Tipps zur richtigen Wahl des Equipments für das Windsurfen

Das Rigg ist ein Ensemble aus Elementen vergleichbar mit der Besegelung eines Schiffes: Mast, Leine, Segel, etc. Für das Windsurfen helfen wir Ihnen bei der Wahl des richtigen Segels (Freeride oder Freelancer), des Masts, Wishbones und Trapez.

Die richtige Wahl des Segels und Bretts Nach oben

Bei der Wahl Ihres Windsurfbretts spielen drei Faktoren eine Rolle. Zusammen sind sie maßgeblich dafür, welches Material für Sie am besten geeignet ist:
  - Ihr Leistungsstand;
  - Ihre Statur;
  - Ihr beabsichtigter Verwendungszweck (Windsurfen, Funboard).

Das Segel ist der Antrieb beim Windsurfen und muss für die Wetterbedingungen geeignet und auf diese angepasst sein. Abgesehen von den Wetterbedingungen spielt für optimale Gleiteigenschaften Ihre Statur eine Rolle.

Die Wahl Ihres Windsurfbretts und des Segels in der geeigneten Größe erfolgt unter Berücksichtigung folgender Kriterien:
  - Leistungsstand;
  - Körpergewicht;
  - Windstärke
  - Ihr Segel muss größenmäßig auf die Windstärke abgestimmt sein.

Ihr Leistungsstand und die gewünschte Disziplin: 

FREIZEIT-WINDSURFEN oder EINSTIEG: 
Bei leichtem bis mäßigem Wind. Sie möchten mit dem Windsurfen beginnen oder wieder einsteigen. 
Sie möchten mit Ihren Kindern surfen. Sie surfen auf Seen oder am Meer ohne Wellen und bei einer Windstärke von unter 2.
Dann ist für Sie ein großvolumiges Surfbrett und ein an Ihr Können und Ihre Statur angepasstes Segel geeignet.

FREERIDE: 
Sie möchten bei hoher Geschwindigkeit ins Gleiten kommen. Ihre Füße stehen in Fußschlaufen. Sie sind in der Lage, auf dem Meer bei geringem Wellengang und bei Windstärke 5 und mehr zu surfen.
Entscheiden Sie sich zum Beispiel für ein vielseitiges Freeride-Surfbrett, das Ihnen viel Entwicklungspotenzial bietet.

WELLENSURFEN: 
Sie beherrschen das Surfen auf Wellen, Sie springen mit Ihrem Surfbrett oder surfen auf einer Welle, die gerade bricht. Für Sie ist ein wendiges und leichtes Windsurfbrett, mit dynamischem und verstärktem Segel, geeignet.
Sie können sich zum Beispiel für ein kleines und damit sehr wendiges Wellen- oder Freestyle-Board entscheiden.

Kriterien, die Sie bei Ihrer Wahl berücksichtigen sollten:

EINFACHER EINSTIEG:
  - Windsurfbrett: Je mehr Volumen das Brett hat, desto einfacher ist es, damit umzugehen. Ein großvolumiges Surfbrett liegt sehr stabil auf dem Wasser. Das macht es für Anfänger leichter.
  - Segel: Je kleiner das Segel, desto einfacher ist es, damit umzugehen. Ausschlaggebend für die Größe sind jedoch Ihre Statur, Ihr Leistungsstand und die Windstärke.

HANDHABUNG:
  - Windsurfbrett: Kurze 
Windsurfbretter sind wendiger. Mit ihnen sind Sprünge und Figuren einfacher möglich.
  - Segel: Je kleiner das Segel, desto besser lässt es sich handhaben. Menschen großer Statur wird jedoch ein Segel mit größerer Fläche empfohlen. Auch die Wetterbedingungen sind zu berücksichtigen.

GERINGES GEWICHT:
  - Windsurfbrett: In Sandwich-Bauweise hergestellte Bretter haben einen Gewichtsvorteil. Man surft dann mit einem leichteren Brett.
  - Segel: Das Gewicht des Segels kommt zum Teil durch die Latten zustande. Für Anfänger werden wegen des geringeren Gewichts Segel mit 4 oder 5 Latten empfohlen.

