Kanufahren ist unglaublich vielseitig. Du entdeckst die Natur, erlebst etwas Neues, machst Sport und hast Spaß dabei. Komm einfach an Bord und lass dich von diesem Wassersport für alle verzaubern! 

 

 

 

WELCHES Kanu BRAUCHE ICH FÜR DEN EINSTIEG?

Für den Anfang entscheidest du dich am besten für ein stabiles Boot mit flachem Boden und fährst in ruhigen Gewässern. Für einen einfacheren Transport kannst du ein aufblasbares Boot wählen. So kannst du es in einem Rucksack verstauen, der locker in den Kofferraum passt. Alle aufblasbaren Boote erfüllen die ISO-Norm 6185-1. Das bedeutet, dass sie auch dann noch weiter schwimmen, wenn eine der drei Kammern kaputtgeht. So kommst du sicher zum Ufer zurück.

Für den Einstieg eignet sich im Übrigen ein Kajak besser als ein Kanu. Es ist für Einsteiger einfach besser. Mit dem Doppelpaddel kannst du dich besser abstoßen und besser lenken. Außerdem wird es dir mit diesem Paddel leichter fallen, die Bewegungen auf der rechten und der linken Seite zu erlernen (Bogenschlag, Ziehschlag...). Die Position auf einem Sitz ist auf jeden Fall bequemer. Übrigens: Auch die meistens Kanuschulen nutzen das Kajak für den Einstieg. Das Kanu, in dem man oft auch kniend fährt und das nur ein einfaches Stechpaddel mit einem Blatt hat, ist eher etwas für Fortgeschrittene.

 

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DAS RICHTIGE PADDEL FÜR DICH

Für die ersten Ruderschläge kannst du ein Doppelpaddel mit Aluminiumgriff und Plastikschaufelblatt nehmen. Die sind nicht nur preisgünstig, sondern auch einfach in der Anwendung. Und sie sind nicht so schwer, das heißt, sie beanspruchen deine Schultern nicht zu sehr. Als zerlegbares Modell (2- oder 4-teilig) passen sie einfach in den Kofferraum oder in den Rucksack deines aufblasbaren Kajaks.

Die "höherwertigeren" Modelle bestehen aus Glasfaser & Carbon und sind reaktiver und leichter. Das Paddelblatt ist stärker gewölbt (mehr Power) und asymmetrisch (bessere Kräfteübertragung). Außerdem lässt sich der Winkel zwischen den 2 Paddelblättern einstellen, damit das eine Blatt, wenn es in der Luft ist, nicht bremst, während das andere im Wasser ist.

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DIE RICHTIGE WESTE FÜR MEHR SICHERHEIT

Für den Kajaksport wird eine Auftriebsweste mit 50 Newton ausdrücklich empfohlen. Damit kannst du dich bei einem Sturz ins Wasser ohne Mühe über Wasser halten, zum Boot zurückschwimmen und leicht wieder an Bord klettern. Für welche Weste du dich entscheidest, hängt von unterschiedlichen Kriterien ab. Für den freizeitmäßigen Gebrauch ist eine Weste aus Schaumstoff einfacher in der Anwendung. Und sie bietet sofortigen Auftrieb, wenn du ins Wasser fällst. Wenn du eine möglichst kompakte Weste suchst, kannst du dich für ein aufblasbares Modell mit Gaskartusche entschieden, bei dem du maximale Bewegungsfreiheit hast. Achtung, wenn du die Weste brauchst, musst du an dem integrierten Griff ziehen, um sie mit Luft zu füllen. Manche Westen haben auch ein Rückenfach für eine Trinkblase. So hast du auf dem Wasser immer etwas zu trinken dabei.

Die Wahl der Größe hängt dabei von deinem Gewicht ab. Nur so hast du immer den nötigen Auftrieb.

Achtung, Auftriebswesten sind keine Rettungswesten (mit Kragen und einem normierten Auftrieb von 100 Newton). Wenn du sie benutzt, musst du schwimmen können.

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DIE RICHTIGE AUSRÜSTUNG

Für eine Kanutour über 2 Stunden mit über 2 Meilen Abstand vom Ufer brauchst du:   
1,5 l Wasser (pro Person) , einen Snack (Trockenobst, Müsliriegel), einen Verbandskasten für kleine Wehwehchen, ein wasserdichtes Handy oder ein Handy mit wasserdichter Hülle, ein Notfallpaddel (zerlegbar, um es leichter zu verstauen), Wasserfeste Sonnencreme, Hut und Sonnenbrille (mind. Schutzstufe 3 - mit Schutzstufe 4 darf man übrigens nicht Auto fahren!).

Wenn du dich nicht weiter als 300 m vom Ufer weg bewegst, ist die Mindestausrüstung: Auftriebsweste, Verbandskasten und Handy. Du kannst dir auch gerne unseren Ratgeber zur notwendigen Sicherheitsausrüstung auf dem Meer anschauen, je nachdem, wo du Kanu fährst.

Hast du in deinem Kanu oder Kajak kein wasserdichtes Fach? Dann kannst du dir einen wasserdichten Container oder eine Tasche mit einem Fassungsvermögen von 25 bis 30 l besorgen. Das ist eine gute Größe, um alles mitzunehmen, was du an Bord wirklich brauchst. Die Tasche ist einfacher zu transportieren und lässt sich gut unter den Gummibändern oder im Kajak verstauen. Der Kanister schützt deine Sachen noch besser davor, zerquetscht zu werden.

Kajak-welche-Ausrüstung

WO UND WANN KANN ICH KANU FAHREN?

Das Kanufahren wird oft als Sommersport wahrgenommen. Dabei ist der Sommer gar nicht unbedingt die beste Jahreszeit, vor allem für Einsteiger! 

Die Tage können sehr heiß sein, und viele Menschen tummeln sich im Wasser, vor allem in den Sommerferien. Boote, Jet-Skis und mehr sind unterwegs und können gerade bei Einsteigern ganz schönen Stress verursachen.

Such dir lieber einen schönen Frühlings- oder Herbsttag für die ersten Versuche aus, sonnig bewölkt, kein Wind. Um dem Wind aus dem Weg zu gehen, machst du dich am besten früh morgens auf den Weg. Dann ist das Wasser oft am ruhigsten. Auch das Meer ist um 8 Uhr morgens oft still wie ein See. 

Trotzdem solltest du, bevor du aufbrichst, immer das Wetter checken. Auch eine ruhige See kann sich um 10 Uhr in wogende Wellen verwandeln! Und wenn Ebbe und Flut gegen dich spielen, kann das durchaus gefährlich werden.

Nun weißt du alles, was du wissen musst und hast die nötige Ausrüstung. Jetzt musst du nur noch einen Freund finden oder einen erfahrenen Abenteurer, der dir die besten Spots zeigen kann und dir die Grundlagen der Navigation beibringt.

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