Ein Mann surft mit einem Bodyboard

Welches Bodyboard passt zu mir? So findest du das richtige Brett

Mit dem richtigen Bodyboard machst du von der ersten Welle an Spaß. Hier erfährst du, worauf es beim Kauf wirklich ankommt.

Eine Frau liegt auf einem Bodyboard

Was ist ein Bodyboard?

Ein Bodyboard ist ein kurzes, rechteckiges Brett aus geschäumtem Kunststoff, auf dem du liegend oder kniend Wellen reitest. Mit Armen und Beinen steuerst du Richtung und Tempo, während die Welle dich vorwärtstreiben.

Das Brett ist deutlich kleiner als ein klassisches Surfboard und aus weichem, schwimmfähigem Schaum gefertigt, der Stöße abfedert und viel Auftrieb bietet. Bodyboarden eignet sich für alle Altersgruppen und ist sowohl für ruhige Strandwellen als auch für kräftigere Brandung geeignet.

Ein Kind surft eine Welle mit einem Bodyboard

Worauf sollte man beim Kauf eines Bodyboards achten?

Beim Kauf eines Bodyboards sind Kern, Außenhülle, Größe und Ausstattung die wichtigsten Faktoren. Die richtige Kombination hängt von deinem Niveau, deinem Körperbau und den Wellenbedingungen ab.

  • Kern: PE-Schaum ist günstig und flexibel, eignet sich gut für Kaltwasser und Einsteiger. PP-Schaum ist steifer, reaktionsschneller und ideal für Fortgeschrittene in wärmerem Wasser. EPS-Kerne sind leicht, aber weniger gebräuchlich.
  • Außenhülle: Eine HDPE-Hülle ist glatt, schnell und wasserabweisend. Surlyn ist flexibler und stoßresistenter, was sie langlebiger macht.
  • Leash: Eine Handgelenks- oder Oberarm-Leash verhindert, dass das Brett bei einer Welle wegschwimmt. Bei Anfängern oft nicht enthalten, aber sehr empfehlenswert.
  • Schwanzform: Ein Crescent-Tail bietet guten Halt beim Kick und eignet sich für die meisten Fahrstile. Ein Bat-Tail ermöglicht schnellere Richtungswechsel.
  • Slick und Deck: Das Deck sollte rutschfest sein oder mit Wachs behandelt werden können. Ein glatter Slick auf der Unterseite sorgt für Geschwindigkeit.

Welches Bodyboard für Anfänger?

Einsteiger sind mit einem Brett aus PE-Schaum, einer robusten Surlyn-Hülle und einem Crescent-Tail am besten beraten. Diese Kombination ist günstig, verzeiht Fehler und hält intensivem Anfängergebrauch gut stand.

Wichtig ist zudem, dass das Brett zur Körpergröße passt, denn ein zu kleines oder zu großes Brett macht das Erlernen deutlich schwieriger. Für den Einstieg reicht ein Komplettset mit Leash und Brett vollkommen aus, ohne dass du viel Geld investieren musst.

Welche Größe sollte ich für ein Bodyboard wählen?

Die richtige Boardgröße richtet sich nach Körpergröße und Gewicht. Als Faustregel gilt: Das Brett sollte von der Körpermitte bis zum Kinn reichen, wenn du es aufrecht vor dir hältst.

Konkret bedeutet das für kleinere Personen bis 1,60 Meter eine Boardlänge von etwa 38 bis 40 Zoll. Personen zwischen 1,60 und 1,75 Meter greifen zu 41 bis 42 Zoll, größere Personen ab 1,75 Meter zu 43 Zoll und mehr.

Ein zu kleines Brett bietet zu wenig Auftrieb, ein zu großes lässt sich schlecht manövrieren und bremst im Wasser.

Wie surft man auf einem Bodyboard?

Beim Bodyboarden liegst du mit dem Bauch auf dem Brett, hältst die oberen Ecken mit beiden Händen fest und paddelst mit den Beinen in Richtung Welle. Sobald die Welle dich erfasst, ziehst du die Ellenbogen an den Körper, neigst das Brett leicht nach vorne und lässt dich mitreißen.

Mit Gewichtsverlagerung auf die Seiten und Druck auf die Kanten steuerst du Richtung und Kurvenradius. Flossen verstärken den Kick und geben dir mehr Kontrolle und Geschwindigkeit beim Einfahren in die Welle.

Ein Kind nutzt das passende Bodyboard

Worin besteht der Unterschied zwischen Surfen und Bodyboarden?

