Karpfenangeln

Der Karpfen ist deutschlandweit der wohl am häufigsten beangelte Süßwasserfisch überhaupt. Kein Wunder, denn seine Kraft im Verhältnis zu seiner Größe ist einzigartig und knallharte Drills sind garantiert.

Des Weiteren ist der Karpfen ein sehr schmackhafter Speisefisch und bei vielen Kochtopfanglern heiß begehrt. Er ist der größte Friedfisch im Süßwasser und frisst fast ausschließlich am Gewässergrund. Daher ist die wohl meistbenutzte Technik zum Karpfenangeln das Grundangeln.
In den letzen Jahrzenten erlebte das Karpfenangeln eine ständige Revolution neuer Montagen, Köder und Techniken und ist heute die wohl modernisierteste Angeltechnik in ganz Europa. Heute sind Haarmontage, Boilies und Co. feste Bestandteile beim Karpfenangeln. Aber auch klassisch mit der Posen- oder einer leichten Laufbleimontage, lassen sich Karpfen sehr gut fangen.
An warmen Tagen kann man auch ganz einfach mit Schwimmbrot an der Wasseroberfläche den Karpfen nachstellen - Nervenkitzel garantiert! Viel wichtiger als komplizierte Montagen und Vorfächer, ist ein guter, hochwertiger Köder und vernünftiges Futter. Partikel, Pellets und Boilies sind die meistbenutzten Köder heutzutage, aber auch ganz einfach mit Maden und Wurm, lassen sich Karpfen sehr gut fangen.
Auch in Sachen Ausrüstung erlebt das Karpfenangeln einen konstanten Hype und jeder schmückt sein Rod Pod mit den hochwertigsten Ruten und Rollen.
In unserem Sortiment werden sowohl Anfänger, als auch Profis fündig. Für jeden ist das passende „Takle“ dabei. Versuchen Sie doch auch mal ihr Glück auf die Kampfmaschine im Süßwasser. Viel benötigen Sie dafür nicht. Aber Vorsicht: einmal vom Karpfenfieber gepackt, kommt man nur schwer wieder davon weg.

Karpfenboilies und Pop-Ups Nach oben

Der Boilie hat in den letzten Jahrzehnten das Karpfenangeln revolutioniert. Sehr gute Haltbarkeit, variierende Bestandteile und Größen, sowie verschiedene Farben und Geschmacksrichtungen, machen den Boilie oft zum besten Kaprfenköder überhaupt. Die Auswahl an Boilies ist unüberschaubar und viele Angler schwören auf unterschiedliche Geschmacksrichtungen. Faustregeln wie „im Sommer fischig - im Winter süß“, treffen häufig nicht zu und jedes Gewässer ist anders was die beste Farbe, Geschmacksrichtung oder Größe des Boilie angeht.
An fast allen Gewässern funktionieren allerdings kleine, fischige Boilies, da diese der natürlichen Nahrung der Karpfen ähneln. Oft lassen sich aber nur mit größeren Ködern Beifänge reduzieren und man fängt Karpfen dann auch auf unnatürlich große Boilies.
Was die Farbe angeht, sind weiß und gelb meistens über kurze Zeiträume die richtige Wahl und unauffällige braune oder schwarze Boilies kommen bei Langzeitfutterplätzen zum Einsatz. Wichtig ist auch eine gute Wasserlöslichkeit der Boilies, damit diese nicht am Gewässergrund liegen bleiben, falls kein Fisch vorbeikommt.

Wir empfehlen ihnen mit unseren 1kg Tüten zu testen, auf welche Sorten die Fische in ihrem Gewässer positiv reagieren. Haben Sie die richtige Sorte gefunden, nutzen Sie diese Sorte über einen längeren Zeitraum und sparen Sie Geld mit unseren 4kg und 10kg Tüten.
Als Pop Ups werden schwimmende Boilies bezeichnet, die meistens kurz über dem Gewässergrund an speziellen Pop Up Vorfächern präsentiert werden.
Die richtige Auftriebshöhe erreicht man durch ein Kontergewicht, beispielsweise ein Klemmblei, auf dem Vorfach. Es gibt heutzutage sehr viele Methoden und Montagen, die speziell für das Angeln mit Pop Ups entwickelt wurden. Beispiele hierfür sind das Chod Rig oder das Hinged Stiff Rig. Beides Pop Up-Vorfächer, die eine saubere und effiziente Köderpräsentation garantieren. Eine sehr bekannte Methode für schnellen Erfolg ist das Angeln mit PVA Beuteln und sehr auffälligen Pop Ups direkt auf den Zugrouten der Karpfen. Ebenfalls gut funktioniert das Angeln mit Pop Ups auf einem mit Boilies gefütterten Platz, da die Karpfen die Pop Ups meistens schneller finden. Auch die Kombination von Boilie und Pop Up am Haar, auch Schneemanpräsentation genannt, kann man manchen Tagen die Lösung sein und wird sehr oft benutzt. In unserem Sortiment finden Sie sowohl sehr auffällige Pop Ups, aber auch Pop Ups die zu den Geschmacksrichtungen unserer Boilies passen.

