Ratgeber Jagd Anpirschen

Sie möchten Tiere aus nächster Nähe erleben? Doch immer, wenn Sie durch den Wald schleichen um dem Wild näher zu kommen bemerkt es Sie und verschwindet im Dickicht des Waldes? Als Jäger oder Naturbeobachter hat man es oft nicht leicht. "Das richtige Anpirschen will gelernt sein." heißt es dann immer von den Kollegen. Aber wie?
Decathlons Jagdmarke Solognac hat einige Tipps zusammengestellt, um Ihnen beim Anpirschen zu helfen. 5 Tipps sollen helfen, dem Wild näher zu kommen als bisher. So einfach die Überschriften klingen, umso ernster sollte man sie befolgen.

Den Wind nutzen Nach oben

Achten Sie darauf, aus welcher Richtung der Wind weht


Um Tiere fotografieren zu können, muss man ganz schön nah an sie heran. Um möglichst nah an sie heran zu kommen, gilt es einige Tipps zu beachten, um die Chancen zu erhöhen, dass Wild aus der Nähe betrachten zu können.
Wie Sie bereits wissen, sind die Sinne der Tiere um ein vielfaches stärker ausgeprägt als die der Menschen. Tiere riechen und hören um ein vielfaches besser als wir Menschen. Dadurch nehmen Sie Eindringlinge und Veränderungen in ihrer Umwelt schneller wahr.
Daher klingt es nur logisch, dass der Wind nicht von hinten kommen sollte. Denn der Wind transportiert Ihre Geräusche und Ihren Geruch in Richtung des Wildes. Um herauszufinden aus welcher Richtung der Wind kommt, gibt es einige Techniken:

Puder: Streuen Sie etwas Puder in die Luft und beobachten Sie, ob der Wind es in eine bestimmte Richtung mitnimmt.

Den Finger anfeuchten: Wenn der Wind stark genug ist, reicht es oft aus, den Finger mit dem Mund anzufeuchten und in die Luft zu halten. Drehen Sie den Finger langsam im Kreis und fühlen Sie aus welcher Richtung der Wind kommt. Der Finger fühlt sich kälter an, sobald der Wind am Finger vorbeiweht.


Wenn Sie einen geeigneten Platz gefunden haben, können Sie sich auch mit dem richtigen Tarnzubehör verstecken und an dieser Stelle auf das Wild warten. Hierfür hat Decathlons Jagdmarke Solognac eine kleine AUswahl zusammengestellt, die Ihnen bei der Ansitzjagd helfen können.


Am Waldrand Nach oben

Bewegen Sie sich am Waldrand


Um möglichst schnell mit dem Dickicht des Waldes zu verschmelzen, bietet es sich an am Waldrand zu laufen. Sobald Sie das Wild entdecken, können Sie sich schnell genug verstecken. Das Wild erkennt Sie auf einer offenen Fläche oder einem breiten Weg schneller, als am Waldrand. Außerdem hören Sie am Waldrand besser, wann ein Wild des Wald verlässt oder betritt.

Das soll selbstverständlich nicht heißen, dass Sie sich nur noch am Waldrand bewegen sollten, sondern vielmehr dazu auffordern, das Gelände auszunutzen. Wie bewegen Sie sich im Gelände? Welche Deckungen und vorhandene Vegetation nutzen Sie aus? Immer im Hinblick darauf selbst keine Geräusche zu machen und die eigene Silhouette nicht preis zu geben. Bei der Pirschjagd geht es numal darum möglichst nah an das Wild heranzukommen. Dabei konkurrieren Sie als Jäger mit den Sinnen des Wildes.

Spuren lesen Nach oben

Die Umgebung im Blick behalten


Beim richtigen Anpirschen kommt es vor allem darauf an, seine Umgebung stets im Blick zu haben. Nicht nur, ob ein Tier in der Nähe ist, sondern auch deren Spuren zu suchen, finden und zu verfolgen ist wichtig. Achten Sie auf Spuren, Fährten, Höhlen und Abrisse. Wenn Sie diese Spuren entdeckt haben, geht es nur noch herauszufinden wie frisch diese Spuren sind. Um dies zu ermitteln, sollten Sie das Wetter der letzten Tage mit in Betracht ziehen. Regen zum Beispiel spült die Spuren nach und nach weg.

Dennoch gibt es einige Hinweise darauf, ob es sich um eine frische Spur handelt oder nicht. Dies sind zum Beispiel Wassertropfen in der Spur oder Wassersüritzer auf trockenem Boden. Diese könnten auf ein Tier hindeuten, das durch eine Pfütze gelaufen ist. Diese Anzeichen - wie der dazugehörige Geruch - deuten auf eine frische Spur hin.

Den Mond beachten Nach oben

Morgen- und Abenddämmerung, Mond und Sonne


Tieren kann man morgens und abends, bei Tag und bei der Nacht begegnen. Hirsche zum Beispiel müssen zwischen sechs und zwölf mal am Tag essen. Daher ist es nicht ausgeschlossen Tiere am Tag anzutreffen. Die Jagdmarke von Solognac rät dazu den Mond bei der Jagd zu beachten, weil dieser die Tiere in ihrem Verhalten beeinflusst.
Bei Neumond sind die Tiere ebenso in der Dunkelheit der Nacht gefangen und darauf beschränkt in der Morgen- und Abenddämmerung zu fressen. Während dieser Mondphase sind die Tiere meist mit den ersten Sonnenstrahlen aktiv und weniger am Ende des Tages.
Bei Vollmond hingegen sollten Sie beireits um Mitternacht in ihrem Ansitz sitzen und sich versteckt haben. Bedenken Sie den Verlauf des Mondes bei Ihrer Jagd und achten Sie auf die Urhzeiten, wann Sie jagen gehen. Während dieser Phase, da der Mond erst spät aufgeht, ist das Wild fast bis kurz vor Tagesanbruch aktiv. Zum zweiten Mal werden die Tiere gegen Mittag bis Nachmittag aktiv.

Wie man besonders leise ist Nach oben

Silent Hunting | Leises anschleichen


Die Pirschjagd ist eine Frage der Geduld und Stille. Heutzutage gibt es leise Jagdbekleidung. Decathlons Jagdmarke Solognac hat hierfür eine eigene Kategorie "SILENT HUNT" mit ersten Jagdprodukten erstellt, die sich für ein leises Anschleichen anbieten. Um möglichst leise in der Natur unterwegs zu sein, bietet es sich an Fleecebekleidung oder Kleidung aus Wolle zu tragen. Je enger die Jagdbekleidung anliegt, desto weniger Reibung erzeugt sie und desto leiser ist sie.