Die richtige Wahl des Longboards oder Cruisers

Das Longboarden erfordert ein gewisses Maß an Körperbeherrschung, Gleichgewicht und Ausdauer. Um sicher Fahren zu können, ist es entscheidend, seinen Rhythmus zu finden und keine der Lernstufen zu überspringen. In diesem Ratgeber finden Sie alle Informationen, die Sie benötigen, um (entsprechend Ihrer Ziele und Leidenschaft) das richtige Longboard oder den richtigen Cruiser zu wählen.

Das richtige Longboard auswählen Nach oben

Das Longboard ist ein Trend aus den USA bzw. aus Kalifornien. Dort begannen die Surfer, diese Art von Boards einzusetzen, um auf den Deichen von einem Surfspot zum nächsten zu gelangen.
Das Longboard wird in der Stadt gefahren (Straßen, Gehwege), auf Landstraßen und asphaltierten Downhill-Pisten.

Man unterscheidet verschiedene Longboard-Disziplinen:
   - Cruising (Fahren längerer Strecken, Spazierfahrten, Fahrten in der Stadt)
   - Carving (Kurvenfahren, ähnlich dem Wellenreiten), 
   - Downhill (Bergabfahrten)
   - Freeride/Sliden
   - Sidewalking/Dancing (Figuren beim Fahren auf dem Board)

Bei der Entscheidung für ein Longboard ist es wichtig, die verschiedenen technischen Eigenschaften zu beachten, die zu der Verwendungsart passen, die Ihnen vorschwebt.

Den richtigen Cruiser auswählen Nach oben

Der Cruiser ist praktisch und schnell. Der Cruiser ist eine Weiterentwicklung des Freestyle-Skatens. In den 80er Jahren eroberten Tony Hawk und seine "Bones Brigade" die Skateparks mit ihren breiten Boards mit massiven Rollen, mit denen sich vor allem die Rampe und die Bowl fahren ließen. Diese Form des Skatens geriet mit dem Siegeszug des Street Skatings etwas in Vergessenheit, kommt jedoch gerade wieder in Mode.


Die Cruiser sind je nach Verwendungszweck zwischen 55 und 75 cm lang. Sie besitzen weichere und breitere Rollen als klassische Skateboards, um damit im städtischen Umfeld auch auf unebenen Flächen komfortabel und mit möglichst wenig Vibrationen fahren zu können.

Technische Details zu Longboards und Cruiser-Boards Nach oben

Wenn die Welt des Longboards Neuland für Sie ist, kann es sein, dass gewisse Fachbegriffe Ihnen gänzlich unbekannt sind.

Unterschiedliche Bauart je nach gewünschter Eigenschaft
1) Topmount: Die Achsen sind direkt unter das Board geschraubt. Das ist die klassische Bauform.
2) Dropthrough: Das Board ist durchgebohrt. Die Achse ist beidseitig befestigt. Dieses Board ist näher am Boden und damit stabiler und schneller.
3) Rocker: Die Standfläche für die Füße liegt tiefer als die Enden des Boards. Das verbessert die Stabilität und es ist weniger Anstrengung beim Pushen erforderlich. Diese Boards sind in der Regel eher steif.

Deck (Standfläche):
Zusammensetzung:
 als Furnier werden verschiedene Materialien verwendet - Bambus, Glasfaser, Carbon, Epoxidharz, …
Maße:  Die Maße sind sehr unterschiedlich und wirken sich unmittelbar auf die Stabilität, Wendigkeit und das Gewicht aus. Ausschlaggebend ist die beabsichtigte Verwendung.


Hilfe bei der Größenwahl:
Unter 90 cm: Slalom, Urban Riding, Figuren, Old School
90 cm bis 110 cm: alle Disziplinen, je nach Flex und Shape
Über 110 cmSidewalking, Dancing


Allgemeines zu Flex (Elastizität) und Shape (Form des Boards):
Flex:  Ein Board mit Flex ist ideal für Carving und Cruisen, ein härteres Board für Downhill, Sliden und Figuren.
Concave: Je ausgeprägter das Concave, desto mehr Kontrolle, aber desto weniger Komfort bietet das Board.
Camber: gibt die Vorspannung des Decks an
- Carving/Slalom: positiv
- Cruisen, Downhill: negativ
- Urban Riding, Street, Figuren, Dancing: flach

Tail (hinten) nach oben gebogen für Street und Figuren, flach für alle anderen Disziplinen


Rollen:
Größe:
 Der Durchmesser liegt zwischen 60 mm und 80 mm (bei einer Breite von 40 mm bis 55 mm). In der Regel finden Rollen mit 65 mm, 70 mm und 75 mm Verwendung.
Je kleiner die Rolle, desto schneller beschleunigt sie. Je größer die Rolle, desto größer ist die zu erreichende Geschwindigkeit. 

Härte:  Im Allgemeinen reicht die Skala von 65A bis 100A (von ganz weich bis ganz hart). Eine harte Rolle ist schnell und strapazierfähig. Sie läuft besser, überträgt jedoch sehr viele Vibrationen. Eine weichere Rolle bietet eine bessere Haftung und mehr Komfort auf unebener Strecke. Beim Longboard kommen meistens Rollen zwischen 70A und 88A zum Einsatz.

Hilfe bei der Auswahl:
<80A: weiches Gummi, Standard für das Cruisen
>80A: härteres Gummi, vorrangig für Downhill und Sliden.