Dips Nach oben

Immer beliebter und heutzutage sehr häufig beim Karpfenangeln, aber auch beim Angeln auf kapitale Friedfische Verwendung findend, sind flüssige Lockstoffe oder auch Dips genannt. Dips und Liquids lassen sich sehr gut mit allen möglichen Varianten von Grundfutter, Partikel und Pellets oder auch Boilies und Pop Ups verwenden. Viele Karpfenangler legen ihre Boilies oder Partikel über mehrere Tage oder Wochen in Dips ein oder benetzen die Köder mit Liquids. Geben Sie dem Lockstoff lang genug Zeit um in den Köder einzuziehen, und eine langfristige Wirkung unter Wasser zu erreichen. Liquids nutzen viele Karpfenangler zum aufwerten von Grundfutter oder Pellets und steigern die Lockwirkung ihres Futters damit ungemein. Unsere Liquids und Dips sind auf die jeweiligen Boilie- und Grundfuttersorten abgestimmt und damit eine perfekte Erweiterung unserer Köderrange.

Partikel und Pellets Nach oben

Pellets und Partikel sind neben normalem Grundfutter das meistbenutzte Anfüttermittel. Egal ob nur für einige Stunden geangelt wird oder ein Futterplatz über mehrere Tage/Wochen angelegt wird - überall hier finden Partikel und Pellets ihren Einsatz. Bei Pellets kann man über ihre Größe die Auflösezeit bestimmen. Kleinere lösen sich stärker als große.
Auch im Geschmack sind Pellets verschieden. Es gibt sowohl fischige wie auch süße Pellets, die gewässerabhängig Unterschiede im Fangerfolg bringen können. Beim Angeln mit Pellets empfehlen wir spätestens alle 4 Stunden die Köder auf ihre Haltbarkeit zu kontrollieren. Häufig kommt es vor, dass Weißfische die Auflösezeit beeinflussen und ab und an mal den Köder klauen. Partikel sind ebenfalls ein wahrer Fischmagnet und bringen genau wie Pellets sehr schnelle Fischaktivität auf den Angelplatz.
Als Partikel werden alle Arten von Samen und Körnern bezeichnet. Die meistbekannten Partikel sind Mais, Tiegernüsse, Weizen und Hanf. Partikel kann man durch Quellenlassen und Kochen entweder selbst zubereiten oder fertig zubereitet und konserviert kaufen. Günstiger aber auch viel Zeitaufwändiger ist die erste Variante, weshalb wir für kurze und spontane Ansitze immer die fertig zubereiteten Partikel empfehlen. Wir bieten ihnen in unserem Sortiment sogar fertige Partikelmischungen, die viele verschiedene Partikel enthalten und dadurch alle Geschmäcker der Fische ansprechen.

Schnüre beim Karpfenangeln Nach oben

Da das Karpfenangeln sehr viele Facetten hat, die von Gewässer zu Gewässer verschieden sein können, stellt sich oft die Frage nach der perfekten Schnur zum Karpfenangeln. Wie sonst auch unterscheidet man zwischen geflochtener Schnur und monofiler Schnur. Beginnen wir mit geflochtenen Schnüren: Diese haben bekanntlich keine Dehnung, keine sehr hohe Abriebfestigkeit und sinken meistens sehr schlecht. Aber sie haben sehr hohe Tragkräfte im Verhältnis zu ihrem geringen Durchmesser. Dies können wir vor allem beim Hindernisangeln sehr gut nutzen, um gehakte Karpfen von Hindernissen fernzuhalten. Den Vorteil der nichtvorhandenen Dehnung, benötigt man beim Angeln auf sehr große Entfernungen ab 150m um den direkten Kontakt zum Blei und Fisch zu gewährleisten und eine gute Bissanzeige zu ermöglichen. Ratsam ist es, beim Angeln mit geflochtenen Schnüren eine monofile Schlagschnur zu verwenden, um eine gewisse Pufferwirkung im Drill und eine höhere Abriebfestigkeit auf den ersten Metern hinter dem Blei zu gewährleisten. Wir empfehlen 2-3 Rutenlängen Schlagschnur.
Kurz zusammengefasst wann geflochtene Schnüre beim Karpfenangeln zum Einsatz kommen:
- Angeln auf große Entfernungen ab 150m
- Beim extremen Weitwurfangeln
- Hindernisangeln in Kombination mit monofiler Schlagschnur

Monofile Schnüre bringen die Vorteile des guten Sinkverhaltens, guter Abriebfestigkeit, Knotenfestigkeit und der Dehnung mit sich. Daraus ergibt sich, dass monofile Schnüre beim Karpfenangeln, wo immer möglich, die Standartschnüre sind. Wir empfehlen zum Karpfenangeln vor allem Einsteigern immer Durchmesser von mindestens 0,35mm. Schnüre dieser Stärke lassen sich noch sehr gut werfen, haben aber schon sehr starke Abriebfestigkeiten und puffern die Kopfschläge der Karpfen sehr gut ab. Kurz zusammengefasst:
- Distanzen bis 150m
- Hindernisangeln im Uferbereich oder auf mittlere Entfernungen
- Posenangeln oder Pirschangeln
- Angeln auf kantigen und scharfen Gewässergrundabschnitten