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Angeln und Beißzeiten: So klappt's mit dem großen Fang

Oft sind es die sogenannten Beißzeiten, die darüber entscheiden, ob du erfolgreich einen Fisch fängst oder nicht. Doch was sind diese Beißzeiten eigentlich, welche Tageszeiten und Wetterbedingungen bieten die besten Chancen und wann ist es vielleicht besser, die Angelrute mal im Schuppen zu lassen?

Erfahre hier, wann die beste Zeit für das Angeln ist!

Kurz nachgefragt: Was sind eigentlich Beißzeiten?

Beißzeiten sind die Zeiten, in denen Fische besonders aktiv nach Nahrung suchen und dementsprechend häufiger an den Haken gehen. Diese Zeiten variieren jedoch je nach Fischart, Wetterbedingungen, Jahreszeit und sogar der Mondphase.

Wenn du die Beißzeiten richtig einschätzen kannst, erhöht sich deine Chancen auf einen erfolgreichen Fang erheblich. Es gibt Tage, an denen Fische einfach „in Beißlaune“ sind, während sie an anderen Tagen gänzlich unmotiviert wirken.

Das Wissen über Beißzeiten ist für Angler deshalb so wichtig, weil du deine Zeit am Wasser dadurch gezielt planen kannst. Anstatt stundenlang ohne Erfolg zu warten, kannst du dann angeln gehen, wenn die Fische auch tatsächlich aktiv sind.

Die beste Zeit zum Angeln

Die besten Zeiten zum Angeln sind in der Regel früh am Morgen und spät am Abend. Warum? Fische sind wechselwarme Tiere. Das bedeutet, dass ihre Aktivität stark von der Wassertemperatur abhängt.

In den frühen Morgenstunden, wenn das Wasser noch kühl ist, aber die Sonne schon beginnt, es leicht zu erwärmen, sind viele Fischarten auf Futtersuche. Besonders im Sommer kommt es vor, dass sich die Fische in den kühleren Morgen- und Abendstunden aktiver zeigen, während sie in der Mittagshitze in tiefere, kühlere Wasserschichten abtauchen.

Allgemein lassen sich die Beisszeiten der Fische wie folgt einteilen:

1. Früher Morgen (ca. 5 bis 9 Uhr): In der Dämmerung und kurz nach Sonnenaufgang sind viele Fische besonders aktiv, da sie die Ruhe am Wasser und die moderate Wassertemperatur nutzen, um nach Nahrung zu suchen.

2. Später Abend (ca. 18 bis 21 Uhr): Mit sinkenden Temperaturen am Abend und weniger Sonnenlicht werden viele Fischarten wieder aktiver. Vor allem Raubfische wie Hecht oder Zander nutzen die Dämmerung für ihre Jagd.

3. Bewölkte Tage oder leichte Regenschauer: Wenn es leicht regnet oder bewölkt ist, sind die Fische oft aktiver, da weniger Licht ins Wasser fällt und sie sich sicherer fühlen. Das kann besonders bei Fischarten wie Karpfen und Brassen für gute Beißzeiten beim Angeln sorgen.

Die Beisszeiten der Fische: Wann beißt welcher Fisch?

Hinsichtlich der Beisszeit hat jede Fischart ihre eigenen Vorlieben. Einige Fische sind Frühaufsteher, während andere eher in der Dämmerung oder sogar nachts auf Nahrungssuche gehen.

1. Karpfen: Karpfen sind echte Allrounder und können zu verschiedenen Tageszeiten beißen. In den warmen Monaten beißen sie oft in den frühen Morgenstunden und am späten Nachmittag, während sie in den kühleren Monaten auch mal tagsüber aktiv sind.

2. Hecht: Der Hecht ist ein klassischer Raubfisch und liebt die frühen Morgen- und späten Abendstunden. Besonders in der Dämmerung jagt er aktiv, da er die schummrigen Lichtverhältnisse nutzt, um sich an seine Beute heranzuschleichen.

