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Bilge- oder Lenzpumpen

Mit Hilfe einer Bilgepumpe kannst du den untersten Teil deines Bootes (Bilge) von Wasser befreien. Neben den Lenzpumpen, wie die Bilgepumpen häufig auch genannt werden, eignen sich weitere praktische Hilfsmittel, um dein Boot trocken zu legen. Bilgepumpen können manuell oder elektrisch betrieben werden. Zu den elektrischen Bilgepumpen gehören Tauchpumpen oder automatische Pumpen.

Manuelle Bilgepumpe

Manuelle Bilgepumpen erfordern eine mechanische Betätigung deinerseits. Sie können tragbar sein oder an einer bestimmten Stelle des Schiffes befestigt werden. Die Fördermenge dieser Pumpen ist geringer als die von elektrischen Pumpen. Sie können zwischen 25 und 100 Liter pro Minute fördern. Sie können eingesetzt werden, wenn es technische Probleme mit der elektrischen Pumpe gibt, und gehören zusammen mit Eimern und Schöpfkellen zu den vorgeschriebenen manuellen Lenzeinrichtungen der Vorschrift 240.

Elektrische Tauchpumpen und automatische elektrische Pumpen

Elektrische Bilge-Tauchpumpen befördern das Wasser mithilfe eines Motors aus der Bilge zurück an die Außenseite des Bootes. Mit einem Schalter kann die Pumpe eingeschaltet werden, wenn du es wünscht. Sie sind wasserdicht, sodass sie untergetaucht werden können.Automatische elektrische Bilgepumpen sind den Tauchpumpen ähnlich. Ihr Vorteil ist, dass sie sich über einen Schwimmerschalter automatisch einschalten, wenn das Wasser einen bestimmten Pegel erreicht hat. Sie können auch dann gestartet werden, wenn du nicht an Board bist, z. B. wenn du das Boot vor Anker liegen lässt. Das verhindert, dass dein Boot im Hafen sinkt!Beachte, dass du deine Tauchpumpe in eine automatische Pumpe umwandeln kannst, indem du einen Schwimmerschalter an der Pumpe anbringst.

Eimer und Schöpfkellen (Lenze)

Eimer und Schöpfkellen sind ein einfaches und nützliches Zubehör, das du an Bord deines Segelbootes mitführen solltest. Mit Schöpfkellen kannst du in schwer zugängliche Ecken gelangen und den Boden des Bootes trockenlegen. Ein Eimer hilft nicht nur dabei, das Boot trocken zu legen, sondern kann auch für verschiedene andere Aufgaben verwendet werden, z. B. um das Bootsdeck zu reinigen. Diese beiden Ausrüstungsgegenstände sind Teil der Ausrüstung, die zum manuellen Lenzen des Bootes verwendet werden kann, wie es in der Vorschrift für Freizeitboote, Division 240, vorgeschrieben ist.

Leckstopfen

Bei einem Wassereinbruch ist es zunächst wichtig, das Wasser abzupumpen. Doch um den Wassereinbruch zu begrenzen, ist es unerlässlich, die Wassereinbrüche zu verstopfen. Mit Leckstopfen in verschiedenen Größen hast du immer einen für das Wasserloch geeigneten Stopfen dabei. Es gibt Leckstopfen aus Holz, aber auch spiralförmige Plastikleckstopfen.

