DER ORT

Als erstes musst du einen passenden, sicheren Ort für dein Pferd finden. Dies kann eine Weide, eine Koppel oder ein Paddock sein.

Damit sich dein Pferd frei bewegen kann, muss man mit ca. einem Hektar Platz pro Pferd rechnen. Wenn dieser Platz gegeben ist, hat das Pferd ausreichend zu fressen, denn es wird die meiste Zeit auf der Weide mit Grasen verbringen.

Falls jedoch nicht genügend Gras vorhanden ist, sollte Raufutter oder Kraftfutter zugefüttert werden. Da ein Pferd durchschnittlich 30 bis 40 Liter Wasser pro Tag trinkt, sollte es stets Zugang zu frischem Trinkwasser haben.

Für die Einzäunung der Koppel wird am häufigsten ein Elektrozaun verwendet. Achte bei der Wahl der Koppel für dein Pferd darauf, dass sich diese in einem guten Zustand befindet:

* Prüfe ruhig persönlich den Zustand des Zauns: Das Weidezaungerät muss eingeschaltet sein, das Gras darf an den Drähten nicht zu hoch stehen und somit die Stromzufuhr unterbrechen und die Litzen oder Drähte müssen an allen Stellen intakt sein.

* Es dürfen sich keine Gegenstände wie beispielsweise altes, rostiges Ackergerät auf der Koppel befinden, an denen sich die Pferde verletzen können.

* Völlig abzuraten ist von Stacheldraht: Er stellt eine enorme Verletzungsgefahr für dein Pferd dar.

Auch sollte ein Unterstand vorhanden sein, unter dem dein Pferd Schutz suchen kann. In der Tat suchen vor allem Pferde mit dunklerer Fellfarbe zumeist vor Insekten Schutz in einem Unterstand - nicht so sehr vor Unwetter.

Bäume können natürlichen Schutz bieten, ersetzen jedoch keinen richtigen Unterstand.

DER WECHSEL

Der Wechsel eines Pferdes auf die Koppel, das für gewöhnlich in der Box gehalten wird, muss allmählich erfolgen.

Du kannst dein Pferd an die Koppel gewöhnen, indem du es vor dem Wechsel ein paar Stunden am Tag anweidest. Auf diese Weise wird eine abrupte Nahrungsumstellung vermieden. Ohne dieses Anweiden kann es zu Koliken beim Pferd kommen.

Achte darauf, dass die Grippe- und Tetanusimpfung deines Pferdes aktuell ist und entwurme es, damit es die Weide nicht kontaminiert. Idealerweise solltest du ihm die Wurmkur drei Tage vor der Weideumstellung verabreichen, damit es alle Parasiten vorher ausscheidet.

Wenn dein Pferd zusammen mit anderen Pferden auf der Weide steht, solltest du ihm die hinteren Eisen abnehmen lassen: Ein Huftritt mit einem beschlagenen Huf ist um einiges gefährlicher als mit einem unbeschlagenen Huf. Wenn möglich, veranlasse, dass dein Pferd zwei oder drei Tage lang auf einem Stück Weide neben seinen Artgenossen steht, damit sie über den Zaun einander kennen lernen können. An dem Tag, wo du dein Pferd zu seinen „Freunden" lässt, sollte ihnen eine große Parzelle mit Gras zur Verfügung stehen, denn Pferde, die mit Grasen beschäftigt sind, gewöhnen sich schneller aneinander.

Bedenke, dass das Langhaar deines Pferdes eine natürliche Abwehr gegen Insekten darstellt. Lasse Mähne und Schweif daher lang, damit dein Pferd sie gegen Insekten einsetzen kann.

Saisonale Weidehaltung des Pferdes

TIPPS

* Bestell den Schmied rechtzeitig im Voraus, damit er kurz vor dem Weidegang da ist, um deinem Pferd die hinteren Eisen abzunehmen.

* Wenn du dein Pferd per Anhänger oder Transporter zur Weide transportieren musst, übe ggf. vorher das Verladen mit ihm, damit am Tag der Abreise alles reibungslos klappt.

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