Die richtige Wahl der Reifen für Ihr Fahrrad oder MTB

DECATHLON berät Sie, welche Reifen je nach Fahrrad für Sie am geeignetsten sind. Breiter oder schmaler Reifen? Welche Größe? Wie baut man einen Reifen ein oder aus?

Fachbegriffe und Theorie Nach oben

Der Reifen ist der Teil des Laufrads, der mit dem Boden in Kontakt kommt. Er sitzt auf der Felge. Im Reifeninneren befindet sich der Schlauch . 

In einem speziellen Fall bilden Felge und Reifen eine dichte Einheit, bei derein Schlauch überflüssig ist. Man spricht dann von einem Tubeless-Reifen.
Bei der Wahl eines Reifens gibt es viel zu beachten: Größe, Verwendungszweck, seine spezifischen Vorteile. Man muss wissen, dass es eine Vielzahl unterschiedlichster Reifen gibt, die jeweils auf einen bestimmten Fahrradtyp und spezifische Fahrer, Bedingungen und Untergründe abgestimmt sind.
Jeder Reifen hat seine Vor- und Nachteile und einen optimalen Verwendungszweck.

Reifengröße für MTB, Trekkingrad, Tourenrad und Kinderrad Nach oben

Die Größe wird in "Zoll" angegeben. Eine Größe von 14 Zoll (auch 14") entspricht den sehr kleinen Laufrädern von Kinderfahrrädern oder bestimmten Klapprädern. 20"-Reifen sind an BMX-Rädern zu finden. 26" ist die Standardgröße der meisten klassischen Fahrräder und Mountainbikes für Erwachsene. 

Die Breite reicht von 1" (sehr schmal) bis 2.7" (sehr breit).Cityräder sind mehrheitlich mit 1.5 breiten Reifen ausgestattet und klassische Mountainbikes mit 2.0-Reifen.
Die Größenangabe auf dem Reifen hat folgende Systematik: 26*1.9 (Größe 26 Zoll, Breite 1.9)

Touren- und Rennradreifen Nach oben

Bei Touren-und Rennrädern wird die Reifengröße in cm gemessen. Sie liegt in der Regelbei 700 cm (das entspricht 28 Zoll), teilweise bei 650 (26"). 

Die Breite heißt Querschnitt und kann zwischen 18 (sehr schmal) und 25 (breit) liegen, beim Cyclocross auch 35.

Reifen für Trekking- und Cityräder Nach oben

In der Stadt sind Slicks die beste Wahl. Diese Reifen sind quasi vollkommen profil los. Eine gewisse Maserung ist jedoch vorhanden, damit das Wasser bei Regen oder Feuchtigkeit abfließen kann. Diese Reifen müssen fest aufgepumpt sein (entsprechend den Angaben des Schlauchherstellers). Je fester der Reifen aufgepumpt ist, desto weniger Reibwiderstand entsteht zwischen Boden und Reifen. Das Fahrrad lässt sich mit prallen glatten Reifen leichter, schneller und mit weniger Kraftaufwand fahren. In der Stadt und auf asphaltierten Wegen bieten Glattreifen eine gute Bodenhaftung und fahren sich sehr effizient. 

Im ländlichen Bereich, oder wenn Sie vorhaben, im städtischen und ländlichen Bereich zu fahren, sind relativ profillose Reifen ebenfalls empfohlen. Sie müssen jedoch unbedingt eine gewisse Musterung aufweisen (aufgeraute Stellen amReifen), damit der Reifen bei Schlamm oder Nässe nicht rutscht. Sie können an den Seiten auch ein leichtes Profil aufweisen, damit beim Kurvenfahren genug Haftung besteht.

Reifen für Tourenräder Nach oben

Bei einem Tourenrad sind je nachdem, wie es gefahren wird, unterschiedliche Kriterien mehr oder weniger wichtig, wie das Reifengewicht oder die Breite des Reifens oder der ideale Reifendruck. Die Reifenbreite kann bis auf 18 heruntergehen, wenn Sie auf speziellen Pisten oder sehr glatten Wegen fahren. In der Regel wird ein klassischer Reifen mit einer Breite von 22-23 gewählt. Ist Ihnen das zu schmal oder ist Ihnen Fahrkomfort sehr wichtig, sind 25er Reifen ein guter Kompromiss. Cyclocross setzt spezielle Reifen voraus (schmal und mit Profil), die je nach Zustand der Piste mehr oder weniger breit sein sollten (je schlechter und/oder feuchter, desto breiter und mit mehr Profil sollten die Reifen sein). 

Der Reifendruck spielt eine wichtige Rolle. Speziell bei schmalen Reifen muss die Leistung stimmen, die sie auf die Straße bringen. Weitere Informationen finden Sie in den Hinweisen des Schlauchherstellers.

MTB-Reifen Nach oben

Je nachdem, in welcher Disziplin Sie fahren und wie Sie das MTB nutzen, unterscheiden sich die Reifen erheblich und die Wahl muss hier noch sorgfältiger getroffen werden, da ein ungeeigneter Reifen an einem MTB gefährlich sein kann. 

Wenn Sie in Ihrer Freizeit Mountainbike fahren, oder wenn Sie in der Stadt oder in ländlicher Umgebung fahren, sollten Sie sich für Reifen mit einem relativ schwach ausgeprägten Profil entscheiden. Ein Profil muss vorhanden sein, aber nicht sehr tief. Je schmaler die Reifen (1.7", 1.8"...), desto effizienter fahren sie sich auf einfach zugänglichem Gelände (Straßen, Feldwege). 