Der größte Unterschied liegt in der Körperposition und dem Brett. Beim Surfen stehst du aufrecht auf einem langen Board und balancierst aktiv, was deutlich mehr Übung erfordert. Beim Bodyboarden liegst du auf dem Brett, was einen niedrigeren Schwerpunkt und damit mehr Stabilität bedeutet.

Bodyboards sind kürzer, breiter und aus weichem Schaum, Surfboards länger, schmaler und aus härterem Material. Beide Sportarten nutzen Wellen als Antrieb, erfordern aber unterschiedliche Techniken, Ausrüstung und Lernkurven.

Ein Mann erwischt eine Welle mit dem Bodyboard

Ist Bodysurfen einfacher als Surfen?

Ja, Bodyboarden ist für die meisten Menschen deutlich leichter zu erlernen als Surfen. Der liegende Körperschwerpunkt macht das Gleichgewicht einfacher, und das breitere Brett bietet mehr Auftrieb und Stabilität. Schon nach wenigen Versuchen gelingt es den meisten Einsteigern, erste Wellen mitzunehmen.

Beim klassischen Surfen dauert es dagegen oft Wochen oder Monate, bis das Aufstehen auf dem Board zuverlässig funktioniert. Bodyboarden eignet sich deshalb besonders gut als Einstieg in den Wellenreitsport.

Mit einem Bodyboard kann man auch an Land üben

Kann man Bodyboarden ohne Flossen?

Ja, grundsätzlich ist Bodyboarden auch ohne Flossen möglich, besonders für Einsteiger in schwachen bis mittleren Wellen. Flossen geben dir aber deutlich mehr Schubkraft beim Einpaddeln und mehr Kontrolle beim Lenken. Ohne Flossen bist du auf kräftigere Wellen angewiesen, die dich von selbst mitreißen.

Wer regelmäßig boarded und Technik entwickeln möchte, sollte möglichst früh mit Flossen arbeiten. Spezielle Bodyboard-Flossen mit kurzem Blatt und offener Ferse sind dafür am besten geeignet.

Mit einem Bodyboard kann man Tricks machen

Kann man auf einem Bodyboard stehen?

Technisch ist es möglich, auf einem Bodyboard zu stehen, aber es ist nicht dafür ausgelegt. Bodyboards sind zu kurz, zu weich und zu schmal, um stabil darauf zu surfen.

Die Technik des sogenannten Dropknee, bei der ein Knie auf dem Brett ist und ein Fuß vorne steht, ist aber eine legitime Fahrtechnik und wird von Fortgeschrittenen bewusst eingesetzt.

Wer dauerhaft stehend surfen möchte, sollte sich ein klassisches Surfboard oder ein SUP zulegen.

Was kostet ein gutes Bodyboard?

Einfache Einsteigermodelle sind bereits ab etwa 20 bis 50 Euro erhältlich und eignen sich gut für gelegentliche Strandurlaube. Im mittleren Segment zwischen 60 und 150 Euro findest du Boards mit besserem Kern, robusterer Hülle und verbessertem Schwanzdesign, die sich für regelmäßiges Fahren klar lohnen.

Hochwertige Performanceboards für Fortgeschrittene und ambitionierte Surfer kosten zwischen 150 und 400 Euro und bieten reaktionsschnelle Kerne, präzise Schanzformen und professionelle Ausstattung. Wer ein- bis zweimal pro Woche im Wasser ist, ist mit einem Modell im Bereich zwischen 80 und 150 Euro sehr gut aufgestellt.

Bei Decathlon erhältst du Bodyboards bereits ab 20 Euro für den Einstieg sowie robustere Modelle mit PP-Kern und Leash ab rund 50 Euro.

Wie lange hält ein gutes Bodyboard?

Ein hochwertiges Bodyboard hält bei regelmäßigem Einsatz und guter Pflege drei bis sieben Jahre. Günstige Einsteigermodelle aus weichem PE-Schaum zeigen bei intensivem Gebrauch oft schon nach einer bis zwei Saisons erste Dellen und Risse. Entscheidend für die Lebensdauer sind die Qualität der Außenhülle, die Kernsteifigkeit und die Pflege nach dem Einsatz.

Spüle das Board nach jeder Session mit Süßwasser ab, um Salz und Sand zu entfernen, und lagere es liegend an einem schattigen Ort, da direkte Sonneneinstrahlung den Schaum langfristig verformt und versprödet.

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