Der Keramikschliff ist entscheidend für die Performance auf der Piste, da er Skiern die nötige Haftung und Wendigkeit verleiht. Um das volle Potenzial der Ausrüstung auszuschöpfen, sollten die Kanten regelmäßig gepflegt werden – insbesondere bei hartem Kunstschnee nach jedem Skitag, bei weicheren Bedingungen etwa alle vier bis fünf Fahrten. Während elektrische Maschinen zwar Zeit sparen, ist der manuelle Handschliff deutlich präziser und materialschonender, wodurch die Lebensdauer der Ski verlängert wird.
Für ein optimales Ergebnis kommt es auf die richtige Winkelwahl an:
Kantenwinkel (86° bis 91°): Ein kleinerer Winkel bietet mehr Grip auf Eis (ideal für Profis), während ein größerer Winkel für Amateure leichter zu kontrollieren ist.
Belagseitiger Winkel (0° bis 2°): Dieser bestimmt die Drehfreudigkeit; je geringer der Winkel, desto aggressiver reagiert der Ski.
Der Prozess erfordert eine feste Fixierung der Ski im Skispanner. Zuerst wird die Belagseite und anschließend die Seitenkante mit einer entsprechenden Feile bearbeitet. Nach dem Entfernen der Metallspäne sorgt das Finish mit einer Diamantfeile für die nötige Glätte und entfernt den entstandenen Schleifgrat.