Wenn Sie anspruchsvoller Mountainbike fahren (XC,Trekking), wenn Sie im Wald fahren oder bei Regen, müssen die Reifen mehr Profil haben und breiter sein (zwischen 1.9 und 2.2). 

Für Freeride, Downhill oder Enduro, ebenso beim Fahren im Gebirge und auf sehr steilen Pisten, müssen die Reifen noch breiter sein (2.3 bis 2.7"). Das Profil muss in diesen Fällen sehr grob sein. Speziell der Vorderreifen muss an den Seiten sehr ausgeprägte Stollen haben, damit das Rad nicht so leicht durch dreht.

Reifen für Kinderfahrräder und BMX-Räder Nach oben

Für Kinderfahrräder

Es sollte ein klassischer Reifen (und beispielsweise kein Plastikreifen) gewählt werden, damit das Kind mit seinem Fahrrad eine maximale Bodenhaftung hat. Es ist allerdings auf die Reifengröße zu achten, denn an Kinderfahrrädern sind Laufräder ganz unterschiedlicher Größe montiert (von 14 bis 24 Zoll).

Für BMX-Räder

Es sind spezielle 20"-Reifen für BMX-Räder erhältlich (robustere Reifen). Je nach Disziplin (Race, Skatepark, Freizeit) muss der Reifen mehr oder weniger glatt sein (Betonboden: Glattreifen, unbefestigter Untergrund: Reifen mit leichtem Profil).

Alle Reifen für Kinderfahrräder und BMX-Räder

Reifenwechsel Nach oben

Ausbau eines Reifens

1) Vorbereitung

Bauen Sie das Laufrad aus, indem Sie beidseitig der Achse die Schrauben lösen.
- Nehmen Sie die Ventilkappe ab (am Ventil pumpen Sie Ihren Reifen auf)
- Lassen Sie die Luft aus dem Reifen ab, indem Sie den kleinen Pilz im Ventil eindrücken. Sie müssen nicht abwarten, bis alle Luft entwichen ist. Es reicht aus, wenn der Reifen sehr weich ist. Tipp von b'Twin: Zum Ablassen der Luft aus dem Reifen können Sie das eine Ende des Ausbauwerkzeugs verwenden! 

2) Reifen abnehmen

- Jetzt wird es ernst! Um den Reifen auszubauen, müssen Sie ihn zunächst an seinen Flanken nach innen drücken. Der Reifen muss sich normalerweise gut von der Felge lösen und in der Felge bewegen lassen. 

- Jetzt kommen die Ausbauwerkzeuge zum Einsatz. Verwenden Sie sie als Hebel, um die Innenkante des Reifens aus der Felge zu hebeln. Achten Sie darauf, den Schlauch dabei nicht zu quetschen! Sie können Ihr Ausbauwerkzeug an einer Speiche einhaken, um den Reifen außerhalb der Felge zu halten. Wiederholen Sie diesen Vorgang, bis sich eine Seite des Reifens komplett außerhalb der Felge befindet. 

- Wenn eine Hälfte des Reifens aus der Felge gehebelt ist, können Sie den Schlauch entnehmen. Wenn der Schlauch entnommen ist, können Sie den Reifen komplett, einfach mit den Händen, abnehmen. 

- Wenn Sie auch das Felgenband ausbauen möchten, können Sie einen Schraubendreher verwenden, um es durch das Loch des Ventils zu ziehen. Das Felgenband ist in der Regel elastisch und leicht zu entnehmen.

Einbau eines Reifens

1) Vorbereitung

- Wenn Ihr Laufrad bereits mit einem Felgenband (eine Art Gummiband am Felgenboden) ausgestattet ist, können Sie direkt zum nächsten Punkt übergehen, ansonsten beginnen Sie hier! Ist kein Felgenband vorhanden, muss es eingelegt werden. Es begrenzt das Risiko einer Reifenpanne: Der Fahrradschlauch würde leicht Schaden nehmen, wenn er direkt auf die Felge aufgepumpt würde. Kleiner Trick für den leichteren Einbau: Richten Sie das Loch des Felgenbands auf das Ventilloch aus und führen Sie Ihren Schraubendreher hindurch. Sie können dann den Rest des Felgenbands (das in der Regel leicht elastisch ist) einlegen, ohne dass es verrutscht. 

- Laufrichtung des Reifens. Ja, die meisten Reifen haben eine Laufrichtung. Im Allgemeinen trägt der Reifen eine entsprechende Pfeilmarkierung oder die Angabe front/rear, d.h. vorne/hinten. 

2) Reifen montieren

- Sie müssen den Reifen zunächst auf einer Seite in die Felge einfädeln. Das geschieht von Hand. Ist die rechte oder linke Seite des Reifens in der Felge, gehen Sie zum nächsten Schritt über. 

- Legen Sie nun den leicht aufgepumpten Schlauch ein. Führen Sie das Ventil durch das Loch in der Felge, bevor Sie den Schlauch komplett einlegen. 

- Jetzt müssen Sie nur noch die zweite Seite des Reifens in die Felge einfädeln! Das können Sie zunächst von Hand machen und dann, wenn es zu mühsam wird, die Ausbauwerkzeuge als Hebel benutzen. (Achten Sie darauf, den Schlauch nicht zu quetschen!) 

- Abschließend müssen Sie nur noch prüfen, ob der Reifen gut auf der Felge sitzt. Dann pumpen Sie ihn auf. Jetzt noch die Ventilkappe aufschrauben -fertig!