Tipps zur richtigen Wahl: Skimaterial

Tipps zur richtigen Wahl
WINTERSPORT

Skimaterial

Welches Alpinskimaterial soll ich wählen?

Welche Skitypen gibt es? Was ist bei der Wahl der Skischuhe zu beachten? Wie wählt man die richtige Länge der Skistöcke?

Welcher Fahrertyp sind Sie?

Skitypen

Einsteiger:
Sie sind noch nie Ski gefahren oder noch Anfänger.
Sie nehmen erste Kurven im Schneepflug in Angriff und driften gegen Ende ab.
Sie meistern blaue Pisten mit geringer Geschwindigkeit.

Fortgeschrittene:
Sie bezwingen rote Pisten bei mäßigem Tempo und haben bereits ein gewisses Vertrauen in Ihr Können erlangt.
Sie fahren Kurven im Schneepflug oder Parallelschwung und entdecken gerade das Carving. Sie üben im Pulverschnee.

Profi:
Sie beherrschen das Carving und fahren mit hoher Geschwindigkeit in jedem Gelände und auf jeder Art von Schnee.


Je nach Leistungsstufe nehmen folgende Kriterien an einen Ski an Bedeutung zu:

- Härte/Dynamik: Charakteristische Eigenschaften für mehr Kontrolle bei Ihren Schwüngen.
Einsteiger sollten weichere, fehlerverzeihende Ski verwenden. Profis dagegen legen Wert auf harte und dadurch sehr präzise Ski.

- Wendigkeit: Diese Angaben informieren über die Kurveneigenschaften (Kurvenradius) und die Drehfreudigkeit des Skis.
Für einen schnellen Lernerfolg sind wendige Ski mit kleinen Kurvenradien unterstützend.

- Vielseitigkeit: Die Angaben in % geben Auskunft über die Vielseitigkeit des Skis auf und abseits der Piste (siehe Alpinski-Arten).

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Alpinski-Arten und -Eigenschaften

Skischuhe

Im Skisport gibt es verschiedene Einsatzbereiche:

Pistenski: Skifahren auf präparierten Skipisten in Skigebieten. Dieser Bereich belegt über 90% des Skisports.
Freestyle: Skifahren in Snowparks über Lines, Kicker und Rails.
Freeride: Skifahren abseits der Pisten im Tiefschnee. Hierfür sind sehr gute Umgebungs- und Schneebeschaffenheits-Kenntnisse wie auch Sicherheitsausrüstung
(LVS-Geräte und Sonden) erforderlich.


Technische Eigenschaften:

Je nach Einsatzgebiet ist ein Alpinski unterschiedlich konzipiert. Ein Pistenski hat z.B. eine Taillierung mit einer schmalen Taille (Breite des Ski unter der Bindung) bis 70/72 mm. Ein Freeride-Ski dagegen hat eine breite Taille von über 82 mm, um im Tiefschnee einen besseren Auftrieb zu haben. Bei Taillen zwischen 72 und 82 mm spricht man vom Allmountain-Ski, der sowohl auf der Piste als auch im Tiefschnee gefahren werden kann.

Zudem gibt es unterschiedlich starke Taillierungen, aus denen sich der Kurvenradius eines Skis berechnet:

Taillierung

Ein Ski mit einer hohen Taillierung (schmale Taille, breite Enden) hat einen niedrigen Kurvenradius (z.B. 13,5 m), ist somit sehr drehfreudig und gut geeignet für kleine Schwünge. Dies erleichtert das Kurvenfahren; es ist kein außerordentlicher Kraftaufwand erforderlich. Daher sind taillierte Ski z.B. für Einsteiger oder für Slalomfahrten gut geeignet.

Ein Ski mit einer geringeren Taillierung hat einen großen Kurvenradius (z.B. > 16 m) und ist für große Schwünge, wie bspw. beim Riesen-Slalom, geeignet. Dieser Ski braucht für eine Kurve mehr Kraftaufwand, ist jedoch z.B. für Freestyle geeignet, da er gerade Landungen nach Sprüngen unterstützt. Ski mit mittleren Radien von 13-16 m bewegen sich im Allround-Bereich

In den vergangenen Jahren hat sich die Rocker-Technologie mehr und mehr etabliert und ist neben dem Freeride-Bereich auch bei Pistenski zu finden. Diese Technologie zeichnet sich v.a. durch eine negative Vorspannung aus: Beim Tip Rocker ist der Ski schon vor dem Beginn der Schaufel nach oben gebogen, so dass Auftrieb entsteht. Der Ski „schwimmt“ und lässt sich leichter lenken. Ein Twin Tip Rocker besitzt sowohl vorn als auch hinten einen Rocker; somit ist der Ski ohne Probleme auch rückwärts fahrbar. Ein Full Rocker hat auch mittig keine klassische Vorspannung mehr, sondern ist flach. Dieser Ski wird v.a. im Freestyle verwendet.


