Die Entspannung ermöglicht es auch den mentalen Zustand des Pferdes festzustellen. Hierbei hast du außerdem die Gelegenheit, dein Pferd kennenzulernen, vor allem, wenn du es zum ersten Mal reitest. Du kannst mit ihm kommunizieren und merken, wie es tickt.

Insgesamt sollte die Entspannungsarbeit mindestens 1/3 der Trainingseinheit belegen. Sie besteht aus zwei Hauptphasen: das "Wachmachen" der Muskeln und die Erwärmung.

AUFWÄRMEN DES PFERDES

Sobald sich dein Pferd etwas in den drei Gangarten bewegt hat und du merkst, dass es bereit ist, kannst du mit dem Aufwärmen beginnen. Jetzt kannst du damit anfangen, den Schwung und die Biegsamkeit deines Pferdes zu fördern, indem du es um dein Innenbein biegst. Denn dafür benötigst du etwas mehr Kontakt. Du kannst hintereinander Folgendes machen:

· Die Gangübergänge üben, um die Beherrschung und Reaktionsfähigkeit deines Pferds zu überprüfen.

· Mehr oder wenige enge Kurven sowie gerade Linien reiten, um seine Biegsamkeit zu überprüfen und ob es sich gerade ausrichtet.

Und das in allen drei Gangarten. Sobald dein Pferd einsatzbereit, aktiv und dabei ganz entspannt ist, ist es bereit zu arbeiten.

Es gibt dafür natürlich kein Patentrezept. Jedes Pferd hat unterschiedliche Bedürfnisse, die von seinem Charakter, seinem Alter, seiner Lebensweise oder der Jahreszeit etc. abhängen. Deshalb kann ich dir leider keine wirklichen Tipps zur Entspannung geben.

Hier sind einige Ansätze, mit denen du perfekt auf dein Pferd angepasste Entspannungsübungen finden kannst:

Bei schon aufgewärmten Pferden, die Schwierigkeiten haben, ihren Rücken loszulassen, kann es interessant sein, zu galoppieren anstatt zu traben. Aber aufgepasst, das ist kein Grund es irgendwie zu machen, das Ganze muss ruhig und locker durchgeführt werden.

Wenn dein Pferd sich schlecht konzentrieren kann, könntest du versuchen, es möglichst schnell arbeiten zu lassen. Um die Muskeln nicht zu überbeanspruchen, ist es wichtig im Schritt zu bleiben, aber verlange von deinem Pferd direkt sich gerade zu stellen, damit es versteht, dass es sich konzentrieren muss.

Wenn du eine gute Beinarbeit anstrebst, kannst du aus deinen Steigbügeln gehen, damit dein Bein ganz natürlich liegt, während das Pferd Schritt geht. Du kannst so auch galoppieren, das ist sehr wirksam.

Damit dein Pferd so entspannt wie möglich ist, ist es wichtig in der Gangart anzufangen, in der es sich am wohlsten fühlt. Deshalb galoppieren viele Reiter anstatt zu traben.

Du kannst dein Pferd auch longieren oder es führen, bevor du aufsteigst. Ich empfehle das nicht unbedingt bei warmen Pferden, eher bei Pferden mit einem empfindlichen Rücken, der gut aufgewärmt sein sollte, bevor man sich in den Sattel setzt.

Vergiss nicht unsere Tipps zu lesen, bevor du dich auf ein sehr warmes oder auch sehr kaltes Pferd setzt.

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