und Flexibilität sind die beiden offensichtlichsten Vorteile. Dein Zuhause ist dort, wo du parkst! Du kannst morgens mit Meerblick aufwachen, abends in den Bergen stehen und dazwischen einfach spontan entscheiden, wohin die Reise geht. Du bist nicht an feste Pläne gebunden, wie gebuchte Flüge oder Unterkünfte. Wenn dir ein Ort besonders gut gefällt, kannst du deinen Aufenthalt meist problemlos verlängern.

Aber es gibt noch weitere Vorteile, die Vanlife so beliebt machen:

  • Direkte Naturverbundenheit: Wenn du die Natur liebst, ist Vanlife ein Volltreffer. Du bist mittendrin, nicht nur dabei. Du wohnst quasi draußen. Egal ob am Strand, im Wald oder am Fuße eines Berges: du erlebst die Natur hautnah, vom ersten Sonnenstrahl bis zum letzten Stern.
  • Die perfekte Base für Sportler: Egal, ob Klettern, Surfen, Radfahren: dein Equipment ist immer mit dabei und schnell griffbereit.
  • Entschleunigung: Durch die Schnelllebigkeit unserer Zeit fühlen wir uns oft gehetzt und von einem Termin zum anderen. Das Leben im Van ist eine tolle Möglichkeit, wieder ins Hier und Jetzt zu finden. Die Tage sind zudem oft durch den Sonnenauf- und -untergang geprägt, was sich positiv auf unser Befinden auswirken kann.
  • Minimalismus und Fokus auf das Wesentliche: Weniger ist oft mehr! Im Van lernst du, dich auf das wirklich Wichtige zu konzentrieren. Durch den begrenzten Raum, bist du gezwungen zu entrümpeln. Nur die wirklich wichtigen Dinge kommen mit auf die Reise. Das kann nicht nur physisch, sondern auch mental für befreiend wirken.
  • Persönlich wachsen: Die Suche nach dem perfekten Stellplatz, die Organisation von Wasser und Strom oder das Lösen kleiner technischer Probleme wird dich immer wieder vor neue Herausforderungen stellen, die dich in deiner Persönlichkeit wachsen lassen. Die reduzierten Ablenkungen und die ständige Konfrontation mit neuen Situationen schaffen Raum zum Nachdenken und zum besseren Kennenlernen deiner eigenen Bedürfnisse und Grenzen.

Das solltest du beachten bei deinem ersten Roadtrip!

Was solltest du beim Vanlife beachten?

Das Leben im Van ist nicht unbedingt kostengünstiger. Der Kauf oder Ausbau eines Vans ist zunächst eine hohe Investition. Und es können immer wieder Kosten auf dich zukommen, die du gut einkalkulieren solltest. Neben Sprit können das größere Reparaturen oder Stellplatzgebühren sein. Denn nicht in jedem Land ist Freistehen erlaubt. Zusätzlich können Mautgebühren oder Visas anfallen.

Das Knüpfen neuer Bekanntschaften oder das Pflegen bestehender Freundschaften kann durch den ständigen Standortwechsel erschwert sein. Regelmäßige Online-Calls oder sogar Treffen mit Familie und Freunden können dir helfen, dich weniger einsam zu fühlen.

Minimalismus ist nicht für jeden! Das Leben im Van bedeutet auch, auf hohe westliche Lebensstandards zu verzichten. Dazu gehören zum Beispiel ein ausgestattetes Badezimmer. Im Van tauscht du dein WC mit Spülung gegen eine mobile Camping-Toilette aus, die regelmäßig gereinigt werden muss. Je nach Ausstattung deines Campers begrüßt dich morgens auch mal eine eiskalte Dusche. Oft auch nur als Außendusche konstruiert. Diese Einfachheit muss dir liegen, damit du dich dauerhaft auf kleinem Raum wohlfühlst.. 

Wie kann ich als Anfänger mit dem Vanlife starten? 

Vanlife ist ein Lebensstil, aber um das Gefühl von Freiheit und Flexibilität zu fühlen, musst du nicht direkt deine Sachen packen und die Wohnung kündigen. Kleine Roadtrips im Urlaub oder für ein verlängertes Wochenende ermöglichen es dir, dieses Lebensgefühl auch in deinem Arbeitsalltag zu integrieren. 

Vanlife Tipp Nr. 1: Das passende mobile Heim finden

Für den ersten Roadtrip lohnt es sich nicht, direkt ein eigenes Fahrzeug zu kaufen. Vor allem, wenn du dir noch unsicher bist, ob das Leben im Van das richtige für dich ist. Es gibt verschiedene Anbieter, die dir unterschiedliche Camper-Modelle vermieten. Die Fahrzeuge unterscheiden sich in ihrer Ausstattung, wie integrierte Toilette oder Außendusche, Küchenzeile und Frischwassertank. Je nachdem, wie du deine Reiseroute planst und ob du auf Campingplätzen stehen möchtest oder nicht, kann diese Ausstattung entscheidend sein. Alternativ gibt es auch portable Duschen und Kocher.

In einigen Fahrzeugen kannst du auch stehen, das kann gerade bei eher schlechten Wetterbedingungen ein Vorteil sein, bei denen du mehr Zeit im Camper verbringen wirst. Bei Destinationen mit schönem, trockenem Wetter lässt sich Vieles einfach nach draußen verlagern: Kochen, Spülen, geselliges Miteinander.