3. Zander: Auch der Zander ist ein Raubfisch, der vorwiegend in der Dämmerung und nachts aktiv wird. Seine besten Beißzeiten liegen zwischen dem späten Nachmittag und der Nacht.

4. Barsch: Barsche sind tagsüber aktiv, hauptsächlich in den frühen Morgenstunden und am späten Nachmittag. Sie sind sehr lichtempfindlich und bevorzugen bewölkte oder leicht regnerische Tage.

5. Aal: Aale sind nachtaktiv und beißen besonders gut in den späten Abend- und Nachtstunden. Sie sind meist im Sommer am aktivsten, wenn die Nächte warm sind.
Brassen: Brassen beißen besonders gut in den frühen Morgenstunden, wenn das Wasser noch kühl ist. Bei leichtem Regen oder bewölktem Himmel sind sie auch tagsüber aktiv.

Das Wetter: Wann ist ein guter Tag zum Angeln?

Ein guter Angeltag hängt nicht nur von der Uhrzeit ab, sondern auch von den äußeren Bedingungen. Faktoren wie Wetter, Luftdruck und Mondphase spielen eine entscheidende Rolle.
Folgende Faktoren haben ebenfalls einen Einfluss auf die Beißzeiten beim Angeln:

1. Bewölkte oder leicht regnerische Tage: An solchen Tagen ist die Lichtintensität geringer, was den Fischen Sicherheit bietet. Sie fühlen sich weniger bedroht und gehen häufiger auf Futtersuche. Außerdem sinkt oft der Luftdruck bei Regen, was die Aktivität der Fische ankurbeln kann.

2. Steigender oder gleichbleibender Luftdruck: Ein stabiler oder leicht steigender Luftdruck signalisiert den Fischen, dass es eine gute Zeit zum Fressen ist. Besonders Friedfische wie Karpfen und Brassen reagieren stark auf den Luftdruck.

3. Leichte Winde: Ein leichter Wind kann das Wasser an der Oberfläche leicht aufwühlen, was Fische dazu anregt, nach Nahrung zu suchen. Ein Wind, der aus südlichen oder westlichen Richtungen weht, gilt als besonders günstig.

4. Mondphasen: Einige Angler schwören auf die Mondphasen, wenn es um die Beißzeiten geht. Bei Vollmond oder Neumond sollen die Fische besonders aktiv sein, da der Mond Einfluss auf die Gezeiten und somit auf das Verhalten der Fische hat.

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Angeln bei Kälte: Wann ist es zu kalt zum Angeln?

Fische sind wechselwarme Tiere, deren Körpertemperatur sich der Umgebung anpasst. Wenn das Wasser zu kalt wird, sinkt auch die Aktivität der Fische. Doch was bedeutet „zu kalt“ eigentlich?

Generell kann gesagt werden, dass das Angeln bei Wassertemperaturen unter 5 °C deutlich schwieriger wird. Viele Fischarten ziehen sich in tieferes Wasser zurück oder fahren ihren Stoffwechsel so stark herunter, dass sie kaum noch Nahrung aufnehmen müssen. Aber keine Sorge, selbst im Winter kannst du beim Angeln Erfolg haben.

Winterangeln funktioniert beispielsweise bei Fischen wie Zander, Hecht oder Karpfen; vorausgesetzt, du angelst in tieferen Gewässern, wo die Temperaturen etwas milder sind. Außerdem ist es im Winter wichtig, langsame Köderbewegungen zu wählen, da Fische träge sind und nicht aktiv auf schnelle Beutejagd gehen.

Fazit

Wenn du erfolgreich angeln möchtest, ist es unerlässlich, dass du die Beißzeiten deiner Zielfische kennst. Als allgemeingültige Regel lässt sich festhalten, dass der frühe Morgen und der späte Abend die besten Zeiten sind, um Fische zu fangen. Neben der Tageszeit spielen jedoch auch das Wetter, der Luftdruck und die Mondphase eine entscheidende Rolle!

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