"MICH HAT NICHT DER SPORT ABGESCHRECKT, SONDERN DAS BILD, DAS ICH BEIM SPORT ABGEBE."

Hier geht es zur Geschichte von Aurélia

Aurelia: Wie findet man zum Sport, um überflüssige Pfunde loszuwerden?

Aurélia ist eine aktive Mutter. Bis Anfang 2017 hat sie Sport stets dankend abgelehnt: "Das überlasse ich lieber anderen." Doch eines Tages hat ihr Sohn sie aufgefordert, ihn zu begleiten. Das wollte Aurélia dann doch nicht anderen überlassen. Sie hat den Entschluss gefasst, den überflüssigen 40 kg den Kampf anzusagen.

WAS HAT DICH ABGEHALTEN, SPORT ZU MACHEN?

Es war die Angst vor den Blicken der Leute, die mich daran gehindert hat, Sport zu treiben. Mich hat nicht der Sport abgeschreckt, sondern das Bild, das ich beim Sport abgebe. Deswegen habe ich nie damit angefangen. Ich war sehr neidisch auf alle Leute, die wissen, wie man Sport treibt; die es können und einfach machen. Ich dachte, die anderen bilden sich ein Urteil über mich aufgrund meiner sportlichen Leistung. Außerdem fühlte ich mich körperlich nicht dazu in der Lage: ich hatte überall Schmerzen. Es war ein richtiger Teufelskreis: ich fühlte mich zu schwer, mir tat alles weh, also machte ich keinen Sport ...

WAR DEIN VERHÄLTNIS ZU SPORT SCHON IMMER SO?

Nein. Als Jugendliche war ich sportlich aktiv (Fitness und Volleyball). Nach dem Abitur habe ich damit aufgehört, weil mir die Zeit gefehlt hat. Danach ... hat mir einfach das Leben einen Strich durch die Rechnung gemacht! Dann sind die Kinder gekommen ... Ich hatte keine Zeit für Fitness und die Kilos haben sich vermehrt.

WANN HAT ES BEI DIR KLICK GEMACHT?

Ich habe begonnen Sport zu treiben, weil ich gemerkt habe, wie schwer es mir fällt, mit meinen Kindern zu spielen, alltägliche Tätigkeiten zu verrichten oder einfach nur drei Stockwerke zu steigen. Ich konnte meinen Kindern nicht mehr nachlaufen. Ich konnte keine Treppen steigen, ohne außer Atem zu kommen. Es war höchste Zeit, aktiv zu werden, um das Leben wieder richtig genießen zu können und in Form zu kommen. Eine Form, die es mir erlaubt, aktiv zu sein.

Zunächst habe ich mich unter das Messer gelegt. Die Operation hat mich zwar einen großen Schritt weitergebracht, aber Gewicht verloren habe ich dadurch noch nicht! Ich musste mich sportlich betätigen ... Also habe ich mit Wassergymnastik angefangen, das ist besonders gelenkschonend. Dann habe ich über einen Kollegen von der Walking-Gruppe von Decathlon City im 15. Arrondissement von Paris gehört. Aus Neugierde bin ich einmal hingegangen. Das war vor sechs Monaten. Seitdem habe ich 15 kg verloren. Heute spiele ich wieder begeistert Badminton und Volleyball. Jede Woche absolviere ich vier Sporteinheiten.

Aurelia: Wie findet man zum Sport, um überflüssige Pfunde loszuwerden?

WAS BEGEISTERT DICH HEUTE AM SPORT?

Indem ich aktiv wurde, konnte ich mir beweisen, dass ich Dinge ändern kann, dass ich nicht völlig eingerostet bin und täglich Sport treiben kann. Ich habe auch gemerkt, dass ich für meine Blockaden ganz alleine verantwortlich war! In Wirklichkeit interessiert es fast keinen, was du machst ... Das war alles nur in meinem Kopf. Seit meiner Operation habe ich 40 kg abgenommen. Ich habe nicht nur Gewicht verloren, sondern gerate nicht mehr so schnell außer Atem, kann mit meinen Kindern mithalten und Fahrrad fahren ... Außerdem kann man über den Sport ganz neue Bekanntschaften knüpfen und einfacher auf andere Menschen zugehen!

Dank Sport bin ich zu Hause viel ausgeglichener. Ich fühle mich viel freier und das tut mir sehr gut.

UND WAS SIND DIE NÄCHSTEN ZIELE NACH DIESER FANTASTISCHEN LEISTUNG?

Ich möchte gerne noch einige Probleme, die ich mit den Bändern habe, lösen, und dann mit dem Laufsport anfangen. Ich habe es schon ausprobiert: nach 3 Minuten bin ich völlig aus der Puste. Das ist mein nächstes großes Ziel! Ich möchte nicht gegen die Zeit laufen oder Höchstleistung erzielen, sondern einfach nur immer ein wenig weiter kommen. Wer weiß, vielleicht mache ich nächstes Jahr bei Odyssea mit?

(Anm.: Odyssea ist ein Spendenlauf für Frauen. Ziel: Sponsoren für die gelaufenen Kilometer finden.  Die erlaufenen Spenden gehen an die Brustkrebsforschung).

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