Welches Bodyboard passt zu mir?

Du hast Lust auf den ganz besonderen Kick beim Wellenreiten? Dann wäre ein Bodyboard eine gute Alternative zum herkömmlichen Surfbrett. Denn dabei wird nicht stehend den Wellen Paroli geboten, sondern meist im Liegen. Worauf du bei der Auswahl des richtigen Bodyboards achten solltest und welche Besonderheiten es gibt, möchten wir dir in den folgenden Zeilen verraten.

Welches Bodyboard passt zu mir?

das wichtigste in kürze

• PE, PP und EPS stehen für das jeweilige Material, das bei Bodyboards verwendet wird.
• Für unterschiedliche Wellen gibt es auch unterschiedliche Bodyboards.
• Die passende Größe des Bodyboards kann relativ einfach ermittelt werden. Richtwerte sind in unserer Tabelle zu finden.
• Für Kinder empfehlen sich besonders aufblasbare Bodyboards.
• Zubehör wie Tasche, Leine, Neoprenanzug und Flossen können sinnvoll sein.

inhaltsverzeichnis

Wie unterscheiden sich Bodyboards voneinander?

Welches Bodyboard ist für welche Wellen geeignet?

Wie finde ich die optimale Größe für mein Bodyboard?

Welche Bodyboards werden für Kinder empfohlen?

Welches Zubehör ist sinnvoll?

Wie unterscheiden sich Bodyboards voneinander?

Im Grunde gibt es drei unterschiedliche Bauweisen von Bodyboards, die sich in der Materialzusammensetzung unterscheiden:

PE-Board

PE-Boards

Das Kernmaterial ist aus Polyethylen. Es ist vor allem für kältere Gewässer geeignet und bietet eine konstante Steifigkeit und somit eine gleichbleibende Flexibilität. Der Nachteil gegenüber PP-Boards ist, dass sie etwas weniger robust sind.

PP-Board

PP-Boards

Hier besteht der Kern aus Polypropylen. PP-Boards sind nur halb so schwer wie PE-Boards, sind stabiler, haltbarer und unempfindlicher gegenüber dem Eindringen von Wasser. In kälteren Gewässern kann sich aber die Steifigkeit erhöhen, sodass sich die Flexibilität verschlechtert.  

EPS-Board

EPS-Boards

Das Material des Kerns besteht aus expandiertem Polystyrol. Überzogen ist der Kern mit PE-Schaum, die Unterseite ist aus Hart-Polyethylen. Bodyboards aus diesen Materialien sind preislich die günstigsten und somit besonders für Anfänger und für ruhigere Gewässer geeignet. Allerdings sind sie nicht so stabil wie PE- bzw. PP-Boards.

Welches Bodyboard ist für welche Wellen geeignet?

Egal, ob Einsteiger, Fortgeschrittener oder Profi: Für jeden Typ und für jede Welle gibt es die passenden Bodyboards. Dabei gibt es drei unterschiedliche Kategorien:

Bodyboard 100

Das Bodyboard 100 ist für Wellen bis zu 50 cm Höhe und somit besonders für Einsteiger geeignet. Damit können auch Kids das Bodyboarden erlernen und haben von Beginn an Spaß.

Bodyboard 500

Das Bodyboard 500 ist dagegen schon für größere Wellen ausgelegt, sodass es wendiger und stabiler sein muss. Wer sich bereits sicher fühlt oder zu den Fortgeschrittenen gehört, sollte auf dieses Bodyboard umsteigen.

Bodyboard 900

Das Bodyboard 900 ist besonders hart verarbeitet. Warum? Weil Profis auf höheren und stärkeren Wellen unterwegs sind und mit Sprüngen und Tricks begeistern. Solche Bretter müssen somit eine hohe Stabilität aufweisen.

Wie finde ich die optimale Größe für mein Bodyboard?

Wie groß bzw. lang dein Bodyboard sein sollte, hängt im Großen und Ganzen von deiner Körpergröße ab. Allerdings spielen auch dein Gewicht und dein Können mit in die Entscheidung. Als Faustregel gilt: Die Länge des Bodyboards sollte dir in etwa bis zum Bauchnabel reichen. Und so gehst du vor:

• Ermittle die Länge vom Boden bis zu deinem Bauchnabel, schon hast du die Mindestgröße deines Bodyboards.
• Willst du es ruhig angehen, addiere 10 Zentimeter zur Länge dazu.
• Willst du mehr Action, dann addierst du nichts dazu.

Folgende Tabelle zeigt dir die empfohlene Mindestlänge deines Bodyboards in Bezug auf dein Gewicht und deinen Surfstatus an. Dabei werden die Längen in Zoll (1‘‘ = 2,54 Zentimeter) angegeben:

Anfänger bis 55 kg

40‘‘

anfänger bis 75 kg

42‘‘

anfänger über 75 kg

42‘‘

fortgeschrittener bis 55 kg

38‘‘

fortgeschrittener bis 75 kg

42‘‘

fortgeschrittener über 75 kg

42‘‘

profi bis 55 kg

36‘‘

profi bis 75 kg

40‘‘

profi über 75 kg

40‘‘

Mit einem zu kleinen Bodyboard können die Wellen nicht richtig ausgenutzt werden, sie verpuffen somit und der Surfspaß leidet. Auch wenn ein größeres Board nicht ganz so wendig ist, solltest du im Zweifel lieber zu einem größeren Bodyboard greifen.

Welche Bodyboards werden für Kinder empfohlen?

Wenn auch dein Kind zu den Wasserratten gehört, hat es mit Sicherheit Lust, das Bodyboarden kennenzulernen. Gerade für die Kids gibt es zwei tolle Varianten von Boards, mit denen sie diesen Sport spielerisch kennenlernen können:

Aufblasbare Bodyboards sind besonders für Kinder bis 25 kg und einem Alter zwischen vier und acht Jahren geeignet. Der Vorteil: Es wird kein zusätzliches Equipment benötigt und die Boards nehmen beim Transport kaum Platz weg.

• Kinder, die schon etwas älter und schwerer sind, tun sich mit den nicht aufblasbaren Kinder-Bodyboards besonders leicht. Wellen bis zu 50 Zentimetern sind kein Problem und für besten Halt sorgen Griffe, sodass die Kids großen Spaß in den Wellen haben.

Bodyboard Kinder

Welches Zubehör ist sinnvoll?

Profis werden auf ihrem Bodyboard wohl kaum Hilfsmittel brauchen. Dennoch können einige Dinge gerade für Anfänger und Fortgeschrittene hilfreich sein:

• Mit einer Bodyboard-Tasche kannst du dein Sportgerät nicht nur wunderbar transportieren, sie schützt das Board auch vor zu viel Sonneneinstrahlung und damit verbundener Materialalterung.

• Eine sogenannte Leash, auf Deutsch Leine, wird am Board befestigt. Die andere Seite wird per Klettband am Handgelenk befestigt. So kann dein Bodyboard auch bei hohem Wellengang nicht verlorengehen.

• Gerade zum Anpaddeln werden Flossen empfohlen, die dich auf Geschwindigkeit bringen. Den Einsatz mit Flossen solltest du aber üben, da es sonst zu ungewollten Muskelkrämpfen kommen kann.

• Mit einem Neoprenanzug schützt du dich vor allem gegen kalte Temperaturen.

Spüle nach einem Tag am Meer dein Bodyboard mit Süßwasser ab, um das Salz zu entfernen. So bleibt die Oberfläche lange intakt.

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