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Die richtige Skilänge

Skilänge

Die richtige Skilänge ist nicht nur von der Körpergröße abhängig, sondern auch von der individuellen Fahrgewohnheit, Körpergewicht, Skieigenschaft. Die Körpergröße ist ein Richtwert bei der Wahl des Skis, Skilänge und Körpergröße sollten in einem angemessenen Verhältnis stehen.

Richtwerte für die Auswahl der Skilänge:
Bei Erwachsenen sollte der Ski zwischen Kinn (Einsteiger) und Nasenspitze enden; bei Kindern zwischen Brust (Einsteiger) und Kinn (Fortgeschrittene).
In Zahlen: Skilänge = Körpergröße - 10 cm.

Für Skifahrer/innen mit einem höheren Körpergewicht sind etwas längere Ski besser geeignet, da sich diese durch einen ruhigeren Lauf auszeichnen, gerade bei höherer Geschwindigkeit. Beachten Sie dabei, dass längere Ski an Wendigkeit einbüßen.
Kürzere Ski sind leichter zu lenken und drehfreudiger, werden jedoch mit einem höheren Kraftaufwand gefahren.


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Skischuhe

Skischuhe

Skischuh
Wie finde ich den passenden Skischuh?

Ein optimal passender Skischuh umschließt den Fuß eng und sitzt fest – auch wenn es sich ungewohnt anfühlt. Der Schuh darf sich zunächst „zu klein“ anfühlen. Dabei sollte jedoch kein Druck an einzelnen Stellen zu spüren sein. Wählen Sie die Skischuhe auf keinen Fall zu groß: Bei Gebrauch wird der Schuh automatisch noch bis zu einer halben Größe größer. Im geraden Stand darf Ihr Zeh leicht vorn anstoßen. Wenn Sie in die Knie gehen (fixieren Sie den Schuh und beugen Sie sich nach vorn), darf der Zeh nicht mehr vorn anstoßen und die Ferse darf nicht abheben. Dann sitzt der Schuh perfekt.



Die Größen von Ski- und Snowboardstiefeln werden in dem international standardisierten Mondopoint-Schuhgrößensystem (ISO-9407) angegeben. Das Mondopoint-System richtet sich nach der Fußlänge in Millimetern: Normale Schuhgrößen liegen zwischen 200 und 330 mm; häufig wird jedoch die Zentimeterlänge genutzt (dementsprechend liegen die Größen zwischen 20 und 33).

Dabei ist zu beachten, dass die Schuhgrößen immer ein bestimmtes Längenintervall abdecken - eine bestimmte Schuhgröße entspricht also nicht genau einer Größe im Mondopoint-System.
Skischuhe

Auch die Breite des Schuhs variiert je nach Schuh und Hersteller.
Schuhbreiten:
schmal (98 bis 100 mm) = für besondere Präzision und für schmale Füße
medium (102 mm) = Standard, normalbreite Füße
breit (104 bis 106 mm) = für mehr Toleranz und für breite Füße

Unsere Skischuhe der Marke Lange haben ein schmales Fußbett; Salomon-Schuhe besitzen ein schmales bis mittleres Fußbett. Breit geschnitten sind Skischuhe der Marken Wed’ze und Atomic. Technica und Rossignol bewegen sich im mittleren Bereich.


Flexindex:

Wählen Sie nun den Flex entsprechend Ihrer sportlichen Ansprüche.
Der Flex bezeichnet den Widerstand (Steifigkeit) des Skischuhschaftes nach vorn. Flexwerte bewegen sich zwischen 40 und 50 (weich) bis 120 und 130 (hart). Je härter der Flex, desto steifer und unbeweglicher ist der Skischuhschaft. Das gibt mehr Halt und Präzision, aber es schränkt auch die Bewegungsfreiheit des Sprunggelenks ein.

Niedriger Flex: Je niedriger der Flex, desto flexibler und toleranter ist der Schuh und umso besser ist er für leichte Sportler/innen und für Einsteiger geeignet.
Härterer Flex: Je härter der Flex, desto leistungsfähiger und präziser ist der Schuh und eher für schwerere Fahrer/innen geeignet.

Einige Skischuhe besitzen zusätzliche Funktionen wie einen besonders leichten Einstieg, mehrfach justierbare Schnallen oder eine Walk-Funktion (Feststellen und Lösen des Schafts).


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Die richtige Länge der Skistöcke

Skistöcke


Die richtige Skistocklänge für Alpinski kann mit der Formel „Körpergröße x 0,7“ berechnet werden.

Im Praxistest dreht man den Skistock auf den Kopf, stellt den Griff auf den Boden und hält den Stock unter dem Teller fest.

Hohe Schuhe sollten zuvor ausgezogen werden. Der Ellbogen sollte einen rechten Winkel bilden bzw. der Unterarm parallel zum Boden stehen.





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