DIE SCHNÜRE

Die Schnur ist das Element, das den Fisch mit dem Angler verbindet. Darum muss deren Zustand regelmäßig überprüft werden. Der Start eines neuen Jahres ist eine gute Gelegenheit dazu.

Monofile Schnüre

Nach häufiger Nutzung können Monofilschnüre Ermüdungserscheinungen zeigen. Man muss diese sorgfältig überprüfen und sich der Risiken bewusst sein.

1: Die Schnur verdreht

Wenn die Schnur, wenn du sie ohne starken Zug abrollst, sich stark verdreht und kleine Kringel schlägt, ist das meist der Memory-Effekt. Die Schnur hat die Form der Spule angenommen. Das ist nicht weiter schlimm – die Schnur hat nichts von ihrer Tragkraft eingebüßt – kann aber zu Unannehmlichkeiten führen. Das Risiko von Verdrehungen beim Auswerfen ist größer, da die Schnur zum Verheddern neigt. Wenn du nicht aufpasst, kann sie sich auch um deine Rutenspitze werfen und so im schlimmsten Fall sogar zu deren Bruch führen.

2: Die Schnur ist abgenutzt

Die gesamte Länge der Schnur muss auf gequetschte oder aufgeraute Stellen untersucht werden. Eine gequetschte Schnur verliert an Tragkraft und kann bei kräftigen Auswürfen oder starkem Zug (zum Beispiel beim Drill eines schönen Fisches) reißen. Du solltest auch sicherstellen, dass die Oberfläche der Schnur schön glatt ist. Wenn das nicht der Fall ist, wurde die Schnur sicherlich über einen Ast oder Felsen gerieben und hat dabei Material verloren. Auch dadurch verringert sich ihre Tragkraft. Der abgenutzte Teil sollte selbstverständlich ausgetauscht werden.

GEFLOCHTENE SCHNÜRE

Auch geflochtene Schnüre erfordern Aufmerksamkeit. Wenn eine geflochtene Schnur in einem schlechten Zustand ist, kann sich das negativ auf das Angeln auswirken.

1: Die Knoten

Die Schnur muss auf der gesamten Länge auf Knoten untersucht werden. Oft kann ein einziger Knoten zu großen Verdrehungen führen. Wenn du einen Knoten findest, hast du oft keine Wahl, außer die Schnur abzuschneiden.

2: Der Zustand der Fasern

Den Zustand deiner geflochtenen Schnur kannst du am besten am Zustand der Fasern ablesen. Wenn die Fasern ausgefranst sind oder die Flechtung nicht mehr gleichmäßig ist, ist die Schnur abgenutzt und hat Tragkraft und Gleitfähigkeit eingebüßt. Auch in diesem Fall solltest du das beschädigte Schnurstück abschneiden.

Aufgrund des Preises ist es oft nicht leicht, sich von einem großen Stück Schnur zu verabschieden. Doch wenn du dies nicht tust, kriegst du später noch größere Probleme!

DIE HAKEN

Egal, ob du einen Vorfachhaken oder einen losen Haken verwendest, einen Drilling oder einen Einfachhaken – all diese Haken sollten regelmäßig gepflegt werden, damit sie frisch sind und scharf bleiben.

1: Rost und Oxidierung

Wenn du Oxidierung oder Rost auf deinen Haken feststellst, musst du sofort handeln. Je länger du wartest, umso mehr Schaden nimmt der Haken.

#Caperlan-Trick:

Um Rost vollständig zu entfernen, kannst du den rostigen Haken ein paar Stunden in ein Glas Cola legen. Danach mit Seifenwasser abwaschen, um den Zucker zu entfernen. Abschließend unter klarem Wasser abspülen und abwischen.

2: Die Hakenspitze

Eine gut gepflegte Hakenspitze sorgt für weniger Aussteiger und verlorene Fische. Wir empfehlen, die Spitze deiner Haken regelmäßig zu kontrollieren und zu schärfen oder, falls der Zustand nicht mehr gut genug ist, den Haken auszutauschen. Wenn du dir nicht sicher bist, was die beste Vorgehensweise ist, wechsel lieber den Haken.

DIE KLEIDUNG

Für mehr Erfolg beim Angeln ist der Komfort nicht zu unterschätzen. Gute Wasserdichtigkeit deiner Watstiefel, deiner Weste oder deiner Angelhose ist unabdingbar.

Um zu überprüfen, ob deine Watstiefel komplett wasserdicht sind, kannst du sie in eine Badewanne voll Wasser eintauchen, um sicherzustellen, dass keine Luftblasen aus ihnen herauskommen. Sollte das doch der Fall sein, kannst du die Stiefel oft mit einem speziell dafür vorgesehenen Set reparieren.

Deine Angelweste- und hose sind sicherlich auch nicht mehr so wasserabweisend, wie sie es mal waren. Damit sie wieder wie neu werden, kannst du sie bei 30°C waschen. Wähle dafür ein Programm mit gründlichem Spülen und schonendem Schleudern. Die Angelbekleidung sollte auf der Leine getrocknet werden. Ab und zu kann auch der Trockner bei minimaler Temperatur und minimaler Länge verwendet werden – auch dies kann die Bekleidung wasserabweisender machen. Es gibt auch spezielle Sprays, um die Qualität und Dauer der Wasserfestigkeit zu erhöhen.