Die richtige Wahl des Stunt-Scooters

Wenn Sie neu auf dem Gebiet der Stunt-Scooter sind, könnten Sie Schwierigkeiten beim Verständnis der technischen Bezeichnungen haben. Tatsächlich bedient sich diese Sportart eines von Anglizismen geprägten Fachvokabulars, das sich dem Neuling nicht sofort erschließt. Aber keine Sorge, wir sind da, um Ihnen zu helfen.

Technische Eigenschaften von Stunt-Scootern Nach oben

Hier erläutern wir Ihnen einige Begriffe aus dem Bereich der Stunt- Scooter. 

• Deck: Trittfläche des Scooters.
Das Deck kann stranggepresst oder in Vollmaterial ausgeführt sein. Der Unterschied liegt im Wesentlichen im Konzept und in der Geometrie. Im Hinblick auf die Stabilität des Decks besteht kein großer Unterschied. 
Stranggepresste Decks weisen in der Regel ein schräg angesetztes Rohr auf, das beidseitig am Deck angeschweißt ist. 
Das wichtigste Kriterium bei der Auswahl eines Decks ist sein Gewicht und die Gewichtsverteilung. 

• T-Bar : Lenker des Scooters, um 360°drehbar.
Der Lenker kann aus Stahl, Aluminium oder Chromoly-Stahl gefertigt sein. 
Stahllenker sind stabiler, aber auch schwerer. Die meisten der Freestyle Scooter besitzen einen leichteren Aluminium-Lenker oder einen Lenker aus Chromoly-Stahl. Bei gleichem Gewicht ist der Chromoly-Stahl die widerstandsfähigste Legierung. 
Hersteller von Freestyle Scootern wählen häufig Monobloc-Lenker. Anders als Lenker mit Klemmvorbau bestehen sie aus einem, mit Schweißpunkten befestigten Stück. Das ergibt einen Gewichtsvorteil und verringert das Spiel. 

• Gabel: Hält die Vorderrolle, die sich um 360° dreht.
Die Gabel kann stranggepresst (Gabelrohr) oder in Vollmaterial ausgeführt sein. 
Die Gabel ist bei Freestyle Scootern in der Regel aus Aluminium gefertigt, weil es sich dabei um ein leichtes Material handelt.  Bestimmte Scooter (wie der MF1.8) haben Stahlgabeln. Diese sind nicht so leicht, aber strapazierfähiger beim Fahren erster Tricks.  

• Steuersatz (oder Headset): Lenkkopflager, in dem sich die Gabel dreht. Der Steuersatz kann mit oder ohne Gewinde, halbintegriert oder integriert sein. Steuersätze mit Kartusche können gewindelos, halbintegriert oder integriert sein. 

Lager oder Bearings: Ob an den Rollen oder der Gabel, mit Lagern laufen die Komponenten länger und schneller auf der Achse. Lager sind nach dem ABEC-Standard klassifiziert. Je höher die ABEC-Zahl, desto schneller dreht das Lager, aber desto anfälliger wird es auch. 

• Schelle oder Clamp (oder Stemclamp): Die Schelle verbindet den T-Bar-Lenker mit der Gabel über eine selbstsichernde Schraubverbindung. Sie kann eine bis vier Schrauben aufweisen. 

• Rolle (oder Wheel): Der Scooter läuft auf Rollen aus hartem PU-Gummi. Die Rollen sind in der Regel stranggepresst und dann nachbearbeitet. 
Die Nabe kann eine Voll- oder Hohlnabe sein. Sie kann aus Aluminium oder Nylon gefertigt sein. 
Die Nylon-Rollen (aus Kunststoff) sind naturgemäß weniger robust als Aluminium-Rollen, aber auch leichter.
Aero Core-Rollen (der Marke Madd) bieten durch ihr geringeres Gewicht Vorteile, sind allerdings eher für Profifahrer geeignet, die weniger Fahrfehler machen.
Das Gummi um die Nabe besteht aus Polyurethan (PU). Die Härte ist in "A" angegeben (85A bei Oxelo-Reifen, 88A bei EAGLE-Reifen usw.) 

• Pegs: Pegs sind Zubehörteile aus Metall, die an der Achse der Rollen befestigt werden. Damit lassen sich Grinds fahren. 
Es gibt sie aus Aluminium, Stahl oder Chromoly-Stahl. Die Pegs müssen strapazierfähig und zugleich leicht sein.

• Compression System: Klemmsystem für den Steuersatz. Es gibt mehrere Compressions Systeme. Und zwar das Compressions System mit geschraubtem Steuersatz. Dabei kann der Fahrer seinen Steuersatz beim Fahren einstellen. Es gibt drei Arten von Compressions Systemen mit gewindelosem, halbintegriertem und integriertem Steuersatz: SCS, HIC und ICS (siehe Abbildung). Beim Einstellen des Steuersatzes an einem Scooter mit Compression System vom Typ SCS oder HIC muss der Lenker ausgebaut werden. Bei einem Scooter mit Compression System vom Typ ICS muss die Rolle ausgebaut werden.