Sicherung beim Bergsteigen: Welche Sicherungsarten gibt es beim Klettern?
Beim Klettern und Bergsteigen wird zwischen verschiedenen Sicherungsarten unterschieden; je nachdem, wie das Seil geführt wird und wie die Sicherungsperson eingebunden ist. Hier ein Überblick über die gängigsten Varianten:
1. Toprope-Sicherung
Die wohl bekannteste und für Anfänger sicherste Methode. Das Seil ist oben bereits fixiert, läuft durch einen Umlenkpunkt und wieder nach unten zum Sichernden. Wenn du stürzt, hängst du sofort im Seil, mit minimalem Fallfaktor.
Ideal für: Anfänger, Training, Kinderklettern, Kletterhalle.
2. Vorstiegssicherung
Hier kletterst du das Seil nach oben, also „im Vorstieg“. Dabei klinkst du das Seil selbstständig in Zwischensicherungen (Expressschlingen). Ein Sturz kann etwas weiter ausfallen. Daher braucht es hier erfahrene Sicherungspartner und gute Technik.
Ideal für: Fortgeschrittene, Sportkletterer, alpine Touren.
3. Halbmastwurf (HMS) mit Karabiner
Eine klassische Sicherungstechnik beim Klettern, bei der du mit einem HMS-Karabiner das Seil direkt am Gurt sicherst; meist als Alternative oder Notlösung, wenn kein Sicherungsgerät zur Hand ist.
Ideal für: Alpinisten, Notfalllösung, Trad-Klettern.
4. Standplatzsicherung
Beim Mehrseillängen-Klettern oder Bergsteigen wird am Ende jeder Seillänge ein sogenannter „Standplatz“ gebaut, an dem der Sichernde fixiert wird. Hier kommen mehrere Sicherungspunkte und Seilführungen zum Einsatz.
Ideal für: alpine Routen, Hochtouren, Klettersteige mit Seilabschnitten.
Die Wahl der richtigen Sicherung beim Bergsteigen hängt also stark vom Gelände, der Route und deiner Erfahrung ab. Wichtig: Kein System ist automatisch sicher. Nur die korrekte Anwendung schützt dich zuverlässig.