Extra-Tipp: Du willst dein eigenes mobiles Zuhause, aber ein Camper ist dir zu teuer in Anschaffung und Unterhalt? Dann könnte ein Dachzelt das richtige für dich sein!

Roadtrip Tipp Nr.2: Plane deine Reiseroute nur grob

Für deinen ersten Roadtrip ist es am besten, du planst deine Route grob vorab. Aber so, dass du nicht in Stress gerätst. Für den Anfang heißt das, lieber nur ein Land bereisen und ein, zwei Tage als Puffer einplanen. Denn, nur so, kannst du auch wirklich an einem Ort, der dir gut gefällt, länger bleiben.

Wichtig, das solltest du vorab klären:

  • Gibt es Mautbestimmungen oder ist eine Plakette notwendig?
  • Ist das Freistehen mit dem Camper erlaubt, und wenn ja, welche Regeln gelten? 
  • Gelten weitere Reisebestimmungen, wie bestimmte Fahrverbote oder Kennzeichnungspflichten? 
  • Mach dich vor der Abfahrt mit den technischen Eigenschaften deines Campervans vertraut. 


Bedenke auch, diese Fragen für Länder zu klären, durch die du auf dem Weg zum Zielland durchqueren wirst. Achte vor Ort auch auf weitere Kennzeichnungen und Straßen- bzw. Wetterbedingungen. In einigen Ländern können bestimmte Straßen nur mit Allradantrieb befahren werden (z.B. Island) oder es sind für Fahrzeuge, die ein definiertes Gewicht überschreiten, weitere Ausstattungen notwendig (z.B. Frankreich für Fahrzeuge über 3,5 Tonnen). Es können auch unterschiedliche Verkehrsregeln gelten, wie das Fahren mit Abblendlicht zu jeder Tageszeit, farbige Parkmarkierungen oder andere Vorfahrtsregeln im Kreisverkehr. 

So wird das Vanlife zum Abenteuer!

Vanlife Tipp Nr.3: Verhalten auf Campingplätzen und Freistehplätzen

Wenn du für deine erste Reise lieber auf Campingplätzen stehen möchtest oder das Freistehen gänzlich verboten ist (z.B. in Kroatien) beachte immer deine Reisezeit. Während der Saison kann es sein, dass Campingplätze eine Reservierung vorab verlangen. Auch wenn das nicht der Fall ist, kann es sein, dass bei deiner Ankunft kein Stellplatz mehr verfügbar ist. Daher ist es hilfreich, immer schon einen Plan B parat zu haben.

Für das Freistehen gilt: In den meisten Ländern ist das Wildcampen untersagt, Freistehen wird aber geduldet (z.B. auch in Deutschland). Oft darf im Camper übernachtet werden zur ‘Wiederherstellung der Fahrtüchtigkeit'. Das Aufstellen von Campingtischen und Stühlen oder sonstiges Camping-Verhalten ist dabei aber zu unterlassen. Es gibt einige Online-Communities oder auch Apps (park4night), die dir helfen können, geeignete Stellplätze zu finden. Bitte achte auch auf die Anwohner und verlasse den Platz ordentlich und ohne Müll. Verzichte darauf, auf Wiesen zu parken, wenn es mehrere Tage geregnet hat. Generell gilt, nicht in Naturschutzgebieten oder Nationalparks zu parken.

Extra-Tipp: Verzichte auf Nachtfahrten. Denn im Dunkeln ist es schwer, Schlaglöchern auszuweichen. Sollte der angepeilte Stellplatz zudem nicht verfügbar sein, kannst du schnell in Stress geraten, auch mit Plan B. 

Vanlife Tipp Nr. 4: Die Ausrüstung ist entscheidend

Im Van ist wenig Platz. Daher ist es wichtig, dass du nur Dinge einpackst, die du unbedingt brauchst. Das gilt besonders für deine Kleidung. Praktische Outdoorbekleidung solltest du schicken Outfits vorziehen. Funktionalität und bequeme Passform sind wichtiger als Fashion. Mikrofaserhandtücher trocknen schneller, was gerade bei begrenztem
Platz super hilfreich sein kann. Für Ordnung in deiner Reisetasche sorgen Reiseaufbewahrungstaschen.

Neben der Kleidung dürfen folgende Dinge in deinem Camper nicht fehlen: 

  • Campinggeschirr und Kochsets
  • Stirn- oder Campinglampen
  • Mückenspray und Erste-Hilfe-Ausrüstung
  • Campingtische und Stühle
  • Sonnenschutz, Mütze, Sonnenbrille
Wir haben dir die Must-Haves von sodasindwir zusammengestellt. 

sodasindwir Autorbild

sodasindwir

„Wir sind Sofia und Damian, bekannt als sodasindwir. Wir sind Auswanderer mit Reiselust, Entdecker mit Ängsten und zwei, die gesellschaftliche Erwartungen lieber über Bord werfen, als sich von ihnen aufhalten zu lassen. Aktuell fahren wir mit unserem selbst ausgebauten, quietschgrünen Defender von ganz unten in Argentinien bis ganz hoch nach Alaska. Dabei nehmen wir unsere Community nicht nur mit, sondern liefern praktische Tipps, ehrliche Perspektiven und Einblicke in ein Leben jenseits der Komfortzone.” 

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