Die Wahl einer Bilgepumpe

Im Allgemeinen ist es ratsam, sich für mindestens zwei Pumpen zu entscheiden: eine automatische elektrische Pumpe sowie eine manuelle Pumpe. Eine automatische Pumpe kann ausgelöst werden, wenn das Boot vor Anker liegt und du nicht an Bord bist. Die manuelle Pumpe dient als Ergänzung oder bei einem Ausfall der elektrischen Pumpe. Um den Zustand deiner automatischen elektrischen Pumpe zu überwachen, kann ein alarmgesteuertes System dich darauf hinweisen, wenn die Batterie der Pumpe aufgeladen werden muss.Die notwendige Fördermenge der Bilgepumpe variiert mit dem Typ und der Größe deines Bootes. Auch die von dir benötigte Schöpfhöhe und der für deine Anlage zur Verfügung stehende Platz spielen bei der Wahl deiner Bilgepumpe eine Rolle. Im Zweifelsfall ist es besser, die Anlage überzudimensionieren als umgekehrt. Stelle allerdings sicher, dass deine elektrische Anlage den Verbrauch der Pumpe(n) leisten kann.Während bei einem kleinen Boot eine einzige Bilgepumpe ausreichen kann, benötigen größere Boote unter Umständen mehrere Pumpen, insbesondere wenn es mehrere separate Bereiche gibt, die Wasser zurückhalten können. Achtung: Es ist nicht sinnvoll, mehrere Pumpen pro Druckleitung zu installieren.Die Bilgepumpen müssen für eine regelmäßige Überprüfung und Reinigung zugänglich sein.Die beste Wirkung erzielst du, wenn du die Länge der Druck- und Saugschläuche möglichst gering hälst und ihren Durchmesser entsprechend der Fördermenge der Pumpe richtig dimensionierst. Du kannst ein Rückschlagventil einbauen, um zu verhindern, dass das Wasser in die Bilge zurückfließt.

Wartung einer Bilgepumpe

Vernachlässige die Wartung deiner Bilgepumpe nicht. Reinige regelmäßig die Bilge und entferne alle Fremdkörper, die sich dort befinden können, damit sie die Pumpe nicht verstopfen oder gar blockieren. Denke auch bei einem neuen Boot an die Reinigung, denn es können noch baubedingte Rückstände wie Sägespäne, Schaumstoff- oder Epoxidteile oder eine übersehene Schraube vorhanden sein. Achte auch auf die Schläuche und stellen sicher, dass keine Lecks in der Bilge vorhanden sind.Wenn du die Bilgepumpe nicht häufig verwendest, solltest du daran denken, sie von Zeit zu Zeit auf ihre Funktionstüchtigkeit zu testen, damit sie zum gewünschten Zeitpunkt einsatzbereit ist. Wenn du dich für eine automatische elektrische Bilgepumpe entschieden hast, überprüfe auch die Bestandteile des automatischen Auslösers.

FAQ

Was ist eine Bilgepumpe?

Bilgepumpen dienen dazu, das Wasser abzupumpen, das sich in der Bilge, also dem untersten Bereich des Bootes, ansammelt. Wasser kann sich dort aus verschiedenen Gründen ansammeln. Es ist wichtig, es zu entfernen, um zu verhindern, dass dein Boot dadurch instabil oder beschädigt wird und es schließlich sinkt. Eine Bilgepumpe ist außerdem notwendig, wenn ein großer Wassereinbruch vorliegt, z. B. wenn ein Loch im Rumpf durch einen Aufprall entstanden ist.Bemerkst du ein Leck in deinem Boot, musst du es unbedingt reparieren! Dafür findest du bei uns wichtiges Bootsreparatur Zubehör .

Ist eine Bilgepumpe Pflicht?

Unabhängig von der Fahrweise ist es Pflicht, an Bord deines Schiffes eine 'manuelle Lenzeinrichtung' (Vorschrift 240) mitzuführen. Diese Pflicht gilt für alle Freizeitboote. Diese manuelle Lenzausrüstung kann ein Schöpfer, ein Eimer oder eine Handpumpe sein. Diese Ausrüstung muss dem Volumen des Bootes angepasst sein, insbesondere wenn es sich nicht um ein selbstlenzendes Boot handelt oder wenn es über einen Wohnbereich verfügt.Diese manuelle Vorrichtung kann aushelfen, reicht aber in der Regel nicht aus, wenn ein größerer Wassereinbruch vorliegt. Elektrische Pumpen arbeiten mit Gleichstrom und sind für große Wassermengen besser geeignet.