Wenn dein Pferd auf der Weide lebt, solltest du ihm selbstverständlich seine natürlichen Schutzmechanismen lassen. In einem anderen Tipp erfährst du etwas über das Einflechten der Mähne und wie man schöne Turnierzöpfe macht. An dieser Stelle findest du jedoch erst einmal ein paar grundlegende Tipps zur Pferdepflege. Nimm deine Lieblingsschere zur Hand, es geht los!

DER SCHWEIF

Damit die Schweifhaare gesund bleiben, bürste den Schweif nicht jeden Tag. Ich weiß, es juckt einem in den Fingern, zum Mähnen- und Schweifspray zu greifen, aber glaub mir, es ist besser so. Entferne lediglich Strohhalme mit der Hand, ohne zu bürsten. Selbst wenn man sehr vorsichtig vorgeht, werden mit der Bürste immer ein paar Schweifhaare ausgerissen und dies möchtest du sicher vermeiden, vor allem, wenn der Schweif deines Pferdes ohnehin nicht besonders üppig ist.

Wenn du meinst, dass der Schweif wirklich ungefähr einmal in der Woche gebürstet werden muss, trage so viel Mähnen- und Schweifspray auf, dass die Bürste gut durch die Haare gleitet. Und denk vor allem daran, erst unten am Schweif anzufangen und dich dann allmählich nach oben zu arbeiten. Wenn sich Knoten im Schweif befinden, sollten man diese besser mit der Hand auflösen.

Wenn das Langhaar deines Pferdes nicht sehr üppig ist, kannst du ruhig ein Stück vom Schweif abschneiden, etwa so viel, dass er bis kurz unter das Sprunggelenk reicht. Kürzer als bis dorthin solltest du allerdings nicht scheiden, denn dann würde dein Pferd etwas seltsam aussehen. Ist dein Pferd im Gegenteil mit üppigem Langhaar ausgestattet, kannst du den Schweif in Höhe des Fesselgelenks gerade abschneiden. So sieht er sauber und gepflegt aus.

 

Fellpflege

DIE MÄHNE

Ganz gleich, ob du die Mähne einflechten möchtest oder nicht, sie sollte gleichmäßig lang und gut geschnitten sein, damit sie gepflegt aussieht. Je gepflegter die Mähne deines Pferdes, desto schöner (etwaige) Turnierzöpfe. Aber das hängt natürlich auch davon ab, wie gut du flechten kannst. 

Hierbei hast du zwei Möglichkeiten: den Kamm oder die Schere. Alles hängt davon ab, welchen Effekt du erzielen möchtest. Wenn dein Pferd es hasst, die Mähne verzogen zu bekommen, solltest du die Schere wählen. Wenn du kein Fan einer schnurgerade geschnittenen Mähne bist, kannst du diesen Look ändern, indem du die Haarspitzen mit kleinen Schnitten etwas ausfranst. Mit einer Effilierschere lässt sich dieser Effekt perfekt erzielen.

Wenn die Mähne deines Pferdes dick ist wie die eines Ponys, kommst du nicht umhin, sie zu verziehen, um sie zu bändigen. Wenn dein Pferd diesen Vorgang nicht besonders schätzt, kannst du auch jeden Tag ein paar Haare ausreißen.  Denk also schon einige Zeit vorher daran - nicht erst am Tag vor einem Turnier. Außerdem werden die Mähnenhaare beschädigt, wenn man sofort nach dem Verziehen der Mähne Turnierzöpfe flechtet und das Ergebnis ist nicht besonders schön anzusehen.

Vorsicht mit dem Halsteil der Decke im Winter: Durch die Reibung des Stoffes wird die Mähne geschwächt. Mir ist es einmal passiert, dass ich meiner Stute mit dem Kamm die Mähne verziehen wollte. Plötzlich hatte ich eine ganze Strähne in der Hand und meine Stute ein Loch in der Mähne. Ganz toll! Hör also auf den Rat einer Freundin: Lass die Mähne im Winter weitgehend in Ruhe, wenn du eine Decke mit Halsteil verwendest.

Wenn du keine Zöpfe flechtest, fällt die ganze Mähne im Idealfall auf eine Halsseite. Wenn die Mähne deines Pferdes allerdings genauso widerspenstig sind wie deine Haare nach dem morgendlichen Aufstehen, empfehle ich, kleine Zöpfe zu flechten, damit die ganze Mähne auf einer Halsseite zu liegen kommt. Du solltest die Zöpfe nicht zu fest machen und sie regelmäßig öffnen und neu flechten, damit die Mähnenhaare nicht brechen.  Ich empfehle, dies alle zwei Tage zu tun. Mit dieser Methode geht es den Haarwirbeln so richtig an den Kragen und nach einigen Tagen, bei sehr störrischen Mähnen spätestens nach einigen Wochen, liegt alles auf einer Seite.

Mähne

DAS FELL

Ganz gleich, ob dein Pferd geschoren ist oder nicht, für ein gepflegtes Äußeres sollten wild wuchernde Haare nicht unbeachtet bleiben. So kannst du beispielsweise die Haare in den Ohren, unter dem Kinn und an den Ganaschen etwas stutzen und einen sehr üppigen Behang ein wenig kürzen, um die Beine schlanker erscheinen zu lassen. Natürlich nicht, wenn du einen Friesen hast! Wenn du möchtest, kannst du auch ein Stück Mähne am Widerrist und hinter den Ohren abschneiden. Mit einer kleinen Schermaschine wird das Ergebnis besonders sauber.

Achtung: Die Haare im Innenohr sollten nicht abgeschnitten werden! Sie schützen vor Insekten und Staub. Wenn du das Ohr schließt und einfach nur die überstehenden Haare abschneidest, bist du auf der sicheren Seite.

 

FLECKEN

Wenn du im Besitz eines Schimmels bist, weißt du, dass Muskelschmalz dein wichtigstes Putzmittel ist. Um dir die Arbeit jedoch etwas zu erleichtern, gibt es ein Fleckenspray, mit dem gelbe Flecken beseitigt werden können. Trage es auf das Fell auf, lass es einige Minuten einwirken und reibe die Flecken mit einem feuchten Schwamm ab.

 

BEINE UND FÜSSE

Damit die Beine deines Schimmels schön weiß strahlen, kannst du sie mit einem Spezialshampoo für Schimmel waschen. Anschließend kannst du etwas Talkumpuder auftragen und den überschüssigen Puder ausbürsten. Einen gelben Schweif bekommst du auf die gleiche Weise wieder weiß.

 

 

Fell