DER BERICHT EINES WANDERERS MIT HUND

Mein Name ist Jeremy und ich bin der stolze Besitzer von Soka, einem sibirischen Husky.

In diesem Bericht erzähle ich von meiner Leidenschaft, dem Wandern mit Hund, auch „Caniwandern“ genannt, und meinen Erfahrungen auf diesem Gebiet.

Im Gegensatz zum Spaziergang ist dein Begleiter beim Caniwandern an dir befestigt.

Hier einige Tipps zum Loslegen und Erkunden der Wanderwege mit Hund.

mit deinem Hund wandern gehen!

DIE VORTEILE DES WANDERNS MIT HUND

Der Hauptvorteil beim Wandern mit seinem Hund ist, dass man die Beziehung zu seinem Tier intensiviert. Eine Outdoor-Aktivität sorgt nicht nur bei dir für Wohlbefinden, sondern auch bei deinem Hund, und stärkt die Verbindung zwischen euch beiden.

GEEIGNETE WANDERWEGE AUSWÄHLEN  

1. ROUTE

Dein Hund hat genauso viel Lust wie du, die Wanderwege eurer Region zu erkunden. Leider sind aber nicht alle für Hunde zugänglich. Bevor du dich daher in das Abenteuer begibst, solltest du eure Route prüfen und schauen, ob sie z. B. ein Naturschutzgebiet kreuzt. Informiere dich auch über die geltenden Gesetze.

2. FLÜSSIGKEITSZUFUHR

Mein Husky kann mich bei mehr als 15–18 °C nicht mehr ziehen. Daher muss ich bei höheren Temperaturen darauf achten, ihn ständig mit Flüssigkeit zu versorgen. Ich prüfe daher auf einer Karte die verschiedenen Wasserstellen. Informationen für Wasserzufuhr von Wanderern mit zwei Pfoten findest du hier.

3. WANDERWEG

Dein Hund ist vielleicht sehr agil, aber er kann keine Leitern erklimmen. Luftige oder zu freiliegende Passagen, Leitern, Seile kann man also vergessen. Lies auch unseren Artikel über die Klassifizierung von Wanderwegen, um eine Strecke für dein Niveau zu finden.

WIE RÜSTE ICH MEINEN HUND AUS?

Sobald du euren Wanderweg bestimmt hast, musst du nur noch dich und deinen Hund vorbereiten.Es gibt je nach Rasse, Größe, Alter des Tieres und Wanderweg (intensiv oder nicht) zwei Möglichkeiten.

1. Hunderucksack

Er besteht aus zwei Seitentaschen verschiedener Größen. So können sein Wasser, Futter und vielleicht auch Spielzeug direkt von deinem Begleiter getragen werden. Pass aber darauf auf, deinen Hund nicht zu überladen. Er ist kein Esel und darf nicht überlastet werden. Ein gesunder Hund kann bis zu einem Drittel seines Körpergewichts tragen. Aus Sicherheitsgründen und wenn du eine längere Wanderung planst, solltest du ihn maximal mit einem Viertel seines Gewichts beladen.

2. Sein Wasser und Futter direkt in meinem eigenen Rucksack mitnehmen

Ich persönlich finde das besser. Der Vorteil für den Hund besteht darin, dass er mehr Bewegungsfreiheit hat.

Sobald dein oder euer beider Rucksäcke fertig gepackt sind, gilt es, das Geschirr des Hundes vorzubereiten. Auch hier sollte man das Geschirr je nach Hund und gewählter Aktivität auswählen.

Es gibt verschiedene Formen, wobei das Geschirr vom Typ „X-Back“ das beste für Zughunde ist. Der Befestigungspunkt befindet sich nämlich direkt über dem Schwanz und so kann der Hund mit seinem ganzen Gewicht ziehen. Das Wichtigste ist, dass der Hund nicht an seinem Hals befestigt ist, wie bei einer Leine.

Dann musst du deinen Hund noch an dir befestigen. Dafür kannst du eine Leine mit Stoßdämpfer (elastisch) verwenden. Zugleinen für Zughunde eignen sich sehr gut hierfür. Die Leine wird dann am Bauchgurt deines Rucksacks festgemacht.

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REGELN, DIE MAN ALS CANIWANDERER BEHERZIGEN SOLLTE

Es gibt ein paar Regeln für das Caniwandern: Man sollte andere Wanderer und auch die Flora und Fauna respektieren. Vermeide es beispielsweise, dich Tierherden oder wilden Tieren zu nähern, auch wenn dein Hund angeleint ist.

Nimm Beutel für die Ausscheidungen des Hundes mit. Triff auch Vorkehrungen für deine eigenen.

Für ein optimales Vergnügen muss dein Hund gut erzogen sein: Er muss auf Rufen hören sowie auf Sitz, bei Fuß und andere Befehle, die speziell für das Caniwandern nützlich sind: links/rechts (wichtig für schnell aufeinanderfolgende Abzweigungen), Stopp (sehr nützlich bei einem Problem), nach vorn (damit er dir hilft).

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NACH DER WANDERUNG

Sobald ihr wieder zuhause seid, musst du deinen Hund auf zuerst auf Zecken untersuchen und danach den Futternapf wegstellen. Man sollte tatsächlich ein bis drei Stunden warten, bevor man seinem vierbeinigen Freund sein Futter gibt. Das Risiko einer Magendrehung ist bei Hunden sehr groß, da ihr Magen beweglicher ist. Wenn ein Hund nach der körperlichen Anstrengung direkt Futter bekommt, so steigt das Risiko einer Magendrehung. Als Drittes musst du die Pfoten deines Hundes untersuchen. Wenn du magst, kannst du ihm nach der Wanderung auch eine kleine Fußmassage geben.

TIPP: Ermutige deinen Hund lieber, als ihn zu bestrafen. Dein Hund kann auch mal dickköpfig sein, wenn er gehorchen soll, das ist nicht schlimm. Es reicht, ihn zu ermutigen und zu belohnen, wenn er hört.

Du möchtest das ganze Jahr über mit deinem Hund rausgehen, auch im Winter? Kennst du schon die Hunde-Schneeschuhe?

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