FESTIGKEIT:
  - Windsurfbrett: Wie stabil Ihr
Windsurfbrett ist, hängt von den verwendeten Materialien ab.
  - Segel: Der gewebte Stoff der Segel hält Wind und Wellen stand.

LEISTUNG:
  - Segel: gekrümmtes Profil mit mehr Latten.

Die richtige Wahl von Mast und Gabelbaum Nach oben

Bei den Masten gibt es 2 Kategorien:

• Masten mit Standard-Durchmesser und einem Carbonanteil von 30% bzw. 45% eignen sich besonders für Segel mit großer Oberfläche. Sie haben bei größerer Höhe eine bessere Dynamik.

• Masten mit reduziertem Durchmesser (RDM) und einem Carbonanteil von 75% eignen sich hingegen besonders für moderne Segel und dabei insbesondere für kleine Oberflächen oder Wellensegel, denn sie sind hochstrapazierfähig. Bei diesen Masten sind RDM-Verlängerung oder Adapter erforderlich.
Je höher der Carbonanteil, desto leichter und reaktionsschneller, und damit leistungsfähiger, ist der Mast.

Achtung: Die meisten Masten sind zweiteilig konstruiert. Man muss sich daher unbedingt vergewissern, dass beide Teile gut miteinander verbunden sind, bevor das Segel aufgerichtet wird. Anderenfalls könnte der Mast beim Segel auseinanderfallen.


Mast und Gabelbaum sind abhängig von der Größe des Segels auszuwählen. 

Siehe diese Tabelle mit der Entsprechung je nach der Oberfläche des Segels in m²:

Als Richtwert gilt, dass ein 17er Mast extrem weich und ein 35er Mast sehr hart ist.

Die richtige Wahl des Trapezes Nach oben

Das richtige Trapez ist unverzichtbar, um sich beim Surfen wohl zu fühlen.

Für das Windsurfen gibt es im Wesentlichen 2 Trapez-Typen:

Sitztrapez:

 

Mit dem Sitztrapez, bei dem die Gurte zwischen den Beinen verlaufen, kann man in einer mehr sitzenden Haltung Zugkraft ausüben. Diese Art von Trapez stützt den Surfer vorrangig am Gesäß und wird häufig bei Longboards für Slalom Race und Freeride mit leistungsstarken Segeln verwendet. Der Haken sitzt relativ tief. 

Hüfttrapez:

Wie der Name schon sagt, wird das Hüfttrapez um die Taille befestigt. Die Modelle sind unterschiedlich steif. Beim Hüfttrapez ohne Beingurte sitzt der Haken höher. Dadurch kann man sich leichter aushaken. Insbesondere für weniger leistungsstarke Segel geeignet. Damit lässt sich geradliniger fahren. 

Das Trapez ist ein wichtiger Ausrüstungsgegenstand. Je länger Sie auf dem Wasser unterwegs sind, desto bequemer sollte das Trapez sitzen und Ihnen sehr guten Halt bieten.

Welches Trapez das richtige ist, hängt jedoch von der Windsurfdisziplin ab:

• Freeride: Sie fahren vor allem bei weniger als Windstärke 5 und auf breiten Surfbrettern. Dann eignet sich ein 
Hüfttrapez denn Sie werden es häufig am Gabelbaum aushaken müssen. Da der Haken beim Hüfttrapez höher sitzt, ist das dann einfacher.

• Race Slalom: Sie lenken Longboards mit kraftvollen Segeln. In diesem Fall eignet sich ein 
Sitztrapez am besten, um Zugkraft und Komfort zu optimieren.

• Wellen und Freestyle: Bei häufigen Positionswechseln hat das 
Hüfttrapez Vorteile, denn es lässt sich leichter aushaken und mit ihm lenkt man stabiler geradeaus. 

Für lange Strecken oder bei Rückenproblemen verteilt sich beim 
Sitzgurt die Last besser und Sie sparen dadurch Kraft.

In jedem Fall muss das Trapez in der richtigen Größe gewählt werden. 

Tampen:

Es ist darüber hinaus wichtig, dass Sie den Tampen sorgfältig wählen, der das Trapez mit dem Gabelbaum (dem um das Segel herumlaufenden Bogen, mit dem das Segel beim Surfen gelenkt wird) verbindet. Tampen gibt es in verschiedenen Größen.