Die richtige Wahl der Bekleidung

Die richtige Kleidung für Ihren Segeltörn: Um Bootstouren jederzeit, auch unter schwierigen Bedingungen, genießen zu können, ist es wichtig, trocken zu bleiben. Ihre Kleidung sollte daher feuchtigkeitsableitend sein, um einem durch Schweißbildung entstehenden Kältegefühl vorzubeugen, Sie warmzuhalten und gleichzeitig Regen, Gischt und Wasserspritzer fernzuhalten. Dieses Kleidungssystem besteht aus drei Schichten. Damit das System funktioniert, sollten Sie auf Baumwoll- und Leinenprodukte verzichten, da diese Feuchtigkeit absorbieren und halten.

Kleiden nach dem Schichten-Prinzip (1), (2), (3) Nach oben

Damit Sie das Segeln voll und ganz genießen können, auch unter schwierigen Bedingungen, müssen Sie dabei unbedingt trocken bleiben.
Ihre Kleidung muss durch Schweiß gebildete Feuchtigkeit so weit wie möglich vom Körper wegtransportieren, damit Sie nicht auskühlen. Ihre Körperwärme muss erhalten bleiben und Regen, Gischt und Sturzwellen dürfen nicht in die Kleidung eindringen können.
Am besten geeignet ist Kleidung, die in Schichten (1), (2), (3) getragen wird.
Für die Ableitung durch die Schichten (1), (2), (3) sind Wolle und Baumwolle ungeeignete Materialien, da sie Feuchtigkeit absorbieren und speichern.

Schicht (1): Feuchtigkeitsableitung

Die
Unterwäsche ist die Schicht direkt auf der Haut, die wesentlich zur Ableitung der vom Körper produzierten Feuchtigkeit beiträgt.
Bei warmem Wetter kann sie allein getragen werden, oder aber man trägt darüber eine Wärmeschicht (2) und/oder eine Schutzschicht (3).
Die erste Schicht können Polohemden, Shorts oder Hosen sein, wenn sie aus Synthetikfaser bestehen (Polyester oder Polyamid beispielsweise). Bestimmte Produkte schützen auch vor der Sonnenstrahlung.

Schicht (2): Wärmeisolierung 
 
Fleecejacken und -Westen bieten eine Wärmeschicht, die den Körper auf der richtigen Temperatur hält und dabei für die Ableitung der Feuchtigkeit nach außen sorgt. Manche Westen oder Fleecejacken sind zudem winddicht und/oder wasserabweisend.
Auch das Gewicht spielt eine Rolle: Je dicker das Gewebe, desto besser isoliert es.

Schicht (3): Schutz

Jacken und Latzhosen schützen gegen Wettereinflüsse (Wind, Regen, Gischt usw.). Je höher der Index in mm (Millimetern), desto wasserdichter ist die Jacke.
Hohen Tragekomfort bietet eine atmungsaktive Kombination (3), welche den Prozess der Feuchtigkeitsableitung durch die Schichten (1) und (2) ergänzt und zuendeführt. Je niedriger der RET-Index (=Resistance Evaporative Transfert), desto atmungsaktiver ist Ihre Kombination.

- RET* zwischen 0 und 6: hervorragend
- RET* zwischen 6 und 13: gut
- RET* von mehr als 13: mittel.
(*RET: Resistance Evaporative Transfert)

Segeljacken Nach oben

Die Segeljacke ist eine Erfindung des Zweiten Kaiserreichs und war dafür bestimmt, Seeleute während der langen Stunden, die sie bei ihren Wachen unbeweglich an Deck verbrachten, vor Kälte und Feuchtigkeit zu schützen.

Durch die zweireihige Knöpfung war die Jacke winddicht, egal, woher der Wind blies. Diese Art der versetzten Knöpfung findet sich auch noch an aktuellen Modellen der Segeljacken. Eine solche Jacke gehört heutzutage zur Standardausrüstung eines Seglers und lässt sich an Bord ebenso gut tragen wie in der Stadt.

Die für das gelegentliche Segeln bestimmte Jacke ist speziell beschichtet, so dass sie gegen Salzwasser resistent ist. Dabei wird der Hydrolyse-Effekt gestoppt, der Standardbeschichtungen zusetzt. Die Segeljacke leitet zudem die vom Körper produzierte Feuchtigkeit ab (RET<12). Durch das Futter ist die Jacke insgesamt sehr gut wärmeisolierend.


Wassersportaktivitäten können sehr vielseitig sein. Eine gute Jacke ist eine Jacke, die an ihren Verwendungszweck angepasst ist: vom kleinen Ausflug aufs Meer bis zum Hochseetörn, vom Sommerwetter bis zum Wintersturm.


Küstennah unterwegs bei gutem Wetter.
Diese Segler unternehmen nur kleine Ausflüge aufs Meer und laufen jeden Abend wieder in den Hafen ein. Sie brauchen daher eine wasserdichte und leicht atmungsaktive Jacke, die vor Regen und Wind schützt. Diese Jacken haben einen hohen Kragen bis zum Kinn und eine einfach verstellbare Kapuze. Diese Jacken werden auch von Nicht-Seglern gern getragen, denen die wasserdichte Jacke im maritimen Look gefällt.


Etappenweise unterwegs auf halboffener See.
Regatta-Segler, die Küsten entlangfahren, bisweilen bei schlechtem Wetter. Sie fahren in Etappen, sind aber nie weit von einem schützenden Hafen entfernt. Sie müssen bei regnerischem Wetter trocken bleiben, daher ist die Wasserundurchlässigkeit wichtig, es muss aber auch eine atmungsaktive Jacke sein, denn im Inneren der Jacke darf sich keine Feuchtigkeit anstauen. Diese Jacken haben einen sehr hohen Kragen und doppelte Ärmelbündchen, damit kein Wasser in die Ärmel läuft, zum Beispiel wenn man im Regen ein Segel hisst. Die Kapuze lässt sich mit ihren 2 Positionen passgenau einstellen.


Unterwegs auf hoher See
Diese Seefahrer sind bei jedem Wetter auf dem Meer. Sie nehmen an Hochsee-Regattas und Segeltörns über mehrere Tage teil, überqueren den Atlantik. 
Ihre Jacken müssen viel aushalten, absolut wasserdicht und atmungsaktiv sein und das Wasser muss an ihnen abperlen. Diese Jacken haben einen sehr hohen Kragen, doppelte Bündchen und eine Isolierschicht, um zu verhindern, dass Wasser eindringt, und gleichzeitig die Körperwärme zurückzuhalten. Die Kapuze lässt sich mit ihren 3 Positionen passgenau einstellen.

Latzhosen Nach oben

Die einfach anzuziehenden Latzhosen sind bei Unwetter und Sturm wasserdicht. Die spezielle Beschichtung verhindert, dass Wasser in das Kleidungsstück eindringt. Sie sind für regelmäßige Regatta-Segler und Segler auf halboffener See und in den Küstenregionen gedacht.