Was passiert im Körper? Die immunologische Reaktion nach einem Piks
Um zu verstehen, warum Sport nach einer Impfung eine genaue Betrachtung erfordert, lohnt sich ein Blick auf die Prozesse in unserem körpereigenen Abwehrsystem.
Sobald ein Arzt eine Vakzine in den Muskel injiziert, schlägt das Immunsystem sofort Alarm. Der Körper erkennt die abgeschwächten Erreger, Proteine oder mRNA-Strukturen als Fremdstoffe und beginnt umgehend mit der Produktion von spezifischen Antikörpern. Diese Reaktion ist absolut gewollt, da sie die biologische Grundlage für den späteren, langlebigen Schutz gegen schwere Krankheiten bildet.
Dieser Prozess verbraucht jedoch erstaunlich viel Energie, wodurch das biologische System für einige Tage stark beansprucht wird. Der Körper simuliert im Grunde eine Miniatur-Infektion, um für den Ernstfall zu trainieren. Wer in dieser sensiblen Phase der Immunantwort schwere körperliche Lasten hebt oder intensive Ausdauereinheiten absolviert, entzieht dem Körper wertvolle Ressourcen. Die Abwehrkräfte müssen sich dann gleichzeitig um die Reparatur von mikroskopischen Muskelrissen durch den Sport und um den Aufbau des Impfschutzes kümmern. Das kann im schlimmsten Fall dazu führen, dass die Immunantwort schwächer ausfällt als gewünscht oder unerwünschte Nebenwirkungen verstärkt auftreten.





