Dehnübungen für die Beine

6 Dehnübungen für die Beine - effektiv Verspannungen lösen

Die Beine sind die größte Muskelgruppe des Körpers. Dehnübungen machen den Unterkörper flexibler und helfen dabei, die Beweglichkeit zu erhalten. Trotzdem wird das Dehnen der Beine im Alltag oft vernachlässigt. Dies führt zu Mobilitätseinschränkungen sowie gesundheitlichen Nachteilen und erhöht das Verletzungsrisiko beim Sport. Diese Übungen kannst du ganz leicht in deinen Alltag integrieren!

Dehnen der Beine wirkt einer Verkürzung der Muskulatur entgegen

Warum sollte ich meine Beine dehnen?

Im Büroalltag sitzen wir die meiste Zeit des Tages. Wer zusätzlich noch mit dem Auto oder sitzend in der Bahn zur Arbeit fährt, kommt dem natürlichen Bewegungsdrang häufig nicht oder nur ungenügend nach. Auch wenn du regelmäßig Sport treibst, führtz der moderne Lebensstil oft zu verkürzten Muskeln und Sehnen. 

Unsere Beine als größte Muskelgruppe sind am stärksten davon betroffen. Verkürzen die Muskeln und Sehnen ist unser Körper nicht länger in der Lage unserer Becken in der anatomisch korrekten Form zu halten. Die Folge davon: Schmerzen in der Hüfte, im Rücken und in den Knien oder schwere, müde Beine. 

Aber auch sportlich aktive Menschen profitieren vom Dehnen der Beinmuskulatur. Gerade Läufer weisen oft verkürzte Wadenmuskeln auf. Das kann zu Schmerzen in der Achillessehne oder in den Füßen führen. 

Der richtige Zeitpunkt für die Dehnübungen der Beine

Wann sollte ich meine Beine dehnen?

Wann und wie oft du dehnst, sollte zu Beginn erst einmal zweitrangig sein. Wichtig ist, dass du damit startest. Integriere dafür kleinere Dehnpausen in dein Alltag zum Beispiel zwischen zwei Meetings. Oder nimm dir vor an einem oder zwei Tagen in der Woche nach dem Aufstehen oder vor dem Zubettgehen eine 10 minütige Dehneinheit ein. 

Du kannst deine Dehnübungen auch in deine Sporteinheiten integrieren. Ob vor oder nach dem Sport, hängt von der jeweiligen Form des Dehnens ab. Statisches Dehnen solltest du besser nach dem Sport einplanen, da sonst deine Leistung eingeschränkt werden könnte. Dynamischen Dehnen wärmt deine Muskulatur auf udn ist daher bestens als Warm-up vor dem Sport geeignet. 

Dehnübungen der Beine im Sitzen

Übung 1: Dehnen der Oberschenkelinnenseite

Setze dich mit dem Gesäß auf den Boden und lege dir gegebenenfalls ein Kissen unter den Po. Die Hände kannst du unterstützend ebenfalls auf dem Boden positionieren. Achte darauf, dass du in kein Hohlkreuz gehst und den Oberkörper nach vorne schiebst.

Strecke deine Beine aus und spreize sie, indem du sie nach außen bewegst. Stoppe, wenn du ein deutliches Zuggefühl an der Oberschenkelinnenseite verspürst. Halte die Position für 45 bis 60 Sekunden und führe 3 Serien der Übung aus.

Ziel ist es, Schmerzen an der Knieinnenseite zu lindern und die Körperhaltung zu verbessern.

Dehnübungen für die Beine im Stehen

Übung 2: Wadendehnung

Stelle dich mit dem Gesicht in Richtung einer Wand oder eines ähnlich stabilen Objekts. Im Büro kannst du einen Stuhl verwenden.

Führe einen Ausfallschritt aus und stütze dich mit den Händen an der Wand beziehungsweise dem Stuhl ab. Achte darauf, dass die Fußspitzen in Parallelstellung nach vorne zeigen.

Verlagere anschließend mehr und mehr Körpergewicht auf das vordere Bein. Die Ferse des hinteren Beins drückst du fest auf den Boden.
Strecke vorsichtig und langsam das Knie des hinteren Beins, bis die Wade gedehnt wird.

Führe mit jedem Bein drei Serien der Übung aus und halte die Spannung für 30 bis 40 Sekunden.

Ziel der Ausführung ist es, die Kniestreckung und Fußhebung zu verbessern.

Übung 3: Dehnung der Oberschenkelvorderseite

Nimm einen schulterbreiten und sicheren Stand auf dem Boden ein.

Greife mit der linken Hand den linken Fußrücken. Dazu musst du das linke Bein anwinkeln. Um das Verrutschen des Beckens in die Hohlkreuzposition zu verhindern, spannst du die Bauchmuskeln an.

Ziehe den linken Fuß in Richtung des Pos und lege besonderes Augenmerk darauf, dass das Knie nach unten zeigt.

Jetzt solltest du eine Dehnung im Bereich der Oberschenkelvorderseite und der Hüfte verspüren.

Führe die Übung abwechselnd dreimal pro Bein aus und dehne für 30 bis 40 Sekunden.

Übung 4: Verbesserung der Flexibilität der Oberschenkelrückseite

Gehe in Schrittstellung und strecke das vordere Bein aus, während du das hintere Bein leicht beugst. Wichtig ist darauf zu achten, dass die Belastung überwiegend auf das hintere Bein verteilt wird.

Beuge den Oberkörper nach vorne und halte den Rücken dabei gerade beziehungsweise gehe in ein leichtes Hohlkreuz.

Beim Vorbeugen des Oberkörpers solltest du ein deutliches Zuggefühl an der Oberschenkelrückseite wahrnehmen. Die Übung optimiert die Kniestreckung und entlastet die Lendenwirbelsäule.

Halte die Position für 45 bis 60 Sekunden und führe je nach Belieben 2 bis 3 Serien aus.

Beine dehnen im Stehen

Dehnübungen im Liegen für die Beine

Übung 5: Dehnung des Hüftbeugers

Leg dich auf den Rücken und schiebe eine Handtuchrolle oder geeignetes Fitnesszubehör unter dein Steißbein. Dazu musst du kurzzeitig die Beine aufstellen.

Beuge beide Beine, sodass du im Stande bist, das rechte oder linke Bein zu umfassen und an deinen Körper in Richtung des Kopfes heranzuziehen.

Das nicht umfasste Bein sinkt derweil langsam in gestreckter Position zu Boden.

Dank derartiger Dehnübungen wirst du langsam und kontinuierlich die Beweglichkeit deines Hüftgelenks verbessern.

Halte die beschriebene Stellung für 30 bis 60 Sekunden und wiederhole sie für das jeweils andere Bein.

Übung 6: Stretchen der Oberschenkelvorderseite

Begib dich in die Seitenlage. Das unten liegende Bein beugst beziehungsweise winkelst du an, um leichter das Gleichgewicht halten zu können.

Deinen Kopf legst du auf den Oberarm, der näher zum Boden ist. Mit der Hand des anderen Arms greifst du den Fuß des oberen Beins und führst es nach hinten in Richtung Gesäß.

Du solltest nun eine spürbare Dehnung im Bereich der Oberschenkelvorderseite des oberen Beins spüren.

Halte die Spannung für 30 bis 50 Sekunden aufrecht und wechsle anschließend zum anderen Bein.

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